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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Grund bis Grundel (Bd. 1, Sp. 278a bis 278b)
 
  Grund [Krùnt Hi. bis AEckend.; Krût Sulzeren; Krt M.; Krynt Brum.; Krøįnt Dachstn.; Kryt Geisp.; Kr%/%;;{??}nt K.; Krù Steinbr.] m. 1. Erdboden, Erde (im Gegensatz zu Kies, Sand, Lehm, Felsen). Gueter G. fruchtbare Erde; wilder G. tiefere Erdschicht im Ggs. zur Ackerkrume; angeschwemmtes Land im Rheinwald. G. füeʰreⁿ Erde herbeischaffen. ‘den karrichern die den grunt usefürent’ Str. 15. Jh. Brucker 241. Im G. schaffeⁿ Erdarbeiten machen. Dr G. verliereⁿ im Wasser nicht mehr stehn können. 2. Tiefe: z G. richteⁿ; z G. geʰn; dr Sach uf dr G. geʰn nachforschen. 3. Ursache (selten). Zss. Grundbodeⁿ, –buckl, –hufeⁿ, –loch. — Schweiz. 2, 770. Bayer. 1, 1004.

Bäselegrund [Pasələkrùnt Geberschw.] m. Ackerkrume. Wënn dr Bodeⁿ uf gfriert, git s schöneⁿ B.

Heideⁿgrund m. Erde, auf welcher Haidekraut wächst, gut in Blumentöpfen Geberschw.

[Bd. 1, Sp. 278b]

Wideⁿgrund m. schwarze fette Düngerde am Boden hohler Weiden, für Blumenbeete gesucht U.

gruneⁿ [krùinə M.] irden.

 PfWB  RhWB grundeⁿ [krùntə Wh.] eine Wiese mit gedüngter Erde bestreuen. — Schweiz. 2, 777.

grundleⁿ 1. nach Grund riechen St. 2. die Hände in Erde stecken, z. B. beim Füllen eines Blumentopfes CS.Schweiz. 2, 777.

 PfWB  RhWB grundlich [krùntliχ Z.] Adj. gründlich: dis is e grundlichi Woʰrʰeⁱt Ingenh.Schweiz. 2, 779.

 PfWB  RhWB grundiereⁿ [krùntìèrə M.] den ersten Anstrich vornehmen. — Schweiz. 2, 778.

Grundi [Krùnti Dollern] n. Gründling.

Grundel, Grundele [Krùntl Ensish. Horbg. Bf. Tieffenb.; Krùntələ Hi. Ruf. Westhalten b. Co.] f. ( n. Hi. Westhalten) Gründling, Gobio vulgaris; Schmerle, Cobitis barbatula. ‘junge grundelin vohen’ 14. Jh. Brucker 172. ‘Grundel Fundulus’ Dasyp. ‘Bambele Mülling vnd Grundeln’ Fisch. Garg. 61. ‘ich behelff mich gern mit Grundlen und Gressen’ Mosch. II 885. ‘Grundel j. Bartgrundel’ Baldner 85. ‘Grundeln, die Edlen Fischlein, werden lebendig in heissem guten Wein getödet vnd gesotten’ L. KB. 466. — Schweiz. 2, 776. Schwäb. 245. Bayer. 1, 1004.