Wörterbuchnetz
Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Gurt(e) bis gorgseⁿ (Bd. 1, Sp. 234b bis 235a)
 
  Gurt(e) [Kûrtə Lutterb.; Kûrt Steinbr. Roppenzw. Ingersh. Su. Geberschw.; Kùrt Hi. Hlkr. Bisch. M. Mittl. Dü. U.; Kùət Wh.; Pl. Kùrtə] f. (m. Steinbr. Geberschw.) 1. breiter lederner Gürtel. 2. Leibbinde Bisch.; Geldgurt K. Z. 3. Tragriemen an dem Rückenkorb Mittl. 4. Hängemattenvorrichtung für Kranke Pfulgriesh. Schweiz. 2, 444. Bayer. 1, 943.

Buchgurt [Pyχkùrt Dü. U. W.] f. Bauchriemen der Pferde.

 PfWB  RhWB Gëldgurt f. Geldgurt Dü. Wh. selten wie auch das Synon. Gëldkatz.

 PfWB  RhWB Gürtel [Kertl Dü. Hlkr. Co.] m. Gürtel (dient anstatt der Hosenträger). Dr G. aⁿmësseⁿ mit dem Gürtel prügeln. — Schweiz. 2, 446. Bayer. 1, 943.

Mädergürtel [Mátərkertl Hindish. Osthsn.] m. Gürtel, der beim Mähen getragen wird. Syn. Mäjriemeⁿ U.

Waldgürtel m. Bärlapp, Gürtelkraut, zu abergläubischem Zweck um den Leib getragen Kirschl. 2, 372. — vgl. Schweiz. 2, 446 Sant Johanisgürtel. Schwäb. 250.

gürtleⁿ [kìrtlə Hi. Schlierb.] durchprügeln, züchtigen (Kinder).
 
 
girgseⁿ [kiriksə Rchw.; kirksə Bf.] scharf knarren, wie neue Schuhe, ungeschmierte Thüren und Wagenräder, wie Schnee bei der Kälte knirscht. Synon. gixeⁿ K. Z.vgl. Schweiz. 2, 406 gīreⁿ, kirsen.

girgsig [kiriksik Rchw.] Adj. scharf knarrend.

[Bd. 1, Sp. 235a]

Gegirgs [Kəkirks Rchw.] n. wiederholtes Knarren.
 
 
 PfWB  RhWB  RhWB gorgseⁿ, gurgseⁿ, görgseⁿ [kórksə Roppenzw.; kòrksə Liebsd.; kùriksə Horbg.; kèrksə M.] 1. rülpsen, aufstossen Liebsd. 2. sich erbrechen Roppenzw.; würgen M. 3. Luft einziehn mit hohen Tönen Horbg. Schweiz. 2, 449. Schwäb. 238; vgl. gurtzen Bayer. 1, 945.