unrætec, adj.ræteclîche, adv.rætlich, adj. adv.unrâtlîch, adj.unrætlîch, adj.rætelnisse, stf.rætersche, stswf.rætsche, stswf. stn.rætsche, swv.rætsal, stn.rætsele, stn.gerâte, swv. stv.berâte, stv.unberâten, part. adj.berâtenlîche, adv.entrâte, stv.errâte, stv.gerâte, stv.wolgerâten, adj. part.gerâte, swv.misserâte, stv.unrâte, stv.verrâte, stv.verrâtgenôʒverrâtære, stm.verrætære, stm.landesverrâtære, stm.verrâtærinne(in), stswf.verrætærinne(in), stswf.verrâtlîch, adj.verrâtnisse, stf. stn.verrætnisse, stf. stn.widerrâte, stv.RÂTE, swm. stm.mâgerâte, swm. stm.mâgerâten, swm. stm.RÄTICH, stm.RÆTICH, stm.rätichsâmerätichsoucmerrätich, stm.RATTE, swf. swm.rattenvalleratze, swf. swm.RATZE, swv.RÂVE, swm.gerâve, swm.grâveRAVÎT, stm.RÂWERÂZ, stm. stn.RAZALIC, nom. propr.RÆZE, adj.mortræʒe, adj.ruomræʒe, adj.snabelræʒe, adj.sturmræʒe, adj.tumpræʒe, adj.wortræʒe, adj.ræʒe, stf.ræʒe, swv.RAZZE, swv.RE-RÊRÊ, stm. stn.RÊWES, stm. stn.rêdultrêleiterêrouprêrouberrêstatrêveigerêwuntrêwe, swv.REBE, swf. swm.balsamrebe, swf.gunderebe, swf.herzerebe, swf.hirnrebe, swf.hirnribe, swf.kürbiʒrebe, swf.leitrebe, swf.ougenrebe, swf.schuʒrebe, swf.wînrebe, swf. swm. st.rebemânôtrebeseilrebesnuorrebestichelrebenblatREBE, swv.REBENDALREVENTALREBENTERREWENTERREVENTERRAFETERREBENZERECH, swm.REH, swm. | Lexer unrætec adj. nicht zum rathe geschickt, untüchtig. die untugent machit eme ouch sînen mud unlustig und unflêtig, daʒ her danne nicht nutzlichis tud und wordit gar unrêtig rittersp. 815. Lexer ræteclîche adv. verständig. wol unde rætichleich oder rehtichleich füeret er daʒ reich gesta Roman. 48 ( das auffallende oder legt fast die vermuthung nahe, dass hier eine randnotiz des abschreibers beim drucke in den text gerathen sei, vgl. das vorwort; darnach wäre vielleicht die existenz unsers wortes noch gar nicht gesichert ).
Lexer NLexer FindeB rætlich adj. u. adv. was anzurathen ist, räthlich. bindet ûf die helme, daʒ ist rætlîch getân Nib. Z. 245,4 4 . Lexer unrâtlîch , unrætlîch adj. 1. keinen rât besitzend. unrâtlîchiu armuot grôʒe hôchvart selten tuot Barl. 306,34. 2. nicht zu rathe haltend, verschwenderisch. unrêtlich vel sumptuosus, ultra modum largus, bei Haltaus 2,1950. Lexer rætelnisse stf. räthsel. problema retelnisse sumerl. 12,41. enigma das. 6,52. rætersche stswf. räthsel. ræterschen ûʒgeben, aufgeben, Mart. 270. vergl. Scherz 2,1296. in einer rætersch das. 2,1267. in einer ræterschin das. 2,1268. vgl. das. 2,1283. Frisch 2, 90. a. Schmeller 3,150. ein räters leseb. 1062,2. das wort ist wohl corrumpiert aus
Lexer FindeB rætsche stswf. räthsel. ahd. râtissa, râtisca Graff 2,467 fg. in den fundgr. 1,387. a wird angegeben, das wort sei stn. enigma rætische Diut. 3, 218. wand er ime sagete ein rêtisce mit vorhten und mit bedecten worten Lampr. Alex. M 1 . 1058. vgl. fundgr. a. a. o. — Ben. citiert noch rætsche Ruod. chron. , ohne genauere angabe.
Lexer rætsche swv. vgl. narrensch. 39, 16 u. die anm. — hieher?
Lexer FindeB rætsal stn. ( ahd. râtisal , welche form jedoch nicht sicher nachgewiesen ist. vgl. Graff 2,469 ). mhd. findet sich mhd. rætsal bei Rote im grundr. s. 301. vgl. Gr. 2,107.
rætsele stn. mathesis. so gl. Bern. 223. a, vgl. fundgr. 1,387. a. ist das schluss- e organisch, so würde dadurch Graff's annahme einer ahd. form râtisli ( d. i. râtisali) sprachsch. 2,469 bestätigt werden.
Lexer FindeB gerâte swv. doch auch stv. da in allen formen ausser denen des praeter. die starke und schwache form zusammenfallen, so führe ich alle beispiele der der starken und schwachen form gemeinsamen bedeutung hier auf. die übrigen bedeutungen des starken verbum werden unten besonders abgehandelt. die hier in betracht kommende bedeutung ist: rât haben, entbehren können, entrathen, einer sache über sein, mit gen. d. sache. ich kan iuwer niht gerâten Iw. 225. ob ich des niht gerâten kan, ichn müeʒe das. 78. nû wart dâ niht gerâtet eines phelles tiure Tit. 8,115. vgl. das. 6, 75. 40,194. Crist... sô maneger nœte durch unser nôt gerâten niht enwolde das. 38,63. daʒ si dâmite ungerne behaftet sint und sîn gar niht gerâten mügen myst. 324,8. maniger hande hôchvart, der ir wol gerietet Berth. im leseb. 668,18. der sol dem kleger sein gelt guot machen in dem dinchaus, ob er sein nicht gerâten wil münch. stdtr. 289 ( s. 111). veterliches und müterliches erbes geraten, bei Scherz 1,527. mehr beispiele vergl. Schmeller 3,152. | |