| Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm | · · ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
gerispel bis gerlachs (Bd. 5, Sp. 3714 bis 3715) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
gerispel, n. gerispet gerisz, n. geriszlet geritt, n. geritten, part. gerittling, adv. gerittlingen, adv. geritz, n. gerkammer, f. gerkuchen, m. gerlachs gerlein gerlin gerlein, n. gerlichkeit, f. germ, m. und f. germäder, m. germag, m. germane, m. germanien germanier germanisch, adj. germanist, m. germasz, n. germbier, n. germchen germen germer, m. germig germküchlein, n. germlamm, n. germnudel, f. germodel germschlankel, m. germsel, m. germsieder, m. germspeise germteig, m. germträger, m. germung, f. gern, adv. gern, adj. gern, m. gernart, m. gerne, f. gerner, m. gerner, m. gernerbein, n. gernerhaus, n. gerngast, m. gernegast, m. gerngebig, adj. gerngelehrte, m. gerngericht, n. gerngesehen gernglaubig gerngrosz, m. gernegrosz, m. gerngrüszig gernhab, m. gernhaben, n. gernhaber, m. gernhören, n. gernier, m. gernig gährnig gernklug, m. gerneklug, m. gernleute gernlin gernmann, m. gernmeister, m. gernmeisterei, f. gernol gernpapst, m. gernrätig gernreich gernereich gernschalk, m. gernschön gernschreiber, m. gernsehen, n. gernseinwollend, part. gernsprecher, m. gerntäuscher, m. gernthun, n. gernvergeber, m. gernwillig gernwirt, m. gernwisser, m. gernwitz, m. gernwitzig, adj. geroch, m. geröchel, n. gerochen geröchen geröcke gerodel, n. gerödel, n. | 1) geris, risz, rima, fissura 1520. 2) wie gereisze 2: eine person oder sache, um die man sich reiszt, hat das gerisz, es ist das gerisz um sie. Schm.2 1, 148. 435. nachtr. 235. 3) s. geris. 1) ritt, reise zu pferd: ain geritt gen Nüremberg. städtechron. 4, 337, anm. 4 und 5 (von 1429). 2) feindlicher anritt: so hatten si auch vur der stat manich gerenne und scharmitze und geritt. Limburger chron. 82, 10 var.; kriegszug zu ross: gerites und urliuges tut kundschaft Lucanus. Schm.2 2, 182; Pütrich tet ain geritt (var. ain ritt) gen Wellenpurg uff die Aunsorgen und die Aunsorgen ritten auch uff des Püttrichs schaden. städtechron. 4, 103, 3 (15. jh.). 3) geritt, reuterei 1520, ahd. daʒ karit, girit, equitatus 2, 477. 4) geritte, reitzeug, vgl. DWB gereite 4, a sp. 3625: auch soll kein sattler .. kein neu geritte beschlagen noch keinerlei dinge so denen spenglern zugehöret. und sollen auch kein neue spange noch schenkel uf kein alt geritte machen. 1, 531 (v. 1396). [Bd. 5, Sp. 3715] 5) schwäb. gritt, zudringlichkeit, unfug: ein gritt haben kinder, wenn sie unartig, ungestüm, zänkisch sind 433. eigentlich wol der zustand und das treiben eines vom kobold oder teufel gerittenen, s. theil 8, 776. 1) zu mhd. rîten, beritten, reitend, mit einem ross versehen, als subst. der reiter, ritter, s. DWB reiten 1, c th. 8, 773, gramm. 4, 70, mhd. geriten wb. 21, 734 mit reichen belegstellen, gerieten städtechron. 8, 83, 26, gerieden weisth. 2, 3 (Saarbrücken, von 1321). 2, 425 (Mosel, 16. jh.), gerütten Wilw. v. Schaumburg. a) eigentlich: ein wol geriten sarjant. Willehalm 315, 25; rittere, .. waʒ sô ringe geriten (leicht beritten) was (frauen) ohn sporen also daher ritten, beed auff rossen grütten. ebenda. b) bildlich: die vogele wâren baʒ geriten. Parz. 119, 5; im sprichwortα) an einem geritten werden: an den geduldigen wil jedermann geritten, zum ritter werden. spr. 51b; wie es dann geht, wann eim ein fsz entschlupfet, so wil iederman an jm geritten werden. spr. 2, 28b; darz ligt jedermann auff disem redlichen handwerck der bawrschafft, z schätzen, schinden und schaben, da wil jedermann an in geritten werden, der fürst, edelman u. s. w. chronica 212b. β) kurz geritten, wie kurz angebunden th. 5, 2830: bruder! ich warne dich .. es möchte nicht gut werden, du weiszt, dasz ich kurz geritten bin. Eviana 110. 2) zu mhd. rîden, winden, drehen, wenden, s. DWB reiden: wirt einer aber geschossen in ein bein, und das der pfeil geritten ist, so thn im als ich dich hie nach leren wil. chir. (1497) 29a. thut grüdling darüber stehn. grittlingen saszens (frauen) auff dem ross, 1) sacristei, eigentlich ankleideraum des geistlichen: gehrkamer, adytum, sacrarium tyrocinium (1581) 175; in der gerkameren. Aach. stadtrechn. 408, 6 (von 1333); gerkamere städtechr. 7, 158, 13 (15. jh.); item den 27 november hat Adolff Zimmerman ein new finster an die gehrkammer gemacht. ausgab der kirchen zu Düssel vom j. 1632; noch westfäl. gêrkammer 77a. 2) gerkammer, geräte-, rumpelkammer techn. wb. 281a.
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