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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm  ·  · 
 
zehntkärcher bis zehntkärcher (Bd. 31, Sp. 461)
 
 zehntkärcher, m., gleich -führer: Fischer 6, 1086. — -kasse, f., kasse, in die geldzehnt gezahlt wurde: Just. Möser 3, 97; Veith bergwb. 586. — -käufer, m.: Fischer. -keller, m., herrschaftlicher keller, in welchem die jährlichen abgaben an wein geborgen wurden: Fischer. -knecht, m., der vom zehntherrn bestellte beamte, der den zehnten erhebt, also auf dem felde des zehntpflichtigen ohne hinderung des grundherrn die garben auszählt; s. bes. Fischer 6, 1086; schweiz. id. 3, 733; B. Auerbach schr. 11, 124. — -korn, n., getreide, welches aus dem zehnt kommt: Kramer teutsch-it. 2, 1429b; Voigtel wb. 3, 683a; Adelung 24, 1667; Just. Möser s. w. 3, 323. — -kuchen, m., milde gabe aus zehntfrüchten: Fischer, 6, 1086. — -lamm, m., als zehntes dem pfarrer zugefallenes lamm, das er um ostern 'auszeichnen' soll: Fischer 6, 1086; die zehentlemper dienen si dem gottshaus nach der zaal (1638) österr. weisth. 10, 250; (es soll sein) niet van den besten und auch niet van den snoetsten Jac. Grimm rechtsalt.4 1, 49. — -land, n., zehntbares bauland: tegetland Schiller - Lübben 4, 519a; item do einer tendland heft Bochum weisth. 3, 67; (das land zwischen Donau, Rhein und limes wurde wegen des grundzinses, der an die römischen herren zu entrichten war) bei Tacitus (Germ. 29) zehentland (agri decumates) genannt Wimmer gesch. d. dtsch. bod. 27; A. v. Haller tageb. 2, 180; hdwb. d. staatsw.3 1, 75. — -laube, f., gleich -scheuer: schwäb. 1386 Fischer 6, 1086. — -lehen, n., verliehener zehnt, nicht vererblich: Zedler univ.-lex. 61, 451; Krünitz 241, 90. —