| Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm | · · ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
kippen bis kippern (Bd. 11, Sp. 784 bis 789) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
kippen kipper, m. kipper kipperei, f. kipperer kippergeld, n. kipperhut, m. kipperin, f. kipperjahr, n. kipperling, m. kippern kippersmann, m. kipperwaare, f. kipperwein, m. kipperwesen, n. kipperwort, n. kipperzeit, f. kippicht kippkarren, m. kipplein, n. kippler, m. kipplerin, fem. kippregel, f. kippung, f. kippwagen, m. kips, m. kipsen kirb kirbe kirbei kirbi kirbel kirbel, m. kirbeln kirchbau, m. kirchbedienter, m. kirchberg, m. kirchbirne, f. kirchboden kirchbruch, m. kirchbrunnen, m. kirchbusze, f. kirchdach, n. kirchdieb, m. kirchdiebisch kirchdiebstal, m. kirchdiener, m. m. kirchdienst, m. m. kirchdorf, n. kirche, f. kirchel, n. kirchelchen kirchen kirchenabgabe, f. kirchenacker, m. kirchenagende, f. kirchenältester, m. kirchenamt, n. kirchenandacht, f. kirchenangelegenheit, f. kirchenanlage, f. kirchenarchiv, n. kirchenbank, f. kirchenbann, m. kirchenbau, m. kirchenbauer, m. kirchenbeamter, m. kirchenbecken, n. kirchenbedienter kirchenbehörde, f. kirchenbeschlusz, m. kirchenbesuch, m. kirchenbesucher kirchenbettler, m. kirchenbibliothek, f. kirchenbild, n. kirchenbitter, m. kirchenblume, f. kirchenboden, m. kirchboden, m. kirchenbot, n. kirchenbote, m. kirchenbrauch, m. kirchenbrecher, m. kirchenbriefgewölbe kirchenbrot, n. kirchenbruch, m. kirchenbrüchel, m. kirchenbrüchig kirchenbuch, n. kirchenbusze, f. kirchenbüttel, m. kirchencapital, n. kirchencensur, f. kirchenceremonie, f. kirchenchoral, m. kirchencollecte, f. kirchencomponist, m. kirchendach, n. kirchendieb, m. | 1) zu kippe 1. a) intr. das gleichgewicht verlieren und darum umschlagen (umkippen, überkippen) und fallen, oder auch je nach der natur des gegenstandes mit einem theil in die höhe, mit dem andern niederschnellen (abkippen und aufkippen). ebenso nd. kippen umschlagen, abgleiten, schnellen, s. brem. wb. 2, 774. das glas das 'auf der kippe stand' kippt wenn es den schwerpunkt verliert ('ist in bewegung umzufallen' Adelung); ein balken der in der wage, im gleichgewichte lag, kippt auf und ab, wenn er ihn verliert, wol auch kippt hin und her. diesz letztere könnte denn schon Luthers kipfen der bäume sein, es ist dieselbe bewegung wie bei der schaukel, kippe oder wippe, daher wippen schaukeln (vgl. wipfel). Die erste erwähnung find ich sonst bei 1344, dann bei Frisch der tisch kippt, deprimitur: ich hatte selbsten zu thun, dasz ich nicht von dem brete (auf dem er schwamm) herum kipte. Schelmufsky 1, 88; der wagen, das schiff wollte umkippen. preusz. wb. 122. beim perf. wird wechselnd haben oder sein gebraucht, jenachdem das kippen als ein thun oder leiden gefühlt wird, z. b. das bret hat gekippt, 'hat' sich kippend bewegt, geschwankt, aber ist umgekippt u. ä., 'ist' kippend umgeschlagen. b) thätig, obwol intr.; mit dem stuhle kippen, Campe, lieber kippeln, sich kippend bewegen, schaukeln. bildlich abortieren: sê hat kippt oder ümmkippt. 231a, wie hess. umkeipeln (s. 361 unten), vgl. schottisch cowp owre (over) 362. c) aber auch trans., z. b. den kippkarren kippen (kippen machen), dasz er sich entleere. das glas kippen beim trinken, um die neige zu gewinnen. so nordd. für trinken überhaupt, es scheint besonders eín Berliner wort, ênen kippen, einen schnaps trinken, eine flasche (die bulle) auskippen u. ä.: wir wollen in Palekes keller eine (flasche) Fredersdorfer (bier) kippen. Devrient-novellen 46, im munde eines lehrlings. d) auch küppen kommt vor, so schreibt z. b. Lessing: sie drengen von entgegen gesetzten seiten in mich, beide wollen mich umstürzen .... dasz ich doch küppen musz. 8, 23. ebenso 1, 515b unten, bei Herder umküppen, in der Felsenburg verhochdeutscht aufküpfen (1, 697). ist das echt? e) das wort hat viele nebenformem. dem küppen, küpfen nahe heiszt es schles. köppen, thür. köpfen, selbst bair. koppen, und alles das alt bezeugt, zum theil mhd.; ferner keppen und kepfen, deren e aber auf a zurückgeht, s. DWB kappen sp. 197 und kapfe kippe unter kepfen; noch anders im vocal käupeln. schweiz. mit der liquida vor dem wurzelauslaut gimpfen (gimpfe kippe), auch gempfen, gampen, gigampfen, und auch aus Pommern wird mir ein umkampeln angegeben. es ist klar, dasz da ein sehr alter stamm vorliegt, der sich so manigfaltig ausgeprägt hat. [Bd. 11, Sp. 785] doch können darin mehrere stämme zusammengeflossen sein, s. bes. 3, b und gabeln gaukeln. f) so erscheint er denn auch auswärtig in schott. coup, schwed. kppla, s. sp. 362. merkwürdig schwed. kipped adj., was zu fallen droht 321b. nahe liegt auch schott. kip (up), to turn up, z. b. von einem aufgekrämpten hute, kip - nosed mit aufgestülpter nase, und altn. kippa schnellen, s. Fritzner. entlehnt niederwend. kipasch kippen 152. 2) etwas anders trans. auf die kippe, kante stellen, besonders wenn es mit einem hebel geschieht, meist aufkippen, umkippen. Adelung, einen stein, ein fasz kippen; nd. upkippen aufheben und auf die kante stellen, wie upkanten. 116. 2, 260, umkippen (auch intr.), z. b. einen block auf die ecke heben und dann auf die andere seite fallen lassen. brem. wb. 2, 775. im schiffswesen den anker kippen (auch nl. kippen, dän. kippe, schw. kipa, also aus dem nd., da das wort sonst dort fehlt). 1, 106, wie aufsetzen, aufpentern, beim aufwinden schräg umlegen, dasz er die seitenplanken nicht verletze, vgl. DWB kippung. nach Campe auch ostereier kippen, auf die spitze stellen dasz sie sich überkugeln (s. aber 4, c). 3) die spitze abschneiden, abhauen, Adelung nur als nd. bekannt (s. besonders Dähnert); es ist aber md., während im gegentheil die nd. angabe z. b. im brem. wb. unsicher lautet, bei Danneil, Stürenburg ganz fehlt. a) ich kipp, ἀποκόπτω Alberus Qq 4b, noch wetter. einen baum kippen, oben abhauen. ebenso vom andern ende des md. gebiets, aus Schlesien bei Steinbach ich kippe trunco: der baum ist abgekippt worden, decacuminata est, er kippte mit dem degen das gesträuche ab (auch verkippen); es ist aber auch sächs., voigtl.; auch ostpreusz. kippen abhauen 122. sächs. auch die feder abkippen, nachdem sie fertig geschnitten ist, die äuszerste spitze abschneiden. eigen osterl. kîpen die bäume ausschneiden, ausputzen. b) auch hier wieder eine nebenform kipfen (s. d.), vgl. auch kipsen und kaupen. wenn sich auch das zwar am bequemsten zu kippe spitze stellt, kommt doch hier deutlich ein andrer stamm in frage. das entsprechende engl. chip heiszt vielmehr schnitzen, behauen, zerschneiden, ags. cippjan; nd. kippen auch einschneiden, kerben zeitschr. 2, 97, nl. kip wie keep kerbe. eine ältere md. spur davon ist jedenfalls das kippe f. im Reinhart 1707 als schneidendes werkzeug, wol einfach hippe, wie die urspr. fassung hepe hat, s. sendschr. an Lachm. s. 60. ablautend entspricht kappen, das doch wieder auch ganz gleich kippen 3, a ist, s. mehr dort sp. 197. kippen von münzen, beschneiden, s. unter DWB kipper 3, b. 2, a. 4) mit der spitze hauen, stoszen, anstoszen u. dgl., das läszt sich wenigstens als gemeinsamer begriff der folgenden bed. fassen. a) schwach, leicht hauen, sodasz es nicht eindringt, so in der Wetterau. nd. kippen picken (westf.) zeitschrift 2, 479. hierher wol folg.: mein adel litte hohn, wenn ich b) kippen mit dem stahl am feuerstein um feuer zu machen, so sächs., thür. und sonst, henneb. 2, 76. c) ähnlich in einem spiele mit den ostereiern, die man je zwei mit den spitzen an einander stöszt, um zu sehen welches zuerst bricht, eine art wettspiel: mit roten eiern kippen, ovis paschalibus collidendo certare. 958; die ostereier oder mit ostereiern kippen. Adelung. nrh. keppen 3, 554. 557, ostfries. dem. kippken (auch hikken), westerw. köppen, küppen, nl. kinken. fränk. becken, schwäb. bicken (1, 1809), d. i. picken, schweiz. klöckeln, aber merkwürdig auch gipf m. spitze des eises. vgl. 1, 515c. d) Stieler gibt kippen auch allgemein als ferire, icere, allidere, pulsando frangere, dazu ankippen allidere, illidere, aufkippen collidendo frangere, aber ohne weitere belege, nur nach dem vorigen? doch stimmt dazu nl. kip ictus, coup bei Kil., vgl. DWB kappen 4 a. e. sp. 198. e) von vögeln, mit dem schnabel stoszend fassen: also nun die hüner hie und dort kipten und schluckten die (hingestreuten) bissen brots. Eulensp. cap. 8; von einem habicht, den kopf herunter halten und kippen. 2, 186b; dem esel die augen auskippen. thierbuch 114. es steckt wol auch in dem nl. kippen vom auskriechen der küchlein, eig. 'ova excludere, pullos edere' Kil., da die hühner die reifen eier aufpicken; [Bd. 11, Sp. 786] auch nordengl., schott. chip. diesz kippen ist eig. eins mit dem unter a und trifft wieder auch mit picken, bicken zusammen. 5) gold wiegen. 1787. s. kippe 4 sp. 782. 6) geld aufwechseln, kipperei treiben, s. DWB kipper 3, b. 7) endlich, merkwürdig durch ort, bedeutung und verwandtschaft ein schweiz. kippen, stälen, suppilare, clepere, furari 243d, verkippen heimlich verzucken, surripere, suffurari 422c; bei Frisius clepere, kippen, stälen 235b u. a.; noch bei 2, 103 schnell und heimlich wegnehmen, doch nur von geringfügigen dingen, als milderes wort für stehlen, auch kibben. Zwar hat auch 1344 'kippen und wippen' fälschen, triegen, entwenden, kippung subreptio, furtum, und ihm nach Stieler kippen 'fallere, fraudare' und 'surripere'; aber das ist erst von den kippern des 17. jh. abgeleitet, wie Schottels angabe zeigt, s. auch DWB kipperei, DWB kippicht. ein nl. kippen ferner heiszt ausklauben, das beste aussuchen, auch nd. kippen, ûtkippen auslesen, s. oben auskippen 1, 892; das scheint aber erst vom kippen mit der wage entstanden (s. unter kipper). Dagegen stimmt zu dem Schweizerworte (man beachte Stalders 'schnell', Maalers 'verzucken', heftig, rasch wegziehen) ein nordisches wort: altn. isl. kippa reiszen, ziehen mit raschem griffe, s. 349a, schw. kippa, dän. kippe; auch altengl. kippe to take up hastily 495a, näher noch schottisch kip to take the property of another by fraud or violence, kep to catch. die brücke zu dem schweiz. worte bildet nl. kippen greifen, fangen, aber auch stehlen (wegstelen Weiland). ist diesz nl. wort den Rhein hinauf gewandert? das nord. wort hat übrigens zugleich eine merkwürdige berührung mit kippen 1, es heiszt auch schnellen, s. das gleichbed. koppen 3. vgl. noch goth. wb. 2, 441 wegen auswärtiger anklänge. 1) das wort taucht i. j. 1619. 20 auf (s. kipperjahr), als plötzlich das gute geld verschwand und dafür kleine schlechte münzen von kupfer in silber gesotten (kippergeld) in massen erschienen, die dann für einige jahre den kleinen verkehr beherschten. a) als deren urheber werden die kipper genannt. z. b. citiert einen chronisten von 1651, A. Rittner altmärk. chron.: in diesem (1620) und folgenden jahren erhub sich das hochschädliche kipperwesen, welches unter dem zierlichen namen der münzverwechselung den anfang genommen hat ... da sahe man nichts als leichtfertige paphanen, groschen die schier auf dem wasser hätten schwimmen mögen, kupferne pfenning ohne zahl, dasz auch die kinder auf den gassen damit spielten. bei lieder des 30 jähr. kr. 145. 153 ein newes schönes lied, allen falschen und leichtmünzern, küppern und ihren saubern rottgesellen den juden und judengenossen zu ehren gestellet; es heiszt darin u. a.: die kipper allein sind auszerkorn jetzt wöllens (die 'groszen diebe', die kipper) grosze herren sein, b) 'kipper und wipper', auch kipperinnen werden erwähnt: denn es ist jezt des teufels frucht hört zu, itzt wolln wir singen [Bd. 11, Sp. 787] .. in dem wachtelschlag .. namhaft gemacht werden. Weller s. xxvi. c) aber kipper und wipper werden anfangs unterschieden. eine flugschrift von 1621 nennt sich jedermannes jammerklage über der falschen wippr wage, das gedicht beginnt: fraget jemand wer dieser ist ... ich thät bei meinen spieszgesellen, komm her, du verdammte kippersrott ... d) der ausdruck blieb über seine veranlassung hinaus: kipper aeruscator. 958, der gelt aufnimbt durch böse künst 1, 19b; kipper und wipper, münzbeschneider, falscher münzer, billonneur, auch groszer wucherer, thaler- und ducatenkipper 536b; das franz. billonner, billonnage hat den gleichen sinn und mag aus gleicher zeit stammen (billon eig. schlechte kupfermünze, betrügerisch weisz gesotten). bis in unser jahrh. dienten sie sprichwörtlich und bildlich: die unerbittliche verstümmelung kritischer kipper und wipper. 2, 130, er denkt ans beschneiden der münzen: wie manche wahrheiten er als ein kipper und wipper behandele. 4, 253; ihr kam es freilich halb so vor, als freue ihr mann sich der scheidewand, da sie selber an Leibgeber wenig behagen und an ihm nur den kipper und wipper ihres mannes gefunden, der diesen noch eckiger zuschnitt als er schon war. Siebenkäs 3, 21. e) auch ward schon im 17. jh. der begriff erweitert. Stieler nennt neben geltkipper auch kornkipper dardanarius (kornjude), weinkipper nundinator vinarius, kleiner weinkrämer. noch jetzt in Thüringen kipper für getreideaufkäufer, schwäb. bair. kipperer wucherischer händler mit lebensmitteln, kornkipperer 312 (s. 3, d), wie kauderer, das seinerseits gleich kipper vorkommt. kipper und wipper leutbetrüger orb. p. 2, 91c. 2) Über den ursprung war man später unsicher. a) man faszte sie meist als münzbeschneider (nach kippen 3) und nannte diese so, z. b. a. a. o.: der kranz wird (den münzen) beigefügt, dasz man bald der kipper ihren betrug sehe, welche die münzen gern beschneiden; s. auch Rädlein vorhin unter d und schon Philander unter kipperjahr. b) sie sind aber zuerst kipper genannt von der wage. nicht das beschneiden, sondern das aufwechseln des guten geldes, um schlechtes daraus zu prägen, wird den kippern zum vorwurf gemacht, daher sie auch aufwechsler heiszen (1, a a. e.). bei der alten einfachen art des münzens fielen nämlich notwendig die einzelnen stücke an gehalt sehr ungleich aus, und es war längst ein einträgliches, für unredlich angesehenes geschäft, die über den nennwert haltenden stücke auszuwägen und einzuschmelzen. das wird in stadtrechten oft verboten, z. b. in dem von Goslar bei script. brunsv. 3, 500: we pennenge vorleset (ausliest) unde de swaren ut denne lichten tüdt (zieht), dat is duve (diube, diebstal); die überwichtigen heiszen nd. (das. 458) utwippende, die auf der wage den balken 'auswippen' machen, wippen ist eig. das schwanken, schnellen des wagebalkens, wie kippen (s. u. kippe 4 und vgl. ostfries. küppwüppe kippkarren). jene silbernen pfennige von überwiegendem gehalte können daher auch 'auskippende' heiszen, und das nd. ûtkippen genau besehen und aussuchen, auch blosz kippen 103 u. a., nl. uitkippen stammt wol daher, eig. aussuchen mit der wage, wie das auch auswippen heiszt, z. b. in einer chursächs. münzverordnung anf. 17. jh.: das sich etliche betriegliche kramer .. der probir- und windöfen zum granaliren (s. bilder 2, 139 unten), auswippen, schmelzen u. dgl. münzverfelschunge gebrauchen, [Bd. 11, Sp. 788] nachher wird es auch auswegen genannt. im 16. jh. heiszt diesz auswägen auch schnellen, ebenso nach dem schnellen des wagebalkens: und auch ander schlecht gesellen, sie mauscheln ja und wechseln ein, 3) Auf die kipper bezogen war denn auch kippe, kippen, kippern u. a. in gebrauch. a) 'kippe und wippe', kipperei, z. b. die kippe und wippe haben ihn in kurzen so reich gemacht. 536b. b) die münze kippen, beschneiden, kippen und wippen billonner. ders.; bei Denzler, Steinbach noch vom aufwechseln, kippen aeruscare, allerhand geld einschachern. noch jetzt von gewissem ähnlichen geldschacher, z. b. in einem messberichte aus Leipzig: die unbehaglichkeit der messbesucher steigerte sich noch durch das kippen und wippen mit den fremden banknoten, die hier keine auswechselungscassen haben. Leipziger tageblatt 17. mai 1859. c) es hiesz auch kippern, von kipper neu gebildet: da sich dem wucher gar viel leut kippern und wechseln tag und nacht ... d) davon wieder kipperer gleich kipper: hiebei merkt auf ihr wipperer, 1) aeruscatio, kipperei treiben 959, s. kipper: billonner, geringhältige schlimme geldsorten an statt guter geben oder andere kupperei (so) oder wipperei damit treiben. franz. wb. (1719). 2) erweitert kipperei mit wahren treiben, praemercari, adulteria mercis committere. Stieler, s. kipperwaare: wenn man mit solcher kipp- und wipperei zu thun hat. causenmacher 32. kipperei ist noch gebraucht für wucherlichen kleinhandel (s. kipper 1, e sp. 787). 3) bei Stieler auch subreptio, furtum (?). s. kippen 7. wann sie viel geld gebracht zu haufn, [Bd. 11, Sp. 789] ein kipperhut er offen (auf) hat,
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