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ai II, aia, aiachen āi, āĭā:, āĭjā:, āĭā:χən, āĭjā:χən Allg.; ęijāĭχən Siegld; ājaχə Hunsr; ajęiχən Koch: ęiχən Eif: 1. in der Kinderspr.: A. machen oder gewen liebkosen, die Backen streicheln. Dat Äi Kuss (Kinderspr.) Ottw. – 2. böses Schmeicheln und Kriechen Mosfrk. Wat den Aijacher machen kann. De welt sich och en Aiaiche verdiene. – 3. en Aiaiche empfindlicher, kindischer Mensch Saarbr. Bd. 1, Sp. 86 aichen, ajen āĭχen MülhRh-Overath, āijələ Kobl-Lützel; ājən Klevld; ęjə Geld; »ichchen« uWupp schw.: einen a., streicheln, liebkosen, von Kindern. — aizen āitsən Bitb, Prüm, MülhRh schw.: einen a., dass. — Aizchen n.: Liebkosung Bitb-Geichl. |
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aije Merz-Haustdt Interj.: der Schadenfreude, beim Rübchenschaben. Aije, gett, gett! |
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ajasses ajasəs ˘´˘, ajøsəs Rip, Nfrk; auch ajās Mörs-Xanten Interj.: des Entsetzens, Ekels. A., nę, sū jęt! |
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Ajau: in der Wend.: ajou špelən Versteck spielen (heute veralt., dafür akrē). Der dem Sucher zunächst Verborgene ruft, wenn alle sich versteckt haben ajau! worauf der Sucher sucht; hat er einen gefunden, so sucht er möglichst schnell auf den vorher als Ajau bestimmten Platz zu kommen, schlägt dort mit der Hand an und ruft ajau! usf. Monsch. |
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äjen ęjə(n) Mosfrk Interj.: verstärkter Ausdruck der Zustimmung = ja gewiss, recht so. Äjen nau dann nun also. |
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ajuja ajūjā ˘´` Rip verbr.: im Fastnachtslied. Treck em en par (3 ×) mem Reme! a., a., ajetz gets los, ajetz gets wider juja, ajetz gets los Dür. |
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ak āk Bitb-Dudeld: Nachahmung des Rabengekrächzes; Lockruf für einen zahmen R. |
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ake ākə: im Auszählreim: Enneke, denneke, zickemanni; fickele faekele, domini; ake, bake, boune, krake; erke, berke, boune, buff Heinsb-Erpen. Aken, baken, Buanestaken, piff paff af; ongen kömmt de Paff, ongen kömmt de Mus, du bös us Elbf. Aken, b., Notekraken, elle, welle, wecken trin, truff, traff, keiser af, ek oder dou bös einmol afgeschaff Mörs-Binsh u. sonst verbr. mit Var. |
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Akelei akəle·i. `˘´ Nfrk; gakəle·i. Altk-Hellerth, Siegld; gakələgeijə Gossfelden; kle·i.ə Heinsb-Bocket, MGladb-Gerkerath; kakəle·i. Kemp-SPeter, Mörs-Wallach, Mettm Haan; hakəle·i. Geld-Straelen; klokle·i. Kemp f.: Glockenblume, aquileja vulgaris; Frauenhandschuh, Gotteshut. Beim Pflücken der A. singen die Kinder: Akeleie, selwer Scheie, ers kommen de Fraue met de bonte Maue; dann kommen die Here met de bonte Klere; Bd. 1, Sp. 87 dann kömmp den Ackersmann met sin Perdje achteran Mörs-Pelden. Auch beim Spiel dient der Spruch, die Kinder fassen sich in Paaren mit verschränkten Armen, bewegen sich, die Hände dabei hin und her ziehend, und singen: Akeleie, selwere Scheie, golde Messer, selwere Tässe (Tresse, Kessel, Kätzjer), hoch in de Locht, lej (diep) in de Bahn, kik de A. ens an (dor kommt A. ower an), beim letzten Vers drehen sich die Kinder, ohne die Hände zu lösen Klevld. – Gegen Unfruchtbarkeit früher verwandt, indem man das Kraut oder die Blüte ins Bettstroh legte NBerg.
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Äker NBergh ī:kər (n. u. m.); SNfrk ī·e.-; Dür-Gymnich, Kemp-Süchteln, Mörs-Neuk ē:-; Erk-Rath ī·ə.kəl (n. u. m.) m.: kupferner Eimer und Wasserkessel, 15–20 l fassend, oben und unten gleich weit [zinnernes oder hölzernes Henkelgefäss, bes. in Ziehbrunnen Bergh-Hüchelh]; in den Brauereien gebraucht; Bäcker und Bauer benutzten ihn früher für Mehl MGladb-Viersen. Auch ene ī·ə.kələ Keətəl Erk-Rath. RA.: Deə hät sich och wer ene Iəker dren gesott viel gegessen Kemp-Dülken. Veralt. |
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akes, äkes, äks ākəs Rip, Trier; ę- Mos; ęks u. ękš Nahe, Saar Interj.: zum Ausdruck 1. des Ekels, Abscheus, wie bakes. Äks, böu, wei stenkt den! – 2. des Hohnes = ätsch; der Schadenfreude. Äks schawe Ribche Kreuzn, Saar, Ottw. Äks, äks usgelacht, klener, kl. Fenger lacht Saarbr-Auersmacher, Feching. Äks, äks, gelt, gelt, gelt Saarbr-Überherrn. Äksch, gelle Ribche Kreuzn. Äksch, äksch Ribche, de Bauer hot e Bibche Kreuzn-Waldböckelh. Äksch babbe Ribche, de Bäcker hot e Bibche, de Miller hot e Mädche, das hascht Gretche Kreuzn-Bretzenh. |
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Aki akī: ˘´ Trier, Kobl, Köln, Aach, Eup (also in den Städten) u. Nfrk allg. Sg. t. m.: 1. Geschicklichkeit, Talent, in bestimmten Wend. A. für (op, an) jet (wat) han. Met A. jet dohn. Dat Mädche hat A. an alles Eup. Wenn se danz, dor hät se sonen A. bei Mörs-Orsoy. En hot A. eine gewisse Gemessenheit des Auftretens Trier. Dat ös jenen A. das gehört sich nicht Kemp-Hüls. – 2. Aussatzstoss beim Billardspiel. |
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Akklamente `˘´˘ Wippf Pl.: in der Wend.: A. mache gestikulieren. |
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akklamieren -ē:rə `˘´˘ Köln schw.: beifällig anerkennen, zustimmen. |
| ai III: |
| ajuja |
| Akel |
| Äker |
| äks, äkes, akes |
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| Aki |
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| Akkord |
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| akre |
| Akt |
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