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kochet bis kochhafen (Bd. 11, Sp. 1561 bis 1562) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
kochet, n. köchet, n. köcht, n. kochfeuer kochfleisch kochfrau, f. kochfrucht, f. kochgar kochgerste, f. kochgeschirre, n. kochgewürz, n. kochhaber, m. kochhafen, m. kochhaus, n. kochhenne kochherd, m. kochholz, n. kochicht köchicht, n. köchin, f. kochjunge, m. kochkelle, f. kochkern, m. kochkraut, n. kochküche, f. kochkunst, f. kochkünstler, m. kochkünstlerisch kochloch, n. kochlöffel, m. kochmagd, f. kochmajoran, m. kochmännel, n. kochmarkt kochmel kochmesser, n. kochmonat, m. kochofen, m. kochpfännlein, n. kochröhre, f. kochrosine, f. kochsalat, m. kochsalz, n. kochsalzgeist, m. f. kochsalzsäure, m. f. kochschürze, f. kochschwamm, m. köchsel, n. kochsfusz, m. kochsgast, m. kochsparkunst, f. kochspeise, f. kochsschürze, f. kochstück, n. kochstunde, f. kochsüdel, m. köcht köchts kochtopf, m. kochung, f. kochvorrichtung, f. kochwasser, n. kochwein, m. kochwerk, n. kochwildbret, n. kochzeug, m. kochzucker, m. kocke, m. kocke, m. kockel, f. köckelei kockelei kockelkorn, n. kockelmann, m. kockeln köckeln köckelpossen kockelspil, n. kokelspil, n. köckelwerk, n. kocken köcken köken köckerei, f. kockern köckern kockernusz, f. kockisch, adj.? koddeln kodder kodderig koddern köddern ködel köden koder koder, m. köder, m. koder, m. koder, m. | 1) kochet. a) so heiszt was auf einmal gekocht wird oder zum kochen bestimmt ist: ein kochet köhlkraut (soll kosten) 6 creuzer, ein kochet binetsch 14 pf., ein kochet pastenachen 8 pf. Frankf. taxordn. von 1623. es gilt in mrh. landen (auch siegerl., westerw., wetter.), fränkisch 6, 162, henneb. 3, 474 (kachet), bairisch, und weiter (s. c). b) daneben ein fem., schweiz. kochete, 'gewöhnliche kochportion von irgend etwas', z. b. eine kochete bohnen 2, 118; dasz .. wenn er nicht schon eine andere kochete über (dem feuer) habe, er Trini nehmen würde. 1, 103, bildlich, mit einer andern sich so weit eingelassen. schwäb. wb. 321 gibt auch als fränk. kochet f., 2, 278 als bair. c) wie war die mhd. form für diese besonders schweiz. und fränk. in masse geltenden bildungen ( 3, 474)? für das fem. läszt sich kóchâte denken, wie prédigâte predigt, mérâte abendmahl (vgl. unter karrete). auch ein n. kóchât scheint möglich, wie kleinât (sp. 1121 unten), spätalem. höwat heuernde, s. al. gr. s. 208 (bair. gr. 203), der als urform -ata n. ansetzt. dazu würde die kärntische form stimmen: kochade n. 163, wenn das a echt ist. d) eine nebenform kochend n., die in Hessen, der Wetterau, im Siegerlande gilt, scheint eig. nur der mit dem gerund. vermischte inf. zu sein (wie nd. levent leben u. a.). 2) köchet, köcht n. in bedeutung und form abweichend. a) bair. zwar setzt Schmeller köchet gleich dem vorigen an, aber der gegebene beleg gibt eine bed. 'was zum kochen, in die küche gehört': melber, so das mehl und anders köchet verkaufen. auch gekochtes, gericht: so sollten sie anjetzo auch mit diesem köchets vor gut nehmen. exilium melanch. (Straszburg 1655) 71. b) die gewöhnliche form ist übrigens köcht, gericht (decoctum 247a): mach dies folgend köcht. trostbüchle 115b (= hebammenbuch Frankf. 1581 203; dasz die frouw ein gestächlete milch bruche z iren köchten, als hirs, linsy, rysz, alles darmit gekochet. daselbst (1581 gestählete m.); (sie mag) ein tüchlin in das warm köcht trucken, netzen und usztrucken. 94b; in sölichem köcht oder bad sol die frouw baden oder von unden uf bedempft werden. 100a; von disem köcht oder brüyen. 116a; also hat die natur zusammengesetzt dasjenige, das sein besonder köcht hat. 1589 8, 119. c) auch in merkw. genit. form (s. schon unter a köchets): von erbsen oder dergleichen köchts, so windige bläst machen. arzn. Tüb. 1599 368; also wird im magen dreierlei speis kocht (s. DWB kochen 4), auf die drei leib dreierlei köchts. chir. schr. 409b. so noch schwäb. köchts n., erbsen 321. dasz es wirklich gen. ist, verbürgt wol: coctiva legumina, gesöd, gems, geköchs. 41d. 365c (vgl. DWB gebratens gleich braten, s. DWB bratens), es ist wie öfter bei stoffnamen, z. b. zeugs, dings, der genit. partitivus zum nom. geworden (s. sp. 485). d) wie war die urspr. form? der umlaut trennt sie scharf von der vorigen, aber ein urspr. kochôti oder kochôdi (s. unter kleinod I, b) ist wenig wahrscheinlich, da dann alem. noch im 16. jh. köchet vorherschen würde. gleicher bildung scheinen spület, werket u. a. al. gr. s. 209, vgl. 213. auch collectivisch geköcht decoctio 369a, geköchde 129c, wie mhd. gejeide neben jeide n. jagd. e) auch in der bedeutung zeigt sich ein scharfer unterschied von kochet. das köcht ist wesentlich das gekochte, noch jetzt schweiz. (ohne pl.), gern verächtlich, dann aber mit besondrer beschränkung [Bd. 11, Sp. 1562] auf 'gerste (s. DWB kochgerste), bohnen u. dgl., welche des winters in der suppe genossen werden', wie gesöd 114a; noch beschränkter schwäb. als erbsen (s. c), bregenzerw. aber mehlspeise. die beschränkung auf gemüse ebenso bei köchsel (auch geköchsel, wie hier unter d), bei köch, köchicht, kochfrucht, und selbst bei kochet (1, a), z. b. wetterauisch. die (schlange) het ir wonung beim kochfewr die schiffer sein nicht faul,
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