benöthenbenöthigenbensel, m.benselein, n.benserichbenückenbenudelnbenügenbenügen, n.benügigbenügtbenügung, f.benummernbenutzenbenutzung, f.benutzungsweise, f.benzbenzenbeobachtenbeobachter, m.beobachtung, f.beobachtungsgabe, f.beobachtungsgeist, m.beobachtungsheer, n.beobachtungswürdigbeobachtungszeit, f.beohrfeigeneinenbeölenbeordernbepaarenbepackenbepalmenbepantoffelnbepanzernbepappenbepatschenbepelzenbeperlenbepfählenbepfeffernbepfeifenbepferchenbepfinnenbepflanzenbepflasternbepflaumenbepflichtenbepflöckenbepflückenbepflügenbepfompfenbepfostenbepfropfenbepfründenbepichenbepickenbepinkelnbepinkenbepinselnbepissenbeplankenbeplappernbeplätschernbeplattenbeplaudernbepolsternbeppe, f.beppernbeprägenbepredigenbepreisenbepressenbeprüfenbepstischbepudernbepurpernbepurpurnbeputzenbequakenbequalmenbequartierenbequastenbequembequem, adv.bequeme, f.bequemenbequemen, n.bequemheit, f.bequemigkeit, f.bequemlichbequemlich, adv.bequemlichkeit, f.bequemlichkeitshalberbequemnis, f.bequemung, f.ber, m.berber, n.berädern | benöthen, dasselbe: hab ich Montabon als hart belägert und benötet, das Reinhart und seine brüder nit meher proviant dorin habent. Aimon X. benötet sein, egere: dann wir ewer hülf fast benötet seind. Aimon O 2. auch bei Stieler 1338, nnl. benooden. s. das folgende.
benöthigen, dasselbe, nnl. benoodigen: so man ein schlosz benötigen (zur übergabe zwingen) wil. Keisersb. irr. sch. 18; e. hochwirdige veterliche liebe wolte gnediglich mit mir handeln und mich nicht dringen noch benötigen, diesen artikel zu widerrufen. Luther 1, 118b; das ist war, in andern büchern hab ich durch ir treiben und jagen benötiget geschrieben, der bapst sei nicht aus gottes ordnung. 1, 376a; Maxentius understnd sich, disen Marcellum z benöttigen, das er gefangen des bistumbs und christenlichen namens abstnd. Frank chron. 275a; die z irer ketzerei allzeit die hilf des keisers anrften und die leut zu irem glauben benöttigten. 404b; ach ich ward heur benötigt hart, das ich versetzen must mein gut. Ayrer 445c. benöthigt sein, egere, und später nur in dieser bedeutung: 5 Mos. 24, 12. 14. 15 schrieb Luther anfangs benöttiget, änderte es aber nachher in dürftig; ich wer ewer hülf fast benötigt. Aimon c; und gab es (das pferd) seinem jüngsten brder Reicharten, der sein fast benötigt was. d; gott wird auch heil den seelen bringen die hoch benötigt sind. Opitz ps. 72; mein leib ist mein pallast. ein krieger ist vergnüget, dasz er von einem mahl als andre so viel krieget, als er benöthigt ist. Fleming 110 (113); was mag er wol gethan haben, dasz er meiner hülf so hoch benöthiget? Gryphius 1, 869; dasjenige zu reden, dessen wir dermaleins in dem regiment oder auf der canzel werden benötigt sein. Schuppius 850; mein vermögen stand jedem zu diensten, der dessen benöthigt war. Wieland 2, 98; was würd ich also sein, wenn ich sie in solchen umständen verlassen wollte, wo sie meiner mehr als jemals benöthigt sind? 3, 117; wenn haben die menschen die tugend jemals hochgeschätzt, als wenn sie ihrer dienste benöthigt waren? 3, 132; sie muste doch seiner hülfe ebenso sehr benöthigt gewesen sein. 13, 86; nie war er meiner hülfe mehr benöthigt. 26, 39; E. ist mein Ethelwold nicht tapfer? S. in seiner lage ist mans nicht benöthigt. Klinger 1, 202; die wir nirgends unsre namen auszusprechen benöthigt sind. 10, 253; ich bin eines neuen mantels benöthigt. Tadel verdient der acc. statt des gen.: das alles werden wir benöthigt sein. Göthe 15, 103, und auch Klinger 1, 202 nahm wol das es in mans für den acc. Einige haben benöthigen intransitiv für egere, wie es z. b. bei Gryphius 1, 869 zu nehmen wäre. [Bd. 1, Sp. 1475] Das part. benöthigt geht ganz in ein adj. necessarius über: und weil er binnen der zeit auch nicht müszig gewesen, sondern alles benöthigte vollends angeschaft, segelten wir frölich von dannen. Felsenb. 1, 64; welche auf eigene kosten ein schif mit allen benöthigten sachen zu ihrer reise ausrüsteten. Winkelm. 1, 337; eine sammlung benöthigter bücher für den aufseher. 2, 143; endlich erbarmte sich ihrer eine alte frau, welche binnen einem halben jahrhundert einen kleinen schatz von häuslichen erfahrungen und bemerkungen gesammelt hatte, woraus sie ihren jungen nachbarinnen gelegentlich das benöthigte willig zukommen liesz. Wieland 8, 196; ein zu unserm zwecke benöthigtes vermögen. Kant 4, 271; um das benöthigte zu verrichten. 6, 398; benöthigten falls. Lessing 12, 261; benöthigten falls. Wieland 12, 43; im benöthigten falle. Kant 8, 312. man setzt heute lieber nöthig, nöthigen falls.
bensel, m. penicillus, heute pinsel. ahd. pensil (Graff 3, 344): es war kein ding, das er nit besser denn kein ander meister mit dem bensel, feder oder stilo machet und das natürlich entwürfe. Bocc. 2, 11a; was nutzet es, dasz ir bensel und farben angaffet, wie ein kw ein newes thor? Petr. 38a.
benselein, n. dasselbe: nimb schweinsblut 1 . bestreich etliche lange benselein darmit und stosz ihme (dem pferd) des tags einmal fein wol und tief in die naslöcher hinein. Uffenbach 2, 72; oder mache im ein benselein von geschabenem süszholz, und lasz den kranken stätig daran saugen. Tabernaemont. 719.
benserich, s. DWB bansch sp. 1119.
benücken, fallere, decipere, vgl. nd. nuk, nukke tücke (brem. wb. 3, 251), nnl. nuk fraus, calliditas: und wie der fuchs den wolf gefatzt, mit schmeichelworten oft benückt und vielmal ubers seil gerückt. Waldis Esop 4, 94; es ist der brauch auf dieser erden, allzeit die einfeltigen werden benückt von schwetzern und betrogen und oft gar felschlich uberlogen. 2, 37.
benudeln, lagano farcire, in nudeln einmachen: es wartet schon auf dich ... sauerkraut und ein benudelt huhn. Günther 1102. sich benudeln, mit wein anfüllen, betrinken.
benügen , 1) sufficere, genügen, mhd. benüegen. Flore 1510. 5998, zuweilen begnüegen, meist genüegen. die ältere sprache pflegt mit genügen wie mit benügen den acc., die spätere den dat. zu verbinden, namentlich hat diesen Luther, wie aber nur an mir, dir, inen, nicht an dem gewöhnlich vorkommenden uns, euch zu gewahren ist. a) unpersönlich. mhd. mich genüeget des, ich bin damit zufrieden (gramm. 4, 234. 235). statt des gen. der sache wird nhd. die praep. an oder mit vorgezogen, wiewol noch beispiele jenes vorkommen: an sölchen gaben mich benügt, die mir natürlich sen gefügt. Schwarzenberg 117, 1; uns benügt wol an euwer arbeit. Eulensp. 27; mich benügt an meinem einkommen. Wickram rollw. 85; uns (dat.) benüget, das sie zulassen. Luther 3, 447. Häufig neben lassen: mhd. ich lân mich des genüegen; nhd. wer sich mit disem teil nit benügen lot. Keisersb. christl. bilger cap. 2; du solt keins andern frauw ansehen, solt dich beniegen lassen mit deiner frauwen. sünden des mundes 11b; das wir uns darmit sollen lassen benügen. 15b; darnach lieszen sie sich nicht dran benügen. weish. Sal. 14, 22; aber nu lassen sie inen nicht daran benügen. stücke in Esther 3, 7; lasset euch benügen an ewerm solde. Luc. 3, 14; wenn wir aber nahrung und kleider haben, so lasset uns benügen. 1 Tim. 6, 8; und plaudert mit bösen worten wider uns, und lasset im an dem nit benügen. 3 Joh. 10; dise alle sind gestorben im glauben und haben die verheiszung nicht empfangen, sondern sie von fernen gesehen und sich der vertröstet und wol benügen lassen. Ebr. 11, 13; und lasset euch benügen an dem das da ist. 13, 5; die bawren lassen inen nit benügen, das sie des teufels sind. Luther 3, 125b; wer sich daran nicht wil benügen lassen, der fare immer hin. 3, 149; ich lasz mir benügen. 3, 322b; laszt euch benügen, das wir euch segenen. 5, 69a; wer im daran nicht wil lassen benügen. 6, 19a; hab ich mir daran benügen lassen. br. 2, 249; ee erlangst an ir, das sie sich an einem auge, dann an einem manne benügen liesz. [Bd. 1, Sp. 1476] Albr. von Eybe 4b; wer sich laszt benügen an dem, das er hat, damit er müg geleben, der ist reich. 17b; und lassen sie sich benügen an dem, das sie haben. 18a; wann die natur laszt sich an einem kleinen benügen. 18b; wie er nit Alexander hiesz, des stands (des Diogenes) er sich benügen liesz. Schwarzenberg 117, 1; der esel lass sich an wenigem benügen. Alberus 68b; er läszt im an geringer ehr benügen allzeit, das ist war. 70; daran wir uns wol haben benügen lassen. Götz von Berl. 62; lasz dichs benügen. Petr. 111b; die Römer lieszen sich benügen, denn sie waren müd. Rihel Liv. 175; wenn ich kleider und maulfüll hab, so lasz ich mich benügen dran. H. Sachs II. 1, 29d; das er sich lasz an dem benügen, was im gott täglich zu thut fügen. II. 1, 84b; wann er sich liesz an dem benügen, was ihm gott und das glück thet fügen. III. 3, 37c; hab mich derhalben hiermit benügen lassen, das ich schlechts meine arbeit könte lassen ausfliegen. Fischart bienenk. 7a; dieweil sie sich damals mit der unverfälschten aufrechten milch des göttlichen worts, wie neugeborne kindlin, lieszen benugen. 23a; dasz sie sich mit dem einen benügen lieszen. 93a; ich lasse mich an deinem verrichten wol benügen. Ayrer proc. 1, 5. b) selten persönlich, für ausreichen, hinreichen: als ich nun kund schreiben und lesen, das mich benügt z meinem wesen. Wickram pilger 40; sechs eln lündisch gewande wird eim benügen kaum. Uhland 529. 2) benügen, zufrieden sein, acquiescere: und ist herzog George so gar zornig, das er nicht benüget, mich durch seine gesandten zu Aldenburg zu verklagen. Luther 6, 19b. Fischart setzt sich benügen: benügt sich mit einer (frau), wie der himmel mit der einigen .. erd, die sonn mit dem einigen mon. Garg. 69a. 3) benügen, zufrieden stellen, contentum reddere: also werden all unser schuld bezahlt, entledigt und gewonnen und benügt (befriedigt) alle die, so zu uns zuspruchs haben. Paracelsus 2, 237b; sie müssen es also fügen, dasz sie den leser durch greifliche ursachen benügen. Garg. 121b; doch will das nicht benügen mich, ich fürcht die streng göttliche rach. Ayrer 421b. zumal steht das part. benügt für contentus: gehen sie hin sicher in solchen der menschen lob, ehre, gunst oder geniesz benügt. Luther 1, 190b; das ich von not ein andere kappe muste mir verschaffen und also benügt bis hieher e. f. gn. zusage gespart. br. 1, 283; und auch ir seel nit wurd benügt, bisz er si wider z im fügt. Schwarzenberg 98, 2; das vöglin, an seinem kleinen nästlin benügt, ist vil seliger. Agricola spr. 209a; damit soll e. e. auf dismal eines benügten willens sein. Paracelsus 1, 282c; darumb sei jedes benügt an seinem. Fischart ehz. 57. auch das part. praes.: das sie kecklich dürfen leren, unberuft von gott, daran allein benügende, das sie allein die schrift und evangeli predigen. Luther 1, 92a. Heute ist dies benügen in allen seinen bedeutungen erloschen, und wird für die erste durch genügen, für die zweite durch begnügen, für die dritte durch vergnügen, befriedigen vertreten. man sehe begnügen, genügen und vergnügen, und über die wurzel unter genug.
benügen, n. justa copia, delectatio, tranquillitas, zufriedenheit, in der verbindung mit haben und thun. 1) benügen haben, ruhe haben, genüge, vergnügen empfinden: die ee die thuon ich krümmen biegen, mit minem wib hab ich kain bnügen, allein ich sie zun eren spar. fastn. sp. 1038, 11; und fieng an und schwr und lestert got .. und hett darmit kein beniegen. Keisersb. sünden des munds 20a; dan mit den meren sagen oder hören merlin so vertreibest du und verleurst du zeit, in welcher zeit du verdienen soltest das ewig leben und dich darz schicken, damit hat dann der [Bd. 1, Sp. 1477] teufel ein benügen. 70b; die bereits willens gottes allein warnemen in seinem willen und daran benügen haben. Luther 1, 93a; und er hat daran nit benügen. Aimon i; ich aber hett ein gut benügen daran, das er andere ding so getrewlich hett dar gegeben. Mich. Stifel Coss. 171; von den menschen, die kein benügen han wöllen. Cyrills fabeln 53a; all woch hat ich ein gülden ei, da hett ich kein benügen bei. Waldis Esop 2, 15. 2) benügen thun: und sie, als die dem frembden herren seiner gewonheit ein benügen (bescheid) thun wolt, den kopf daraus zu trinken zu iren henden nam, an iren mund setzte. Bocc. 2, 219b; item er musz auch cavirn, demienigen so in anderer instanz geurtheilt würd, ein benügen (genüge) zu thun. Ayrer proc. 2, 2.
benügig, contentus, modestus, vergnügt, genügsam: die fabel ist allen geizigen menschen gesagt, die nicht benügig sind. Steinhöwel Esop (1555) 52; das ein jeder in seinem stat benügig seie. (1487) 56; so du nit benügig bist an dem, das dir das gelück gegeben hat. (1555) 83; das sie allein daran gesettiget und benügig sind, das gottes wille also sei. Luther 1, 93a; das die partei nachfolgend endlichs rechtlichs austrags benügig sein wollen. 3, 106; solchem mandat gehorsamlich beweisen welle, auch vor unser rechtes und der guetlichait benugig sein. Chmels Maximilian s. 32; darob ir kais. maj. ain sonder benugigs guets gefallen tregt. Lanz Karl 5 s. 475; benügig an der speis, die inen das glück zfüget. Frank weltb. 14b; es seind mäszig leut, mit wenig benügig. 96a; darausz darf er dann nit gehn, bisz das er in benügig macht. 200b; oder bis mit disem auszug benügig. 234a; so du gut, gest und freunde hast geladen mit dir zu essen, was du in gibst, dieselben sein benügig. Albr. von Eybe 40a; er was daran nit benügig. Aimon T 2; ir sönd benügig sin an bestimten sold. trag. Joh. 104; du wirst vor einen andern, der mit dieser entschuldigung nit benügig ist, kommen. Kirchhof wendunm. 236b; mit diesem ausspruch musten sie auf beiden theilen benügig und zufrieden sein. 261a; dasz er sich seiner bestimpten besoldung benügig und zufrieden sein wölle. Fronsperg 1, 101a; ehe das kriegsvolk noth gelitten und unwillig geworden, sind sie vil benügiger. 1, 126a; so ich am selben nit benügig bin. 2, vorrede; aber dasz wir euch mehrers verstand machen, so verstanden etliche exempel, dardurch wir euch benügig machen wöllen, und dis ens spirituale beschlieszen. Paracelsus 1, 19b. die praepositionen sind an und mit, wie bei benügen. vgl. begnügig sp. 1303.
benügt, contentus, s. DWB benügen 3. | |