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[I]

Vorwort


    Über mehr als vier Jahrzehnte, über lange Zwischenräume hinweg, in denen die Arbeit vollständig ruhte, hat die Veröffentlichung dieses Bandes sich hingezogen. ALFRED GÖTZE, den die Berliner Akademie mit seiner Bearbeitung betraute, veröffentlichte in den Jahren 1911-1915 in rascher Folge die ersten vier Lieferungen. Nach dem ersten Weltkriege gelang ihm nur noch der Abschluß der 5. Lieferung weigern - weile (1922) und der 6. Lieferung weile - weinlese (1925). Im Jahre 1932 schied er unter der Last beruflicher Verpflichtungen als Mitarbeiter aus. Die Berliner Arbeitsstelle, die seinen Anteil übernahm, konnte bis zu ihrer Stillegung im zweiten Weltkriege drei weitere Lieferungen fertigstellen. Nach mehr als zehnjähriger Pause gelang dann im neugegründeten Berliner Arbeitskreis der Abschluß des Bandes.
    Mehr als die Hälfte des Ganzen gehört ALFRED GÖTZE (Sp. 1-977). Die Anteile der übrigen Mitarbeiter lassen sich nur stichwortartig andeuten: W. BRAUNS (weinrebe ff.), H. KUNISCH (weinstock - weise - weisheit -weisung), W. MATZ (weisz), H. STEINGER (weit - weiz - weizen), S. BEYSCHLAG (welch - welf - welgern), R. BRILL (welk), A. KORN (welle - wellenzug), J. ERBEN (welt - weltmonopol, wenden - wendunmut), I. KÜHNHOLD (2Wende, weltoffen - weltzyklus). Die Überarbeitungen einzelner Wortreihen, die vor und während des Krieges, vor allem infolge der längeren Abwesenheit mehrerer Mitarbeiter, notwendig wurden, führten oft zu Neubearbeitungen. Sie lagen in den Händen von B. BECKMANN, P. DIEPERS, A.-E. GRUBE und H. KUNISCH. Den Schlußteil (welt ff.) betreute J. ERBEN. W. WISSMANN überprüfte, ergänzte und berichtigte die etymologischen Köpfe. H. MARZELL überwachte die Beiträge zu den Pflanzennamen.
    Die reichhaltigen Sammlungen der früheren Göttinger Zentrale bilden das Fundament dieses Bandes, vermehrt vor allem um die Beiträge, die W. SCHALLER, St. Louis, über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren in selbstloser Treue beigesteuert hat.


Berlin, im Dezember 1955.

THEODOR FRINGS
als Direktor des Institutes für Deutsche Sprache und Literatur
bei der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin

BERNHARD BECKMANN
als Leiter der Arbeitsstelle des Deutschen Wörterbuches zu Berlin