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Kabänes kabę:nəs `´˘, Pl. -əsə(n) Waldbr, Gummb, Ahrw, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Dür m.: verächtl. etwas Dickes, Grosses, über seine Gattung Hervorragendes, u. zwar 1. von Menschen, Tieren, dick, gross, schwer, durch körperliche Kraft überragend; dat es ävver ene K. (van em Kerl); en ale (gecke) K. Schimpfw. – 2. von Dingen, bes. von dicken Kartoffeln (Früchten), von einem grossen Braten, Schinken, dicken Stocke, Steine, Baume; dat es ene K. (van em Bom udgl.). |
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Kabarei kabārii ˘`´ Geld Sg. t. f.: K. make Unruhe, Umstände, Dummheiten, Aufregung machen; mak mar gänn K.! |
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Kabass das ndl. kabas, frz. cabas u. calebasse, span. cabazo u. calabaza, lat. capacum entsprechende Wort ist LRip u. in der Selfk bezeugt, u. zwar kabas `´ uAhr, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Malm, Monsch, Eup, Aach-Eschw, Kref-Stdt; kal(ə)bas Eup, Aach, Geilk, Heinsb; -sə Heinsb-Erpen; kolbōs Heinsb-Oberbr; klabas Jül-Aldenhv Laurenzbg, Dür, Köln-Kalk Widdersd, MülhRh-Wahn, Bo-Godesbg Walberbg, Ahrw-Remag; Pl. -sə; Demin. -bęsχə f.: 1. altmodische, aus Rohr oder Stroh geflochtene Tragtasche mit Futtertuch u. einem Verschluss u. Handgriff, in Form eines Geldbeutels, als Markttasche dienend; aber auch die aus schwarzem Wachstuch, Plüsch gefertigte Handtasche (Mädchenschultasche Heinsb-Tüddern, Jül-Laurenzbg; klabastər Sieg-Fussh). RA.: De hat de K. e gen Täisch (Tasche) er schwatzt viel Eup-Herbesth. – 2. übertr. a. kalbas Kürbis Bitb-Geichl, Malm-Steffeshsn (-bās); -bęš Malm-Dürler. – b. Trinkgefäss, Kürbisflasche Eup-Stdt. – c. e Kabäss-che mache einen Streich spielen; met einem e K. han Streit Köln-Stdt. |
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Kabatten kabatə `´˘ Duisb; -bętən Mettm-Neviges Hardenbg; -bętsχər Gummb-Berghsn Pl. t.: Gesten, Faxen, Unsinn; K. maken. Kabatz = Maikäfer s. Mai-; Kabätzchen |
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kabau, kabaus, kabauz `´ Schallw.: im Kniereitelied: Rigge (reite), Peiədchen, op on af; mouən (morgen) et et Sonndag usf., kom en alen Ackersmann, hatt sing Peiət (Pferd) wohl an der Hand, kabau, k., k.! Wippf. Hopp, Reiter ze Perd, de Stiebeln geschmert, zehn Kugeln gegossen, kabauz, da lig der Franzos! Verbr.; kabaus! plumps! Elbf, Sol, Rees. |
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1. kabaiχən `´˘, Pl. -χər n. kleine, elende Hütte (s. Kabause) Bitb-Rittersd. – 2. in der Wend.: Su voll wie en Kabau Dür. |
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kabaum kābōm `´ Sol-Burschd: im Abzählr.: Entle, mentle, sickle, sack, iffche, piffche, Knälltabak, k., us! |
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Kabause das Wort reicht im Süd. von Saarbr-Burb, Saarl an im Geb. der Saar, südl. der Mos n. Hochw, Bernk-Longkamp, Zell-Sohren, Goar-NGondershsn bis zur Ürd.-L., rrhn. einschliessl. n. des Westerw bis zur Ruhr (Duisb), u. zwar durchweg Demin kabę·i.sχə(n) Saar, Mosfrk (abseits Birkf sehr selten gebraucht); -bø·y.sχə Rip, SNfrk (im Süd; -skə sonst) [im Rip, SNfrk daneben auch kap-; Grevbr-Kapellen kapø·y.tsχə; MGladb-Mülfort, Grevbr-Wickr, Kref-Fischeln, Kemp-Stdt Süchteln, Geld-Schravelen -bø·y.tskə, pø·y.-; Aden-Hümmel, Schleid-Freiling, Ahrw-Altenahr Hepping, uWupp, Mettm, Mörs-Orsoy (u. -ø·y.-) kapy:sχə, by:skə; Sieg-Ägid Fussh Mond, Rheinb-MüEif Wald, Dür-Stdt Golzh Stockh, uWupp kapø:sχə; Erk-Bellinghv -bø:skə; Geld-Hinsbeck karbø:skə; May-Stdt koubø·y.sχə; Monsch-Witzerath kam- u. kaby:sχə; Schleid-Dahlem kaphy:sχə] `´˘, Pl. -χər, skəs n.; die Form kabo·u.s, po·u.s, -bū:s `´, Pl. -sə(n) f. ist selten angegeben Trier-Stadt, Kobl-Stdt, Monsch, Rheinb-Stdt, Sülzt, Köln, Erk-Stdt, Düss-Stdt, Kemp-Süchteln (-bo·u.ts): 1. kleiner, oft lichtleerer Verschlag hinter der Küche als Vorratskammer für Speisen oder als Rumpelkammer, auch Raum unter der Treppe für Gerümpel [Überbau über der Treppe Rheinb-Wald; Ende der Treppe in alten Häusern Bo-Rösbg; kleines Kämmerchen im obern Geschoss May; kleines Dachgelass Sieg, Düss-Volmersw, Saarbr-Burb; Raum neben Stall u. Scheune Wittl-Meerf; der Raum zwischen dem Tor der Kirche u. der Türe zum Schiff Aden-Hümmel; kleiner Anbau an die Kirche Dür-Stockh; Portal, Nische, Blende Dür-Stadt], ndl. kabuis, engl. the caboose. – |
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Kabauter-mann kaboutərman, mę·n.əkə Bd. 4, Sp. 4 Geld, Klev, Rees m. (n.): Kobold, Erdgeist, Zwerg. |
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Kabbedaster kabədastər `˘´˘ Sg. u. Pl. Köln-Stadt m.: verschiebbarer Aufsatz, bei der Gitarre auf die Saiten gesetzt, um die Stimmung beliebig zu erhöhen, ital. capo d'astro. Kabbel I, Käbbel I = Wortstreit s. kabbeln II; Kabbel II, Käbbel II = Maikäfer s. Käfer. |
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Kabbel III -ab-, meist Pl., -ələ, əlts nach Wk. IV 7 in Geld-Wachtendonk Wemb m.: Schmutzkruste am Hinterviertel des Stallviehs. |
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Kabbele-butz nach Wk. III 2 kabələbuts ´˘˘` Kobl-Kärlich: ein Kind K. drihn huckepack tragen. |
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kabbeln II käbbeln im Rhfrk -ab- vereinzelt in Kreuzn, Wend-Pfeffelb Sien, Saarbr, Simm-Sargenr, Zell-Raversbeuren Rödelhsn Sohren; im Mosfrk -ab- etwa n. einschl. Bitb Wettl Waxbrunn Rittersd Wiersd NWeis, Prüm-Mürlenb (-ōb-), Daun-Salm Lissend, Bernk-Cues, Koch-Stdt Hambuch Bremm, May-Hatzenport, Kobl, im gesamten Westerw, Siegen [-āb- Bitb, SPrüm]; n. dieser L. ist das Wort allg. verbr.; das Rip, SNfrk hat -ab- neben -ęb- im selben Orte; das Berg u. Klevld, Geld, Mörs durchweg nur -ęb-; Eup -ab- [Kreuzn-Allenf, Gummb-Bergneustdt, Kref-Stdt, Neuss-Stdt, Dinsl-Hiesf, Ess-Heising -ęw-; Zell-Rödelhsn, MülhRuhr-Styrum -aw-] schw.: 1. a. absol. u. sich k. u. (sich) mit einem k., zanken im Wortgefecht, disputieren, unter vielen Worten streitend hin- und herreden, Wortwechsel haben, meist um Kleinigkeiten u. Nichtigkeiten u. ohne rechten Ernst; die zwei zänken sich grad net, ävver se k. sich der ganzen Dag; Mann on Frau k. sech at (schon) es (einmal), dat moss mer net su schwer nenn (nehmen); wammer verhirot es, küt och at es et k. für, dat ös net su schlemm, wie dat sech anhürt; die k. sech och öm jede Dreck Rip, Allg.; die han sech an de Erd gekabbelt an der Erde gewälzt beim Streite Ahrw-Sinzig; sich um ungelegte Eier k. um Nichtigkeiten Ess. RA.: Käbbelnd ink ni um Kaises Bart! MülhRuhr. – b. trotzig antworten; dat (Mädchen) kann k. us dem ff. Köln-Flittard, Wippf-Linde. – c. lebhaft sprechen, viel schwatzen, auch babbeln, von Kindern Prüm-Winterschd, Sieg-Felderhoferbrück, Geld, Mörs, Klev, Rees; et (Kind) kann all (schon) k.; käbbel doch nit so völ! – 2. ab-, absol. u. sich k., mit der Arbeit schlecht vorwärts kommen, viel Schwierigkeiten haben, sich mühsam durchschlagen, kränkeln; ich han (mech) lang gekabbelt, bos dat ferdig wor; babbele on k.; wie gebabbelt, su gekabbelt großartiges Geschrei, aber kümmerlicher Erfolg Schleid-Hellenth Bd. 4, Sp. 5 Schöneseifen Sötenich Reifferschd. – Abl.: die Kabbel(er)ei, dat Gekabbel(s), der Kabbeler.ab- kabbeln: einem etwas a., abstreiten Allg. — be -kabbeln: sich b., sich beschmutzen, behammeln beim Gehen Düss-Stdt. — nach -kabbeln: einem nok. ihm zum Spotte u. Ärger alle Worte nachsprechen MülhRh-BGladb. — ver -kabbeln : 1. verkabbelt sen in seiner Arbeit es sehr eilig haben Monsch-Rötgen. – 2. an dem Hus es alles verkabbelt verkommen, die Ärbet es v. mißraten Schleid, MüEif. 1. Zank um kleine Angelegenheit; en dem Hus es luter K.; die zwien han jet K. metenen (miteinander) Rip. – 2. Schwierigkeit; ech han vell K. (domot) gehat Schleid. Käbbel -ęb-, Pl. -əlts Geld, Mörs, Klev, Rees f.: streitsüchtiges, schwatzhaftes Weib. Kabbels-kram -krō:m Schleid, MüEif m.: ungeordnete Verhältnisse, erbärmliche Wirtschaft, armseliger Verkehr. — Kabbels-mann Schleid-Hellenth m.: ein schlechter Schaffer. RA.: Brabbelsmänn, K.männ tüchtige Schreier sind schlechte Schaffer. — Kabbels-maul kębəlmul Mörs n.: schwatzhaftes Weib. — Kabbels-schnute kębəlšnūt ebd. f.: dass. — Kabbels-schuld -šolt Schleid-Schöneseifen Sötenich; -əl- Köln-Ld (o. O.) f.: Plackschulden. — Kabbels-tier kębəldī·ə.r Mettm-Cronenbg n.: schwatzhaftes Weib. — Kabbels-weib kębəltswif Mörs n.: dass. 1. -ab-, ę- das fortdauernde, lästige Kabbeln 1., 2. – 2. -ab- Kleinigkeit, bes. von Geld Monsch-Witzerath. 1. streitsüchtig, mürrisch, eigensinnig Allg. – 2. armselig, stümperhaft Schleid. Käbbelte kębəltə, Pl. -tən Barm, Elbf f.: zanksüchtiges Weib. Käbbels, Käbbens = Maikäfer s. Käfer; Käbber = Dachsparre s. Käffer; Kabberätzchen = Eichhörnchen s. Kauert; Kabbes = Kohl s. Kappes. |
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1. kębəs, Pl. -əsə m. dickleibiger Mensch Jül-Langerw. – 2. e Käbbəs-che mache viel im Spiel gewinnen Grevbr-Spenr . |
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Kabe II, Käbe II kā:f Zell-Stdt Briedel Merl; -ę:- Zell-Enkirch; -ī:- Koch-Carden Moselkern; ki:p Koch-Ediger Ernst Eller Pommern; ka·r.f Zell-Aldengund, Koch-Bremm (-rəp); -o- Koch-Eller; Pl. -wə(n) f.: die Hauptrebe, die direkt aus dem Boden kommt und an den Schaft angebunden wird; gewöhnlich werden 2–4 K.ən aus einer Wurzel gezogen; bes. auch dicke Weinbergsrebe an der Erde, dicke Wurzel des Weinstockes, abgestorbener Schenkel, beim Roden oder Schneiden herausgenommen; de K. moss ofgeschnirre were. Bd. 4, Sp. 6
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Kabei kabę·i. `´, Pl. -ə(n) m.: 1. ene K.ə starker, kräftiger Mensch (Tier), große Frucht; dä's ene K. vane Kerl (Perd); do süste (siehst du) K. van Äppel (Erpel udgl.) Heinsb-Gangelt. – Kabeichel, Kabeichering, Kabeichhörnchen = Eichhörnchen s. Kaweichel. |
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Kabel -ā:b- Sg. u. Pl. (auch -bəlts) nach dem Nhd. in der Sprache verschiedener Berufe n.: 1. a. Haspel mit Vorgelege, mit dem man z. B. beim Schachtabteufen schwere Eisenteile wie Rohre udgl. an tiefer gelegene Stelle bringt, in der Bergmspr. Altk, Siegld. – b. die Winde (nicht das Tau) Eup-Raeren. – 2. elektrisches K., nach dem Nhd. bekannt. Kabel-büchse -bøs Rheinschiff f.: Klüse, durch die die K.kette führt. — Kabel-gat -γat ebd. n.: Aufbewahrungsraum für Seile in der Spitze des Schiffes. — Kabel-halter Altk, Siegld m.: zwei in der Mitte ausgebogene Flacheisen, mit denen ein Kabel 1 a, um das sie zusammengeschraubt sind, hochgehalten wird. — Kabel-kette -kęteŋ ebd.; kā:wəlkęt Mos f.: K., die vom Ankerspill durch eine K.büchse oder Klüse nach der Außenseite des Bugs führt und den Anker am andern Ende des Schaftes hält. — Kabel-schelle Altk, Siegld f.: -halter. |
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Kabel-gau kabəljou `˘´ Allg. Sg. t. m.: 1. großer, frischer Schellfisch. RA.: Auge mache wie ene K. blöd dreinsehen Köln-Stdt. Was haben wir gekocht? Antw.: K. mit Bocks Erdäppel Saarbr. – 2. übertr. Schimpfn. Barm. 1. der von der ärmern Bevölkerung vielfach gekaufte K. des Kabliaus, an dem immer noch ein Teil des Halsstückes ist Allg. – 2. übertr. Schimpfw., schäle K. Elbf, Düss-Stdt, Köln-Stdt (häßliches Weib). kabel-gäuisch -jø·y.əš, jø·y.š Sieg-Ägid, Köln-Stdt, Dür-Stdt, Eup, MGladb, Erk, Grevbr-Hochneuk Adj.: unwohl, übel, durch langes Hungern, unbehaglich; mech wor et arg k.; dat küt enem k. für. |
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kabeln II -ab- Sieg-Seelschd, Monsch-Rollesbr, Dür-Heistern, Eup, Aach-Ld; -āb- Geilk, Heinsb; -ā:v- Aach-Stdt, Jül-Stetternich, Dür-Scherpenseel, Heinsb-Hilfarth Saeffeln; -āw- Ess, Rees schw.: 1. einen Ausgleich oder eine Entscheidung durch irgendein Los treffen, auslosen; um den Vorrang streiten; lot (laßt) us drom k.! Selfk, Eup. – 2. im Spiele, a. beim Klickersp. die Reihenfolge der Mitspieler auslosen, indem jeder nach einem auf der Erde gezogenen Strich, dem An(ə), seinen Kl. wirft; der Spieler beginnt, dessen Kl. dem An am nächsten zu liegen kommt; die übrigen folgen je nach der größeren Entfernung ihrer Kl. vom An Allg. – b. beim Kegel- oder Kartensp. durch ein letztes Sp. entscheiden, wer die ganze Zeche Bd. 4, Sp. 7 zu bezahlen hat; wenn z. B. beim Kegelsp. mehrere Spieler die gleiche Anzahl Holz geworfen haben, so müssen sie noch weiter auskegeln (k.), wer endlich die höchste Anzahl schmeißt, also endgültig gewinnt; mer zwei mosse noch k., en da send wer us Aach-Ld, Selfk.1. kabeln 2 a. – 2. etwas a., verabreden, ausmachen Aach-Stdt Höngen. |