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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm  ·  · 
 
kimmer bis kimmpumpe (Bd. 11, Sp. 706)
 
 kimmer, m. bötticher, so md. z. b. im Osterlande (Bech). nd. von böttichern gewisser art kymer Richey 115, kiemer Schütze 2, 254 (er spricht dabei von 'kiemen' fugen), woher das î? auch jütländisch kimer, bremisch aber kimker, s. br. wb. 2, 772. so wichtig ist also die kimme, das kimmen, dasz das handwerk selbst davon benannt ward. schwed. heiszt die zweite kimme, die zarge lagg, davon auch laggare bötticher.
 
 
kimmerling, s. kümmerling.
 
 
kimmern, in hohen tönen klagen, sächs., vermutlich allgemeiner md.:

es kimmert und wimmert der nachtigal kind.
J. Clajus bei
Schottel haubtspr. 910.

sächs. auch von gewissen schmerzen, die füsze kimmern mir, z. b. von kälte vgl. DWB keimern.
 
 
kimmet, s. DWB kämet.
 
 
kimmgang, m. gleich kimmplanke.
 
 
kimmhobel, m. ein bötticherhobel, die kimme (1) glatt auszustoszen (Krünitz), kimmenhobel Frisch:

zum stemmen braucht man scharfes zeug,
zum bohren, gerben gleicher weis,
der kimmhobel streichts rein aus. böttcherlied,
Schade handwerksl. 9, weim. jahrb. 4, 326.


 
 
kimmich, s. kamin, auch kümmel.
 
 
kimming, f. s. kimme 2, b. c.
 
 
kimmkeule, f. hölzerner schlägel zum kimmeisen gehörig.
 
 
kimmplanke, f. im schiffbau, planken welche von auszen die kimming, den kimm bekleiden. Röding 1, 840; s. kimme 2, b.
 
 
kimmpumpe, f. bei Fischart unter allerlei maschinenwerk aus der wasserkunst, in nl. form pompe: kimpompen, schaufelpompen, underlegt pompen u. a. Garg. 187a (345 Sch.), cap. 27.