Multimediale Lehr- und Lernprogramme zur Einführung in die historische Sprachwissenschaft (Projekt Kap.1515, 1999-2000)

– Abschlußbericht –

In diesem Projekt entwickelten Lehrende und Studierende der Fächer Germanistik und Informatik sowie Lehrer und Lehrerinnen im Schuldienst mit ihren Schülerinnen und Schülern verschiedene Materialien, um die obligatorischen Einführungsseminare im Grundstudium der Älteren deutschen Philologie (Proseminare I-II) um einige multimediale Komponenten zu bereichern; zugleich wurden mit den beteiligten Schulklassen thematische Unterrichtsreihen entwickelt. Bezogen auf das PS I (Einführung in die historische Sprachwissenschaft) erleichtern und vertiefen die Visualisierungen das Verständnis einerseits von Lautverschiebungsprozessen, der historischen Grundlagen und der Ausbreitung moderner Dialekte, andererseits der physiologischen Grundlagen der Artikulation. Für das PS II (Analyse zentraler Texte des hohen und späten Mittelalters) lagen die Schwerpunkte beim Einüben texterschließender Techniken mit Hilfe von historischen Wörterbüchern und Grammatiken sowie der Veranschaulichung komplexer Bedeutungsentwicklungen in Wortfeldern. Die gebotenen Materialien und Schemata erleichtern und vertiefen das Verständnis des Bedeutungs- und Bezeichnungswandels, so wie es für adäquate Übersetzungen und das richtige Verständnis älterer Texte bei Schülern und Studierenden, deren Wissensstand in bezug auf den Lehrgegenstand von PS I und PS II nicht wesentlich unterschiedlich ist, unverzichtbar ist.

Im folgenden sollen zunächst die einzelnen im Rahmen des Projekts entwickelten Komponenten vorgestellt werden, um anschließend auf die Evaluierung sowie die allgemeinen Erfahrungen für Lehrende und Lernende bei der Projektarbeit einzugehen.

Die deutsche Dialektlandschaft: Die Entstehung und Verbreitung der heutigen Dialekte wird durch vier animierte und kommentierte Kartensequenzen erklärt. Zunächst wird die mundartliche Großgliederung des deutschen Sprachgebiets gezeigt (Sequenz I) und erläutert, daß diese Gliederung im wesentlichen auf den Ergebnissen der ‚Zweiten (hochdeutschen) Lautverschiebung‘ beruht (Sequenz II). Tonaufnahmen der sog. "Wenkersätze" in unterschiedlichen Dialekten, die vor allem vom Institut für deutsche Sprache in Mannheim bezogen werden konnten, illustrieren die in den ersten Sequenzen vermittelten Einteilungskriterien und sorgen für das nachhaltige Einprägen der Dialektunterschiede (Sequenzen III und IV).

Die technische Umsetzung der Animationen erfolgte mit Hilfe der Software-Pakete CorelDraw 8.0 und Macromedia-Director. Alle Karten werden von Nord nach Süd, von West nach Ost aufgebaut, Isoglossen nach und nach eingeblendet, die im gesprochenen Begleittext jeweils kommentierten Dialektgebiete verschiedenfarbig unterlegt. Dieses Vorgehen dient nicht nur dem schrittweisen Verständnis der erläuterten Sachverhalte, sondern unterstreicht zugleich die Prozeßhaftigkeit von Lautveränderungen.

In Zusammenarbeit mit auswärtigen Wissenschaftlern wurden darüber hinaus Konzepte erarbeitet, die einer Vervollständigung und Ausweitung der in den bisher fertiggestellten Sequenzen dargelegten Sachverhalte dienen können. Mit Hilfe einer von Prof. Dr. Konrad Kunze (Freiburg i.Br.) entworfenen Namendatenbank könnte z.B. eindringlich gezeigt werden, daß Isoglossen, die sich durch die ‚Zweite Lautverschiebung‘ ergeben haben, und die Studierende gewöhnlich nur mit den wenigen in Grammatiken aufgeführten Kennwörtern verbinden, nicht nur eine ‚Erfindung‘ der Sprachgeschichte sind: Viele aufgrund lautlicher Besonderheiten angesetzte Isoglossen korrelieren mit der Verteilung bestimmter Familiennamen, z.B. entspricht die Verteilung der Namen Schröder (in Norddeutschland) und Schneider (in Süddeutschland) ziemlich genau dem Verlauf der Benrather Linie, die hoch- und niederdeutsches Sprachgebiet voneinander trennt. Der Rekurs auf die Namen dürfte auch das Interesse der Lernenden steigern, denn erfahrungsgemäß fühlen sich Studierende von der Namenkunde weit eher angesprochen als von der abstrakten Lautlehre. Zugleich kann die Verteilung bestimmter Namen die Aufmerksamkeit der Studierenden darauf lenken, daß Mundarten nicht allein durch lautliche Eigenheiten voneinander geschieden sind, sondern auch durch v.a. lexikalische sowie – in geringerem Maße – morphologische, syntaktische oder wortbildungsmäßige Eigenheiten gekennzeichnet sind; dieser Aspekt der Dialektgeographie konnte in den Sequenzen III und IV zwar angedeutet, aber nicht eigentlich thematisiert werden. Die Ergänzung dieser Komponente um ‚Namenkarten‘ soll im Rahmen eines Projektseminars im SS 2001 (Burch/Fournier/Rapp) verwirklicht werden. 

Dialektgeographie und Topographie: Nachdem es gelungen war, Vektordaten des westmitteldeutschen Raums zu einem möglichst günstigen Preis vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie zu besorgen, konnte ein erstes Konzept für einen 3-D-Flug durch die Rheinische Dialektlandschaft erarbeitet werden. Gerade in diesem Raum – der den Trierer Studierenden mindestens von ihrer Universität her bekannt ist – zeigt sich sehr deutlich, wie die Ausbreitung lautlicher Veränderungen durch die Topographie mitbedingt wird.

Ein vorberechneter Flug – er folgt in etwa einer Linie von Straßburg über Speyer, Neustadt, Saarbrücken, Trier, Koblenz und Köln nach Venlo – führt vom Oberdeutschen zum Niederdeutschen. Auf diesem Flug werden z.B. die Selz-Lauter-, die Hunsrück- und die Eifelschranke überquert, die unterschiedliche westmitteldeutsche Dialekte voneinander abgrenzen. Zu wünschen ist der Einbau interaktiver Komponenten z.B. derart, daß in jedem Dialektgebiet verschiedene Landepunkte angesteuert werden können, um Tonbeispiele und Informationen zur regionalen Mundart abzufragen. Besonders attraktiv erscheint eine Ausweitung des Systems, die es den Benutzern erlaubte, ihre eigenen Flugrouten durch die Dialektlandschaft zu wählen.

Die technische Umsetzung dieses anspruchsvollen Konzepts erforderte eine enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Programmierern. Hierfür konnten Mitarbeiter des Saarbrücker Max-Planck-Instituts für Informatik gewonnen werden, die das oben angedeutete Konzept im Rahmen der Entwicklung eines Geo-Informations-Systems (WS 2000/2001) realisiert haben. Ferner wurden Kontakte zum Deutschen Sprachatlas (Prof. J.E. Schmidt, Marburg) geknüpft. Bei einem Arbeitsgespräch im März 2001 soll ausgelotet werden, wie eine intensivere Zusammenarbeit aussehen kann, und ein Konzept zur Didaktisierung der Sprachatlanten diskutiert werden.

Historische Dialektologie: Über die "Textmaterialien"-Seite der Projekt-Homepage sind ausgewählte, kommentierte und z.T. übersetzte Abschnitte mittelalterlicher Texte zugänglich, die auf den Sprechvorgang und auf unterschiedliche Dialekte Bezug nehmen. Die beigegebene Kommentierung macht zugleich deutlich, daß es im Mittelalter zwar ein deutlich ausgeprägtes Bewußtsein für das Vorhandensein unterschiedlicher Mundarten gab, das auch zu literarischem Spiel genutzt wurde, die Äußerungen aber weit entfernt sind von einer theoretisch fundierten, wissenschaftlichen Beschäftigung mit verschiedenen Sprechsprachen und daher allenfalls als ‚praktizierte Dialektologie‘ betrachtet werden dürfen. 

Interaktive Übungsaufgaben zur deutschen Dialektlandschaft: Diese Komponente knüpft an die im ersten Jahr erarbeiteten Materialien zur Entstehung und Verbreitung der heutigen deutschen Dialekte an. Interaktive Übungssequenzen ermöglichen, anhand ausgewählter Ausschnitte mittelalterlicher Texte die theoretischen Kenntnisse über die Auswirkungen der ‚Zweiten Lautverschiebung‘ auf die deutschen Dialektgebiete praktisch anzuwenden. Dazu stehen den Studierenden zehn unterschiedlich schwierige Textausschnitte aus verschiedenen Dialektlandschaften zur Verfügung. Diese können schrittweise mittels eines standardisierten Analyseverfahrens auf die Durchführung der ‚Zweiten Lautverschiebung‘ hin untersucht und einer der deutschen Dialektlandschaften zugeordnet werden. Mittels eines Auswertungsprogramms, das die eingegebene Lösung mit der hinterlegten Standardlösung vergleicht, erhalten die Studierenden eine differenzierte Rückmeldung über ihren Kenntnisstand. Die Texte wurden zudem didaktisch aufbereitet: Neben bibliographischen Informationen stehen den Studierenden grundlegende Hinweise zu jeweils typischen Dialektmerkmalen, die über die Kriterien zur Bestimmung der Durchführung der ‚Zweiten Lautverschiebung‘ hinausgehen, zur Verfügung, vor allem zur im PS I stets thematisierten frühneuhochdeutschen Monophthongierung und Diphthongierung, damit die Vernetzung verschiedener ‚Regeln‘ zusätzlich eingeübt werden kann. Darüber hinaus wurde für diese Übungseinheit ein "Rahmen" erarbeitet, innerhalb dessen der Benutzer als Hilfestellung wichtige Merksätze effizient abzurufen und auf Karten zur Dialektgeographie zuzugreifen vermag.

Grundlagen der Artikulation: Für die Veranschaulichung physiologischer Grundlagen der Artikulation erwies sich die Zusammenarbeit mit der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie des Universitätsklinikums der RWTH Aachen als erfreulich fruchtbar. Nachdem ein erstes Treffen in Aachen der Projektgruppe zeigte, wie Assimilationsvorgänge durch Sonogramme dargestellt werden können, wurde in Trier ein Drehbuch entworfen, das bestimmte, auf Assimilation beruhende Erscheinungen des Vokalismus erklärt. Ausgehend von einigen Zungenbrechern, die ja auf größtmöglich starken, gegenläufigen Bewegungen und entfernten Artikulationsstellungen und Artikulationsbewegungen beruhen, wurden der für das Deutsche charakteristische i-Umlaut und die sog. Vokalharmonie erklärt.

Videoaufnahmen aus Trier wurden mit bereits vorhandenem Material aus Aachen zusammengestellt, das so entstandene Probeband nach Aachen verschickt und ein neuer Termin zu Dreharbeiten am Klinikum vereinbart. Dort ging es im wesentlichen darum, Lippen- und Zungenbewegungen synchron zu filmen: Während die Zungenbewegungen mit Hilfe einer Ultraschallkamera sonographisch aufgezeichnet wurden, wurden die ihnen entsprechenden Lippenbewegungen mit einer Videokamera gefilmt. Die so entstandenen Aufnahmen wurden mit Unterstützung der modernen Schnittplätze der Universitätsvideoanlage in ein internetfähiges Format überführt und in eine kommentierte Hypermedia-Umgebung eingebunden.

Kommentierte Textmaterialien: Im Rahmen des Projekts wurde ein Ausschnitt aus der ‚Vita der Yolanda von Vianden‘ des Trierer Dominikaners Hermann von Veldenz exemplarisch kommentiert und mit elektronischen Nachschlagewerken erschlossen und vernetzt. Dieser Text war aus verschiedenen Gründen besonders geeignet: Gemäß den didaktischen Prinzipien sollte die Verknüpfung eines Textes mit erläuternden Ton-, Karten- und Abbildungsmaterialien bei einem literarischen Text mit konkretem realhistorischen Bezug besonders gut gelingen. Bei der Yolanda-Vita handelt es sich um die Kindheitsbeschreibung einer Viandener Grafentochter, die entgegen dem Willen ihrer politisch hochbedeutenden Familie eine vorteilhafte Heirat ausschlägt und statt dessen in ein Dominikanerinnenkloster eintritt. Die Vita schildert den Familienzwist und das Alltagsleben auf sehr anschauliche Weise und bietet so viele Möglichkeiten, Erläuterungen zur Sachkultur des Mittelalters (im weiteren Sinne) anzubringen. Darüber hinaus bietet sich der Text aufgrund seiner regionalhistorischen und regionalsprachlichen Verankerung gerade im Trierer Raum an. Nicht zuletzt gab es in Trier zur Yolanda bereits umfangreiche Vorarbeiten, die in die Hypermedia-Aufbereitung eingebracht werden konnten.

Ursprünglich wurde diese Komponente als Unterrichtseinheit für den Deutschunterricht in einer Mittelstufenklasse an der luxemburgischen Ecole Privée Fieldgen gemeinsam mit Frau Ursula Leuk konzipiert und entwickelt und dort auch im Herbst 1999 eingesetzt. Sie wurde anschließend jedoch so weit ausgebaut, daß sie als Einführung in die exemplarische Textarbeit, so wie sie im Grundstudium eingeübt wird, auch in der akademischen Lehre einsetzbar ist.

Der Text ist erschlossen durch Kommentare und Illustrationen zur Sprache, zur Grammatik und Lexik, zum Versbau, zur literarischen Technik und zum historischen Hintergrund. Alle Erläuterungen sind aufeinander bezogen und untereinander verknüpft; der Textausschnitt wurde ferner mit elektronischen Nachschlagewerken vernetzt (z.B. dem elektronischen Verbund mittelhochdeutscher Wörterbücher). Die Umfeldmaterialien sollten in der Verwendung der einzelnen ‚Medien‘ ausgewogen sein, das heißt sie sollten mehr sein als nur eine unkommentierte Bilderflut und immer strikt inhaltsbezogen eingebunden werden.

Bedeutungs- und Bezeichnungswandel: In enger Kooperation mit Dr. Hermann-Josef Müller vom Gymnasium Konz entstand ein Konzept, Schüler und Schülerinnen der Oberstufe in einem Deutsch-Leistungskurs im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema Bedeutungs- und Bezeichnungswandel in die Erarbeitung neuer Bausteine zu diesem Bereich einzubeziehen. Entsprechend der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler wurden Wörter aus dem Wortfeld Mann – Frau zur Bearbeitung ausgesucht. Die Aufgabenstellung bestand darin, zu den Wörtern mit Hilfe von Wörterbuchartikeln diverse Schautafeln, Wortlisten oder computergestützte Präsentationen zu entwickeln, in denen der Bedeutungs- und Bezeichnungswandel des jeweiligen Begriffs nach zuvor erarbeiteten, verschiedenen Parametern geordnet und veranschaulicht werden sollte. So entstand beispielsweise aus der kreativen Verarbeitung des entsprechenden 17 Spalten umfassenden Artikels im Grimmschen Wörterbuch eine dynamische Powerpoint-Präsentation zum Wort ‚Knecht‘, in der schrittweise Informationen zusammengeführt werden. In einer Tabelle wird mittels der x-Achse die zeitliche Komponente repräsentiert, während auf der y-Achse die Kategorie "sozialer Stand" dargestellt wird. Anhand verschiedenfarbiger und sich je nach Häufigkeit des Gebrauchs verjüngender Fähnchen werden so differenziert Bedeutungspositionen markiert. Die Abbildung eines Landsknechts und Literaturangaben runden die Präsentation ab.

Die Ergebnisse der Unterrichtsreihe wurden auf den Seiten der Projekt-Homepage zusammengeführt, veröffentlicht und stehen als Anschauungsmaterial zur Verfügung. Aus den Erfahrungen mit dem Leistungskurs entwickelte sich ein modifizierter Unterrichtsentwurf zum Thema Bedeutungs- und Bezeichnungswandel, der insbesondere auf die Einführung und Benutzung von historischen Wörterbüchern bereits in der Oberstufe abzielt und durch die Veröffentlichung in einer didaktischen Zeitschrift einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Dieses Unterrichtsmodell ist übertragbar auf die Situation in den Einführungsseminaren. Die Erfahrungen im Schulprojekt zeigten den Lehrenden zudem deutlich, wie wichtig die – im Rahmen der Einführungsseminare aus Zeitgründen häufig zu kurz kommende – Ausbildung von Lernenden an den klassischen Nachschlagewerken des Faches ist.

Multimedia in der Lehre: Die Materialien werden regelmäßig zu Beginn des Semesters in einer allgemeinen Veranstaltung bzw. bei Bedarf auch in den einzelnen Seminaren vorgestellt. Sie werden ferner in den Tutorien zum PS I eingesetzt sowie zum Selbststudium für die Klausur- und Prüfungsvorbereitung empfohlen.

Evaluation außerhalb der Trierer Universität: Das Projekt hat sich beworben für den internationalen Mediendidaktischen Hochschulpreis (MeDiDa-Prix) 2000 der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW). Es erreichte die Hauptrunde, d.h. daß es gemäß dem Verfahren in drei Evaluationsrunden des wissenschaftlichen Beirats positiv im Sinne der ausgeschriebenen Kriterien bewertet wurde. Berücksichtigt wurden neben der fachlichen Bewertung vor allem folgende mediendidaktischen Punkte: Der durch den Medieneinsatz erreichte didaktische Mehrwert mußte deutlich werden; die Medienlösung sollte alltagstauglich sein, um eine breite Anwendung zu fördern; die curricularen Produkte sollten leicht übertragbar sein; die Qualität des Projekts sollte durch Evaluation nachgewiesen werden; die Innovation sollte durch begleitende Maßnahmen nachhaltig gesichert werden. Das Trierer Projekt beschäftigte sich als einziges mit sprachwissenschaftlichen Fragestellungen, die Schwerpunkte der übrigen Projekte lagen in den Bereichen Pädagogik, Ingenieurwissenschaften, Informatik und Medizin.

Allgemeine Erfahrungen und Ausblick: Ein wichtiger Aspekt des Trierer Projektes ist, den Dialog zwischen Schule und Hochschule zu intensivieren und so der Forderung nach dem Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse und Methoden an die Schule sowie didaktischer Praxis an die Universität zu entsprechen. Dabei werden die Möglichkeiten der neuen Medien konsequent genutzt, um wissenschaftliche Ressourcen ökonomisch einzusetzen und weiterzuvermitteln. Der konkrete Austausch war für alle Beteiligten anregend; den Lehrenden brachte er neue Impulse für die tägliche Arbeit, den Studierenden weitere Erfahrungen im Hinblick auf ihr Studienziel.

Die erarbeiteten Materialien sind mittlerweile fest im Curriculum des Faches verankert, so daß für die Trierer Studierenden neue Lernmöglichkeiten mit dieser Lernumgebung geschaffen wurden. Die Ergänzung des Lehrangebots führt daher auch zu einer Entlastung der Proseminare selbst und kann damit zur Verbesserung der Lehre beitragen.

Der weitere Ausbau und damit die Nachhaltigkeit des Erarbeiteten wird durch verschiedene Maßnahmen gewährleistet: Zum einen wurde das Projekt in die Kernprojekte des Kompetenzzentrums für elektronische Publikations- und Erschließungsverfahren in den Geisteswissenschaften übernommen und auf dessen Server vorgehalten und weiter gepflegt. Im Rahmen von Projektseminaren und weiteren Kooperationen, evtl. verbunden mit weiteren Drittmittelanträgen,  sollen neue Komponenten entwickelt werden. Durch die Verknüpfung mit weiteren Projekten sowohl an der Universität Trier (z.B. elektronischer Verbund mittelhochdeutscher Wörterbücher) als auch außerhalb (z.B. Sprachatlas) kommt es zu den immer wieder nachdrücklich geforderten Synergien.

Zum Schluß sei noch darauf hingewiesen, daß dieses Projekt der Weiterbildung und (Berufs-)Qualifizierung aller Beteiligten diente. Zwei der kurz zuvor examinierten Mitantragsteller arbeiten mittlerweile in Verlagen, wobei die eigenverantwortliche Arbeit im Projekt bei den Bewerbungen als großer Pluspunkt verbucht werden konnte. Das Projekt diente also nicht nur der Verbesserung der Lehre, sondern war auch Nachwuchsförderung im besten Sinne.

Die Realisierung der verschiedenen Projekte erfolgte in enger Zusammenarbeit mit:

V eröffentlichungen und Vorträge: