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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm  ·  · 
 
dunstschweif bis dunten (Bd. 2, Sp. 1566)
 
 dunstschweif, m. wie dunstkegel. man behandelte mich nicht blosz als den dunstschweif jener beiden groszen wandelsterne Göthe 26, 285.
 
 
dunststreif, m. da denn jeder dunst- und nebelstreif sogleich in cirrus aufgelöst und sodann verflüchtigt wird Göthe 51, 232.
 
 
dunststrom, m. und wenn ferner diese weisze nacht mein schwermütiges auge mit dahin fliegenden dunstströmen, mit irrenden duftstäubchen umzingelt J. Paul Hesp. 1, 13.
 
 
dunsttheilchen, n. die nebel im herbste kommen von der ausdünstung der erde, wobei die kalte luft die dunsttheilchen nahe aneinander bringt Erxleben Naturlehre (1794) 701.
 
 
dunsttropfe, m. bildlich, von seinen innern saiten waren jetzt die dunsttropfen die ihren klang aufhielten, abgefallen J. Paul Hesp. 1, 78.
 
 
dünstung, f. wie ausdünstung vaporatio. dunstung Stieler 349.

zu starker dünstung widerstreben
Brockes 6, 421.

er (der kranke) müsse sich jetzt ganz mit decken überspannen und einwickeln lassen, um in einer recht gewaltsamen dünstung den kern des übels auszutreiben Arnim 1, 96.
 
 
dunstweis, adv. welche (dämpfe) im sieden sich dunstweis zu einem corpore geben Thurneisser Magna alchymia 1, 81.
 
 
dunstwolke, f. immer muszte die sanfte glut welche sie seinem herzen einflöszte, von den dunstwolken die sein gehirn zusammentrieb, erstickt werden Klinger 5, 19.
 
 
dunstzug, m. wie dunströhre.
 
 
dunsung, f. aufschwellung, geschwulst, tumor, von dunsen für dinsen Steinbach 1, 309, der auch aufdinsung intumescentia und ausdinsung exhalatio anführt.
 
 
dunten, adv. für da unten, drunten, im vorarlbergischen dun dunna Frommann Mundarten 3, 531. dunten Schmid Schwäb. wörterb. 148. da niden oder dunten Voc. incip. teut. d. Murner Luth. narr 830. 1368.

kein heimlicher ort in meinem haus
dann dunden in meinem keller
Uhland Volksl. 740, 2.