Zeitphasen Wortwandel Bedeutung, Beispiele
v. 13. Jh. Zusammensetzung:
  1. hag = Landgut, Feld, Flur: abgeleitet von haga = gehegtes Feld, Garten, Vorwerk
  2. hagtesse, ahd.: zussa => tesu, teosu: Verderben; tesvian: in Nachteil setzen, schädigen, verderben
  3. => häg tesse => hähtesse
Personen, die durch übernatürliche Weise den Besitz der Personen schädigt, die in ihrem Bereich wohnen
13.-14. Jh. hegezissen, niederländisch: hag-hetisse (Zauberin) benutzt in Redewendungen:
z.B.: "Es blitzet mir im Herzen nicht anders, als ob tausend Hexen Wetter darinnen gemacht hätten!"
"In der Jugend eine Hure, im Alter eine Hexe."
(Hexen weinen nicht.")
(übersetzt von Grimm)
Ende 15. Jh. hekkäs (in Ulm) Scheltwort für eine alte, wiederliche Frau, weil man sich die Hexe verschrumpft und triefägig vorstellte
Ulm: altes, geiziges, schmutziges Weib
Auch als Mitleidsfunktion: "Arme Hexe!"
Halbes Kosewort für ein "junges, sch&oml;nes Weib"
18. Jh. "Hexe" Redewendungen:
"Ich kann doch nicht hexen!" (im Geise der Aufklärung)
"Das Meß ist so stump, dor kannst mit´n bloten Ars op n'an Blocksbarg rieden."
"Op sein Meß kann en Hex ahn Üerbüx up n'an Blocksberg rieden."
(Schleswig-Holstein)
heute Hexe weiblich
meist als Schimpfwort: "blöde Hexe!"
selten als Kosewort: "klein Hexe"
männlich
meistens positiv, wenn jmd. etw. ungewöhnliches vollbracht hat,
kaum im Sprachgebrauch
"wie verhext": positiv und negativ
Verwengung im Kindermärchen, z.B. in "Hänsel und Gretel" und in Kindergeschichten, z.B. in "Bibi Blocksberg"