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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm  ·  · 
 
wohnerker bis wohngelasz (Bd. 30, Sp. 1217 bis 1218)
 
wohnerker, m.
wohnerschaft, f.
wohnerzahl, f.
wohnfisch, m.
wohnfleck, m.
wohngang, m.
wohngebäu, n.
wohngebäude, n.
wohngebiet, n.
wohngegend, f.
wohngelasz, n.
wohngemach, n.
wohngemeinschaft, f.
wohngewässer, n.
wohngewinn, m.
wohngezelt, n.
wohngraben, m.
wohngrenze, f.
wohngrube, f.
wohngrundstück, n.
wohnhaft, adj.
wohnhaftig, adj.
wohnhaftlich, adj.
wohnhaus, n.
wohnhäuslein, n.
wohnheit, f.
wohnhof, m.
wohnhöhle, f.
wohnhütte, f.
wohnicht, adj.
wohnkreis, m.
wohnland, n.
wohnlehen, n.
wohnlich, adj.
wohnlich, adj.
wohnlichkeit, f.
wohnort, m.
wohnplatz, m.
wohnraum, m.
wohnrecht, n.
wohnsaal, m.
wohnsam, adj.
wohnsame, f.
wohnschaft, f.
wohnschmied, m.
wohnseligkeit, f.
wohnsitz, m.
wohnstadt, f.
wohnstatt, f.
wohnstelle, f.
wohnstock, m.
wohnstube, f.
wohnstubenbarbarei, f.
wohnstubenbildung, f.
wohnstubenbuch, n.
wohnstubeneinflusz, m.
wohnstubenerfahrung, f.
wohnstubengeist, m.
wohnstubenheil, n.
wohnstubenkraft, f.
wohnstubenleben, n.
wohnstubenordnung, f.
wohnstubenschulmeister, m.
wohnstubensegen, m.
wohnstubensitte, f.
wohnstubentugend, f.
wohnstubenübung, f.
wohnstubenwartung, f.
wohnstubenweisheit, f.
wohnstüblein, n.
wohntier, n.
wohnung, f.
wöhnung, f.
wohnungsamt, n.
wohnungsanzeiger, m.
wohnungsgeld, n.
wohnungshaus, n.
wohnungshäuslein, n.
wohnungshof, m.
wohnungsinhaber, m.
wohnungslehen, n.
wohnungslos, adj.
wohnungslosigkeit, f.
wohnungsmeister, m.
wohnungsnachweis, m.
wohnungsnot, f.
wohnungspflanze, f.
wohnungsplatz, m.
wohnungsraum, m.
wohnungsrecht, n.
wohnungsservitut, n.
wohnungsstatt, f.
wohnungsstätte, f.
wohnungssteuer, f.
wohnungstier, n.
wohnungstüre, f.
wohnungswechsel, m.
wohnungszins, m.
wohnviertel, n.
wohnwagen, m.
 wohnerker, m.: wann es ... abend wurde ..., satzte ich mich unter der gräfin ihren wohnercker Jan Rebhu weltkucker (ende 17. jh.) 1, 160. —
 
 
wohnerschaft, f., einwohnerschaft: (die wohnungssuche) gab gelegenheit, sich der angesessenen wohnerschaft zu zeigen G. Keller ges. w. (1889) 8, 139; graf Schack ges. w. (1897) 10, 298. von toten gesagt:

und es steigt die schlummertrunkne
wohnerschaft aus ihren betten (gräbern)
G. Keller ges. w. (1889) 10, 219.


 
 
wohnerzahl, f., einwohnerzahl: die wohnerzahl eines riesenstaats Fr. L. Jahn w. 1, 153 E.; 2, 246.
 
 
wohnfisch, m., wirtfisch eines schmarotzertieres, s. Brehm tierleben 10, 191 P.-L.
 
 
-fleck, m.: viel betrug es (das grunddarlehen) nicht, weil ihr wohnfleck nicht mehr umfaszte als fünfzig schritt im geviert H. Zillich zw. grenzen u. zeiten (1936) 232. —
 
 
-gang, m.: (die) wohngänge (der miesmuschel sind) einer absonderung ihres körpers zuzuschreiben Brehm tierleben 10, 454 P.-L.

[Bd. 30, Sp. 1218]

 
 
-gebäu, n., zum wohnen bestimmtes gebäude: Zinzendorf teutsche ged. (1766) 327; Welcker d. Aristophanes frösche (1812) 11. —
 
 
-gebäude, n., dass.: schöne wohngebewde Aelurius glaciographia (1625) 341; ein tempelähnliches wohngebäude Göthe I 41, 1, 36 W.; 42, 1, 22; diese einfache bauart (antiker häuser) ist ... die ursache, dasz ... nicht ... die geringste spur eines altrömischen wohngebäudes zu sehen ist Archenholz England u. Italien (1785) 2, 188; K. O. Müller d. Etrusker (1828) 1, 256; Moltke ges. schr. u. denkw. (1892) 1, 55; wohn- und wirtschaftsgebäude bürgerl. gesetzb. § 582; hw. d. staatswiss.3 1, 2; Wimmer gesch. d. dtschen bodens (1905) 52. —
 
 
-gebiet, n., siedlungs-, verbreitungsgebiet: naturcharakter ihres (der Neuseeländer) neuen wohngebietes Ratzel völkerkde (1885) 2, 132; ihr (der wassertiere) wohngebiet (ist) ... sehr ausgedehnt K. E. v. Baer reden u. aufsätze (1864) 1, 183;

(Hiawatha) zog durchs land der krähn und füchse,
zog durchs wohngebiet der schwarzfüsz
Freiligrath ges. dicht. (1870) 6, 37.


 
 
-gegend, f., siedlungsgebiet: Cluverius meldet, ihre (der Hessen) wohngegend sei ein theil von der marck, am lincken ufer der Ruhr Er. Francisci d. alleredelste pferd (1670) 207. wohnbezirk: auch in meiner wohngegend regte sich ... der eifer zum barrikadenbau Varnhagen v. Ense tagebücher (1861) 4, 290. —
 
 
-gelasz, n. (auch m.: Freytag), wohnzimmer: im erdgeschosz ist die werkstatt ..., auszerdem eine hinterstube für die frauen und zur gesellschaft, das ist auch in wohlhabendem haushalt der wohngelasz Freytag ges. w. (1887) 18, 139; im hause hatte E. in pesel und wohngelasz das leichenmahl gerüstet Storm s. w. (1899) 7, 200; G. Keller ges. w. (1889) 7, 145. pl. wohngelasse: Immermann 1, 204 B.; D. Fr. Strausz ges. w. (1876) 12, 137. bildlich für 'wohnung, raum, ort': in unseres vaters hause ist wohngelasz für manche familie Göthe IV 40, 249 W.