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A 'G-er Gesang': nach Papst Gregor I (540–604) benannter liturgischer Gesang Tgb 24.8.12 B Adj zu James Gregory (1638–1675), Konstrukteur eines nach ihm benannten Spiegelteleskops ein Telescop dem G-en ähnlich [like that of Mr. James Gregory] N52,284,19 Ausz aus Birch Robert Charlier |
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Bd. 4, Sp. 455 sius]Robert Charlier |
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1 mythol Mischwesen aus Löwe u Adler; meist im Pl a in personaler Vorstellung: als redende u agierende Figur in der Klass Walpurgisnacht, öfter neben anderen Fabelwesen (Sphinxen ua), besonders als 'Greifender' (das welt- u besitzergreifende Lebensprinzip verkörpernd), dann als Bewahrer, Wächter von Schätzen [Meph:] Die Sphinxe schamlos, unverschämt die G-e, | Und was nicht alles, lockig und beflügelt, | Von vorn und hinten sich im Auge spiegelt... Faust II 7083 (Mephistopheles ..) Glückzu! den schönen Fraun, den klugen Greisen. (G. schnarrend.) Nicht Greisen! G-en! .. (Mephistopheles.) .. doch .. | Gefällt das Grei im Ehrentitel Greifen. (G. ..) Natürlich! die Verwandtschaft ist erprobt, | Zwar oft gescholten, mehr jedoch gelobt; | Man greife nun nach Mädchen, Kronen, Gold, | Dem Greifenden ist meist Fortuna hold Faust II 7093u7099redPers vor 7093u7100 Gespräch [Fausts] mit einer .. Sphynx .. Ein .. aufpassender G., der goldhütenden einer 152,204 Helena Plp 1,126 Faust II Regiebem vor 7188 uö im Vergl wir beschlossen .. eine Fahrt nach ihm [Sammler GChBeireis], der wie ein geheimnißvoller G. über außerordentlichen und kaum denkbaren Schätzen waltete 35,206,7 TuJ 1805 als Wappentier des Gegenkaisers (iGz kaiserl Adler), im Augurium 'auf dem Vorgebirg' [Kaiser:] Ein Adler schwebt im Himmelhohen, | Ein G. ihm nach mit wildem Drohen Faust II 10625 Faust II 10627u10634 b in bildkünstlerischer Darstellung, mehrf im Paar, auch als rahmendes od tragendes Element [auf einer Gemme] Gigant, der einen G. aus seiner Felsenhöhle hervorzieht 33,256,18 Camp [antiker Fund in Rom] ein flach Stück gebrannten Thon mit einigen Figuren .. Es stehn zwey G-en an einem Opfertische 30,266,20 ItR~ B8,185,4 ChStein 13.2.87 [Portalschmuck von S. Zeno in Verona] Säulen, welche auf Rücken von liegenden G-en gesetzt sind T2,8,4 v 25.-28.3.90 492,43,19 Igeler Monument uö als heraldische Figur [Herkules:] Ich weiß wohl, wenn ein Fratze keinen Schildhalter unter den Bären, G-en und Schweinen finden kann, so nimmt er einen Hercules dazu 38,31,20 GöttHeldWieland c als Gegenstand mythographischer Betrachtung; einmal metonym im Wortspiel mit 'greifen' [mBez auf Voß' 'Üb den Ursprung der Greife' in JALZ 1804] Für die G-e, die gut um sich gegriffen haben, danken Sie Freund Voß aufs beste B17,227,1 Eichstädt 12.12.04 Gespr(He1,922) Voß dJ undat 2 als oriental Märchenmotiv: 'Vogel G.', im Vergl [mBez auf Mainz-Aufenthalt] Recht wie vom Vogel G. in eine fremde Welt unter alle die Sterne und Kreuze hinunter geführt, und dadrein so mit ganz offnem Herzen herumgewebt und auf einmal alles verschwunden B2,221,24 Knebel 28.[12.]74 Robert Charlier |
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a (mit den Händen) zu greifen, zu tasten; auch iUz Geistig- Ideellem; einmal mBez auf festen Aggregatzustand [Darstellung der Tages- u Jahreszeiten] Nicht allein das Sichtbare daran, sondern das Hörbare, Riechbare, G-e .. weiß er .. wiederzugeben 40,300,4 Üb:Hebel,Ged die letzten Handgriffe [im Experiment] haben immer etwas Geistiges, wodurch alles körperlich G-e eigentlich belebt und zum Unbegreiflichen erhoben wird N51,302,5 EntoptFarb 33 B49,210,15 Wackenroder 21.1.32 uö 'mit Händen g.' iSv leicht auffindbar Alles [Funde vulkan Gesteins] in einem Bezirke von wenigen Stunden und mit Händen g. B4,312,10 Merck 11.10.80 [Korr KatStargardt 631,60] bezogen auf menschl Erscheinung iSv zu erhaschen, zu fangen [Basco, Claud erblickend:] Ein schönes zartes Bildchen. Laßt uns sehen, | Ob es wohl g. und genießbar ist? 11,272 Claud2 1439 b mBez auf Gesetzliches, Wesenhaftes in der Natur: klar faßbar, erkennbar Die größte Schwierigkeit bei der Auslegung dieses Systems [des Wachstums von Blüte u Blatt] .. daß man dasjenige auf ein einfaches sichtbares und gleichsam g-es Gesetz reduciren soll, was in der Natur sich ewig verändert N6,318,21 Morph FrühEinl N11,97,10 MuR(1286) → un- Syn (er)greiflich handgreiflich palpabel zu b begreifbar begreiflich erfaßlich faßbar faßlich
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A intr 1 absol, allgemein: mit der Hand zugreifen, anfassen, fassen, als natürl Vermögen so gut er [der soeben geschaffene Mensch] gleich merken mußte, daß er gehen und g. könne .. mußte er auch gewahr werden, daß er mit der Kehle zu singen .. vermöge 27,309,18^_DuW 10 2 nach, zu, in etw (uä) langen u es berühren, fassen, (auf)nehmen (u festhalten); gelegentl absol a mit der Hand, Tatze ua; bei unbest Obj auch als spontaner Akt [Gemäldebeschreibung] sie [Delila] greift leise über ihn [Simson] hinweg nach einer Scheere 30,69,8 ItR Riemen [des Bergführers auf dem Vesuv], in welchen der Reisende greift 31,29,12 ItR G. die Kinder nicht nach allem was ihnen in Sinn fällt? AA103,7 Werth1 II~ Werth2 (Knabe Lenker.) .. (Immerfort umherschnippend [Schmuck].) .. (Herold.) Wie greift und hascht die liebe Menge! Faust II 5590 12,139 ScherzLR II Regiebem nach 454 36,69,21 TuJ 1811 uö mit der Nuance des Gewaltsamen, Tätlichen; einmal bildhaft vom Feuer sie [Knaben] standen schon auf dem Sprung .. wenn ich Miene machte, nach ihren Haaren zu g. 26,107,11 DuW 2 wer mit Katzen ackern will | Der spanne die Mäus' voraus .. | Es greift die Katz' zur Maus 51,126 ZXenNachl VIII 598 [Epimeleia:] An das Dach greift's [Feuer] Pand 853 ReinF XII 73 [Reinke de Vos: twysschen de ogen tasten] uö die konkr Bed ins Wesenhafte steigernd [Greif:] Dem G-den ist meist Fortuna hold Faust II 7103 mBez auf Imaginiertes, materiell Ungreifbares [Erw, von Elm:] diese Gegenwart | Des schönen Bilds vor meiner Seele flieht | Nur mehr und mehr, je mehr ich nach ihm greife 11,309 ErwElm2 498 [Alba zu sich:] Unbezwinglicher .. wie in einen Loostopf greifst du in die dunkle Zukunft 8,261,14 Egm IV 37,222,6 FGA Poln Jude 21,131,27 Lj II 2~ 51,128,16 ThS II 3 uö – in erweitertem Sinn, mit Ausdruck verschiedener Nuancen: iSv gebrauchen, benutzen (auch in Wahlsituation) griff ich weit lieber zu dem Bleistift [als zur 'schnarrenden', 'spritzenden' Feder] 29,15,2 DuW 16 mein Bd. 4, Sp. 456 Befinden sehr löblich .. daß ich diese Tage zu keinem ärztlichen Hülfsmittel g. müssen B36,80,11 August 19.6.22 uö iSv erwerben [Angebot einer antiken Statue] ein erwünschtes Gut .. ohne daß ich wagen durfte darnach zu g. 32,423,5 ItR Plp 'nach dem Hut, an die Mütze g.' iSv grüßen Wie ich den ersten beschneiten Gipfel [Tiroler Alpen] sah, griff ich nach dem Hute T1,156,28 v 7.9.86 8,279,1 Egm V 'zum Schwert, nach den Waffen g.' uä iSv den Kampf aufnehmen, in den Krieg ziehen [wohl mBez auf Mobilmachung] da alles nach den Waffen greift B24,113,16 Eichstädt 19.1.14 8,279,1 Egm V uö idWdg 'in die Saiten g.': ein Saiteninstrument spielen 2,24 DtParnaß 51 in ein Rad: hemmend, haltend, im (myth) Bild [Königin als Proserpina:] In Ixions Rad möcht' ich g., | Einhalten seinen Schmerz! 17,42,11 TriumphEmpfindsamk IV 52,373 Weh mir 2 iZshg mit Weltschöpfungsmythen bei personifizierender Vorstellung; einmal subst vom liebenden Sich-Verbinden der Elemente mit eiligem Bestreben | Sucht sich was sich angehört, | .. Sei's ein G. [>Sei's Ergreifen 6,189 Vs 37], sei es Raffen | Wenn es nur sich faßt und hält! 6,428 Div Wiederfinden Var 3,77 Weltseele 13 b ins Geistig-Abstrakte übertr α sich etw praktisch-tätig aneignen; öfter: sich etw innerlich zu eigen machen sie [Polizei] .. wird wohl schwerlich nach dem lästigen Amte eines Censors g. A2,419,4 Votum [Anf Jan 95] K alles fremde Literarische muß gebracht, ja aufgedrungen werden .. wenn wir darnach g. sollen, um es bequem zu genießen 36,41,23 TuJ 1808 da ein lernbegieriges Publikum am liebsten nach einer Lehre greift, woran es sich festhalten .. wird N3,325,5 FlH V 24,50,13 Wj I 4 uö etw zu begreifen, erfassen suchen es ist immer eins und ebendasselbe, das aber in Labyrinthen Versteckens spielt, wenn wir täppisch, hypothetisch, mathematisch, linearisch, angularisch, darnach zu g. wagen N51,446,10 Regenbog~ B49,253,20 Boisserée 25.2.32 β sich eines Mittels, einer Möglichkeit bedienen; auch 'nach der Ausflucht g.' [Naturbetrachtung der Griechen] Der Bezug zu dem Ähnlichen ist das erste Hülfsmittel, wozu sie g. N3,110,2 FlH II FarbBehandlg dAlt [Faust:] Wenn ich .. | Nach allen höchsten Worten greife, [Und alle höchsten Worte greife Urfaust 915], | Und diese Gluth, von der ich brenne, | Unendlich, ewig, ewig nenne .. Faust I 3063 man griff zu der letzten Maßregel: von jedem Regiment mußte eine starke Anzahl Reiter absitzen 33,170,17 Camp [Vermittlung zwischen G u Cotta wegen Ausg.l.H.] g. wir mit Ernst und Einigung zu gegenwärtiger Gelegenheit B40,14,17 Boisserée [13.]8.25 N2,134,4 FlP 232 N13,47,6 BotanStudien uö γ aktiv einwirken der individuelle Dämon .... der mit unbedingtem Wollen in die Welt griff und nur mit Verdruß empfand, wenn Tyche .. in den Weg trat 411,219,21 Üb:Urworte B36,209,3 Marianne 18.11.22 [Korr Hecker4 98] 26,285,23 DuW 5 rezipr: 'eins greift ins andere' iS eines gegenseitigen Beförderns Ich habe den Cellini wieder vorgenommen .. Meyers Arbeit über die florentinische Kunstgeschichte rückt indessen auch vor, und eins greift ins andere B13,87,26 Schiller 7.3.98 uö δ von einer Äußerung: emotional anrühren (u erheben) [Seide:] Wie greift dieß Wort an mein zerrüttet Herz? [Voltaire: Que ce langage est cher à mon coeur combattu] 9,326 Mahomet 1130 3 'um sich g.', mehrf iVbdg mit '(immer) weit(er)' a sich aus-, verbreiten; vom Feuer, auch im Bild Das Feuer greift weiter um sich! rief man 18, 329 Nov 37,213,1 FGA Sulzer,SchöneKünste [G/Merck] von natürl u gesellschaftl Phänomenen, Prozessen (mehrf von Übel, Krankheit), von literar u wiss Hervorbringungen wenn .. die Nacht von Morgen herauf nach Nord und Süd umsich gegriffen hat B2,49,1 Kestner [25.12.72] Pietra fungaja [Schwammstein] .. eine kolossale Trüffel, deren um sich g-des Wachsthum manche fremden Körper .. in sich aufgenommen hat N7,372 Morph Plp~ B21,404,7 Knebel 20.10.10 bei der durchgreifenden Schnelligkeit der Taxis'schen Posten .. griff dieser sittliche und literarische Verkehr bald weiter um sich 28,178,22 DuW 13 [Wilh üb dramat Poesie] diese weit um sich g-de Kunst befördere die übrigen sämmtlich 251,20,5 Wj II 8 da gerade .. das Legenden- und Heiligenfieber um sich gegriffen und alles wahre Lebenslustige aus der bildenden Kunst verdrängt hat B23,243,14 Zelter 15.1.13 N4,437,2 FlH Plp uö b mit persönl Subj α iSv Kenntnis, Gesichtskreis erweitern Ich habe diese Tage immer weiter um mich gegriffen in Betrachtung der Kunst 32,64,1 ItR β iSv Herrschaft, Einfluß, Handlungsraum vergrößern [Regentin üb Alba:] er wird um sich g., denn er hat die Gewalt 8,235,10 Egm III Er [Liskow] griff sodann weiter um sich und richtete seinen Spott .. gegen .. Personen und Gegenstände, die er verachtete 27,73,26 DuW 7 Diese Leidenschaft .. die uns aufblasen wird zum Brand, in dieser Noth werden wir um uns g., und brav seyn, und handeln .. B2,274,5 Gfin Stolbg 3.8.[75] 21,24,25 Lj I^_5~ 51,21,14 ThS I 6 uö 4 bei Erstreckungen: 'g. in/über etw' a von Naturgegebenheiten: (hinein-, hinüber-) reichen, -ragen [Bucht von Palermo] Von Osten herauf, wo ein flächeres Vorgebirg weit in die See greift 31,92,23 ItR N10,156,2 Üb:Keferstein N1,98,20 FlD 240 b von sachl-geistigen Betrachtungen, Zuständen: in etw (Allgemeines, Ganzes) hineinreichen, vordringen [in Marienbad] kann man an den hiesigen Barometern keine in's Allgemeine g-de Beobachtung anstellen B35,48,27 CarlAug 16.8.21 K [mit Eckerm] Manches andere ins Ganze G-de besprochen Tgb 31.5.27 B28,351,18 Voigt 25.12.17 uö ohne Präp: 'tief g-d (gegriffen)' iSv eindringend, in die Tiefe gehend 412,zu280 Neueste dtPoesie Tab~ 421,244 Var 5 wirken, zur Wirkung kommen a 'aufs neue g.', vom auflodernden Feuer [für: appiccarsi] 44,211,13 Cell II 6 b Erfolg zeitigen, bes von Äußerungen, Schriften; einmal 'bei jdm g.' [betr frz Einquartierung] Keins von diesen Argumenten wollte bei ihm [JCGoethe] g. 26,135,26 DuW 3 [Ich:] die Wahrheit zu sagen .. das greift nicht immer [cela ne prend pas toujours] 45,135,3 RamNeffe Das [G-s Farbenlehre] mag sich denn so in der Folge fort- und ausbilden, bis es einmal greift und Mode wird B43,78,10 Boisserée 25.9.27 B27,220,5 Zelter 7.11.16 411,71,7 Shakesp u kein Ende uö B trans 1 konkr a 'jdn mit Händen g.': jdn (an)fassen [Frankf] der Krämer liebt die engen Straßen, als wenn er den Käufer mit Händen g. wollte 341,242,2 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm] b '(sich) jdn g.': (sich) jdn erhaschen, packen, ergreifen; auch mBez auf Tiere [Euphor zum Chor:] Die allerschnellste [der Choretiden] | Die greif [<Ergreif] ich mir 152,124 Faust II Var [Paris üb Montague:] Ich will ihn g. [nach Schlegel für: apprehend] 9,268 RomJul 1889 zwei junge Tauben .. sie Bd. 4, Sp. 457 fielen zu Boden, | .. und Reineke griff sie ReinF VII 169 zugl iSv festnehmen Der Bargell sagte darauf zu einigen, sie [Schergen] sollten mich g. [che mi pigliassino] 43,236,14 Cell II 5 iSv rauben [Lynkeus üb Beutezüge:] Der griff die allerschönste Frau, | Der griff den Stier von festem Tritt, | Die Pferde mußten alle mit Faust II 9294f Faust II 8512~ 152,73 Helena 1800 Vs 24 c ' aus etw g.': herausgreifen Mit munterm Sinn | Griffen sie [die Kinder die Äpfel] aus dem Haufen 3,185 Parabol 14 Vs 5 bildhaft: 'aus der Natur, dem Leben gegriffen' uä, auch 'aus der Luft gegriffen' Glücklich aus der Natur gegriffen ist dieß Bild ['Das Kloster'] 48,166,21 Ruisdael als Dichter ['Minna von Barnhelm'] die erste, aus dem bedeutenden Leben gegriffene Theaterproduction 27,107,5 DuW 7 Alle seine [JGSchummels] Geschöpfe sind aus der Luft gegriffen 37,215,4 FGA EmpfindsameReisen [G?] 27,93,2 DuW 7 uö d 'Töne, Noten g.': hervorbringen, zum Erklingen bringen; auch absol 'falsch g.' Violine .. auf der er [Neffe] die Töne greift [Diderot: serrant des cordes] 45,146,5 RamNeffe AA43,17 Werth I B5,137,18 Maler Müller 21.6.81 2 (vorwiegend) geistig-seelisch a zur Bezeichnung von Wahrnehmungs- u Erkenntnisakten; öfter (bildhaft-hyperbol) 'mit (den) Händen g.', mehrf neben '(mit den Augen) sehen' der Übergang des Kelches in die Blumenblätter .. läßt sich mit Augen sehen und mit Händen g. N6,315,20 Morph FrühEinl Wo wir aber diese Erscheinung mit Händen g. können, indem wir sie selbst technisch hervorbringen, ist bei dem Damastweben N51,303,9 EntoptFarb 34 Einschachtelung und Epigenese sind nur schwache Versuche des Verstandes, der alles mit Händen g. will N13,166,9 Morph Plp [Meph üb Lamien:] Man weiß, das Volk taugt aus dem Grunde nichts .. | Man weiß, man sieht's, man kann es g. Faust II 7718 52,92,16 ThS IV 16 uö iSv begreifen, verstehen Bemerkung bey den Staëlschen Liebhabern, daß die Frauen die Männer nur unter der Gestalt des Liebhabers sehen und g., ohne eine andre Eigenschaft .. gewahr zu werden 53,440,27 Aus Notizb [Faust:] was der ganzen Menschheit zugetheilt .. | Will ich in meinem innern Selbst genießen, | Mit meinem Geist das Höchst' und Tiefste g. Faust I 1772 iSv künstlerisch erfassen, treffen Ich wünsche daß er [ThKörner] seine Gegenstände [in Lustspielen] immer so richtig greife, wie in den beyden vorliegenden Stücken B22,347,11 CGKörner 23.4.12 32,310,6 ItR KPhMoritz,Nachahmg dSchönen [Moritz] b von Quälendem, Belastendem: jdn emotional ergreifen, anrühren, mit bildhaftem Vergl; auch 'etw Greifendes haben' [Ferdinand zu Egm:] kein Ausweg .. Das quält mich, das greift und faßt mir wie mit Klauen die Brust 8,298,24 Egm V [Elisab:] der Anblick dessen [Maries bzw ihres Bruders] dem wir unrecht getahn .. hat so was g-des 39,170,6 Götz1 V 3 abgeblaßt: 'Platz g.' iSv stattfinden, auftreten daß diese Erscheinung [Farbphänomen auf Aquarellzeichnung] .. den ganzen Tag .. wegen des hohen Sonnenstandes Platz g. konnte N51,310,23 Entopt Farb 40 B40,303,23 Iken 23.2.26 uö → an- auf- aus- be- dazu- drein- durch- durcheinander- ein- er- fehl- heraus- hin- hinaus- hinein- hinüber- herum- hervor- ineinander- rückwärts- über- übereinander- um- umher- ver- vor- vorwärts- weit- zu- zurück- zusammen- inbegriffen vergriffen wildergriffen Ergriffenwerden Ergreifer Ergreifung begreifbar unergreifbar angreifisch angreiflich begreiflich ergreiflich handgreiflich unvorgreiflich Syn zu A2a anfassen angreifen anpacken anrühren ergreifen nehmen (in die Hand n.) zugreifen zu A2bα aneignen (sich a.) eigen (sich zu e. machen) zueignen (sich z.) zu A2bβ bedienen (sich einer Sache b.) zu A2bγ einwirken zuA2bδ affizieren berühren erregen zu A3a ('um sich g.') ausbreiten (sich a.) grassieren verbreiten (sich v.) zu A4 (hinein)reichen ragen zu A5b fassen reüssieren wirken zu B1u2 ergreifen fassen zu B1a anfassen berühren zu B1b aufgreifen bemächtigen (sich b.) (er)haschen fangen festnehmen packen rauben zu B2a begreifen erfassen gewahr (g. werden) gewahren
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a (mit den Händen) zu greifen, zu tasten [Andrason, die Stimme des Orakels imitierend:] Wenn wird ein g. Gespenst von schönen Händen entgeistert .. 17,8,10 TriumphEmpfindsamk I uö im Unterschied zum Geistig-Ideellen; einmal iSv körperhaft, materiell [Thales üb Homunkulus:] Er ist .. | Gar wundersam nur halb zur Welt gekommen. | Ihm fehlt es nicht an geistigen Eigenschaften, | Doch gar zu sehr am g. Tüchtighaften Faust II 8250 N6,9,1 MorphH Absicht 47,80,16 Nachahmg,Manier,Stil b mBez auf Gesetzliches in der Natur [Veränderung von Farbphänomenen] eine der wichtigsten Erscheinungen in der Farbenlehre, indem wir ganz g. erfahren, daß ein quantitatives Verhältniß einen qualitativen Eindruck auf unsre Sinne hervorbringe N1,212,12 FlD 519 35,202,6 TuJ 1805 uö |
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1 alt, (hoch)betagt; nur vom Mann, bes in der Mythologie; auch 'der (die) G-e(n)' [Phaethon üb Merops:] Wenn dann der g-e Vater [nach Göttling für: γεραιος .. πατηρ] von dem Schlummer sich | Erhoben 412,36,14 Eurip,PhaethonVersuch Sieh, die Sonne sinkt! | Eh' sie sinkt, eh' mich G-en | Ergreift im Moore Nebelduft, | Entzahnte Kiefer schnattern | Und das schlotternde Gebein [eh' mich faßt | G-en im Moore Bd. 4, Sp. 458 Nebelduft Var] 2,66 SchwagKronos 28 48,93,4 Polygnot 16,373 Epimen 803 uö 2 idVbdg 'g-es Haupt': ergraut, grauhaarig, metonym für altehrwürdiger Mann [Chor der Dienerinnen:] weckt mir den König [Merops] nicht! | Morgenschlaf gönn' ich jedem, | G-em Haupt zu allererst 412,37,9 Eurip,PhaethonVersuch 12,303 Löwenstuhl Drama 76 |
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1 alter, (hoch)betagter Mann; vereinzelt für poetisch-mythische Gestalten; öfter neben od in Gegenüberstellung zu 'Kind/Knabe, Jüngling, Mann' Begleiten wir unseren Freund auf dem Stufengange seiner Tage, sehen wir ihn als Knaben, Jüngling, Mann und G. 36,314,13 Zu brüderlAndenkWielands 1813 Was den Jüngling ergreift, den Mann hält, G-e noch labet, | Liebenswürdiges Kind, bleibe dein glückliches Theil 4, 124 Vs 1 sprach Olympos .. | Bin ich doch der G. Olympos, | Den die ganze Welt vernahm 3,219 NeugrEpirot Heldenl VI 53,355 Note zu Schlußgesang uö für Eremit, Mönch, Geistlichen, auch 'guter, gottbegabter G.' [Elmire vom Einsiedler:] ich sehne | Mich .. nach den Worten | Des guten G-es 11,300 ErwElm2 289 NatT 2687 uö 'Tejer G.': für Anakreon von Teos (6. Jh vChr) B33,336,22 Zelter 11.5.20 K mit typischen od bezeichnenden Charakterisierungen u Konnotationen: mit Betonung von Würde, Geisteskraft, Abgeklärtheit Was .. die Ehrfurcht, die wir für diesen würdigen G. [G-s Großvater JWTextor] empfanden .. steigerte, war die Überzeugung, daß derselbe die Gabe der Weissagung besitze 26,57,17 DuW 1 [Iph üb den Freund:] Er ist der Arm des Jünglings in der Schlacht, | Des G-es leuchtend Aug' in der Versammlung .. Iph2 1385~ 39,373,9 Iph1 IV 1 Der G. jedoch [iUz Kind, Jüngling, Mann] wird sich immer zum Mysticismus bekennen. Er sieht, daß so vieles vom Zufall abzuhängen scheint .. das hohe Alter beruhigt sich in dem, der da ist, der da war, und der da sein wird 422,210,21 MuR(806) 17,193,9 GrCoph III 9 Faust II 8102 uö im sentenzhaften Bild Ein gebranntes Kind scheut das Feuer, ein oft versengter G. scheut, sich zu wärmen 422,230,13 MuR(931) im Hinblick auf ansehnl Erscheinung, auch auf Vitalität; mit Attr wie 'wohlhäbig', 'stattlich', 'munter' [in niederrhein Malerei des 13. Jh] Apfelrunde Knaben- und Mädchengesichter, eiförmiges Männer- und Frauenantlitz, wohlhäbige G-e mit fließenden oder gekraus'ten Bärten 341,170,25 KuARheinMain So sollst du, muntrer G., | Dich nicht betrüben, | Sind gleich die Haare weiß, | Doch wirst du lieben 6,17 Div Phänomen 9 [mBez auf PredSalom 1,2] Du irrest Salomo! | Nicht alles nenn' ich eitel: | Bleibt doch dem G-e selbst | Noch immer Wein und [Tabaks-]Beutel 3,280 ZXen III 742 8,115,5 Götz2 III uö mit Zügen von Schwäche, Hinfälligkeit od von Starrheit, Eigensinn, Kälte uä [Baucis zum Wandrer:] Langer Schlaf verleiht dem G-e [Philemon] | Kurzen Wachens rasches Thun Faust II 11061 [Seemann zu sich:] Bist du denn schon ein G.? .. Nein, in deinem Alter ist es noch nicht thöricht, an's Freien zu denken 18,163,1 Unterhaltungen Prokurator Als Mann zu Thaten willig, | Als G. leichtsinnig und grillig! 2,289 Als Knabe verschlossen 4 [Winter zu Timur:] Du bist G. [Jones: senex], ich auch, erstarren | Machen wir so Land als Menschen 6,137 Div Der Winter u Timur 16 Faust II 6765 Faust II 7093f [Zit s v Greif] uö – als Rollenfach 36,245,24 BiogrEinzh HoftheatWeim 1792 uö 2 übertr auf geistig-künstlerische Sphäre Es bleibt in ihr [der literar Welt] .. ein ewiges Leben, sie ist immer G., Mann, Jüngling und Kind zugleich B12,57,13 Knebel 2.3.97 |
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1 sinnl-konkr a von akustischer Wahrnehmung: hell, schrill, durchdringend; von Stimmen (auch eines tierisch-mythol Wesens), ferner vom Pfeifen sowie vom Waffenklang Bergleute, die .. mit lebhaften und g-en Stimmen verschiedene artige Lieder vortrugen 21,147,24 Lj II 4~ 51,188,14 ThS III 1 [Vierter Teil des Chors:] es hat sich Dionysos aus Mysterien enthüllt; | .. Und dazwischen schreit unbändig g. Silenus öhrig Thier [der Esel] Faust II 10033 Neben mir es pfeift noch g-er [heller Var]; | Schelme sind's, es sind Cartouche! 1) 4,70 Pfeifen hör' ich 3 Faust II 10781 b von visueller Wahrnehmung: (zu) stark leuchtend od kontrastierend; von Farben u ihrer (künstlerischen) Wirkung warum sie [jüngere dt Maler] .. so widerwärtige g-e Töne dem Auge darstellen und vor aller Harmonie zu fliehen scheinen? 48,190,14 MuR(467) [betr JTrumbulls Gemälde 'Der Tod des Generals Warren in der Schlacht von Bunker's Hill'] ganz verständig gefärbt; doch macht es im ersten Anblick immer eine g-e Wirkung B12,279,2 Schiller 30.8.97 [ital Maler des 18. Jh] Solimena .. ist der am wenigsten erfreuliche .. oft von g-en unangenehmen Gegensätzen heller und dunkler Farben N3,375,9 FlH V Gesch dKolorits [Meyer] N3,375,23 ebd uö vom Auge, iSv strahlend hell [Wärterin zu Julia:] Kein Adlersauge, Fräulein, ist so g. [nach Schlegel für: green], | So schön, so feuervoll, wie Paris Auge 9,248 RomJul 1449 uö 2 übertr a stark, kraß, hervorstechend Ein furchtbarer und zugleich abgeschmackter Stoff ['Groß-Cophta'] .. die fast gleichzeitige Nähe des Vorbildes [Halsbandgeschichte] ließ den Eindruck noch Bd. 4, Sp. 459 g-er empfinden 33,263,14 Camp 341,136,9 KuARheinMain Gespr(He2,1032) Boisserée 3.8.15 im bildhaften Zshg die Vorstellung von 1b aufnehmend [mBez auf Schillers 'Räuber'] Gruppe so vieler fratzenhaft gezeichneten und g. gemahlten Figuren 40,172,15 Üb:Iffland,TheatAlmanach 51,249 Xen 306(830) [Schiller] b iSv grob, derb, auch exaltiert [Gemälde von VGhislandi] Rembrandt's Manier, aber g-er 47,373,6 DresdnGalerie seine [Descartes'] Ansicht der Farben atomistisch, mechanisch und g. N52,271,22 Fl Plp Sie [JFahlmer] beschämte uns .. durch ihre Geduld mit unserer g-en oberdeutschen Manier 28,282,11 DuW 14 fördert [Dionysos] sie [Dienste für Göttin Rhea] aller Orten, ingeheim einschmeichelnde Mysterien, öffentlich einen g-en Dienst unter den Völkerschaften ausbreitend 412,237,11 Eurip,Bacch 47,386,16 DresdnGalerie Robert Charlier |
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Syn zu 1a durchdringen (d-d) zu 1b akut (acutus) zu 2a arg graß kraß stark
1) zur Sache vgl WA I 52,47f Robert Charlier |
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Dorothea Kühme |
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A Trennlinie 1 territorial a als staatl-polit Grenze: (durch natürl od künstl Markierungen kenntliche) Bezirks-, Gebiets-, Landesgrenze ua, selten Stadtgrenze; öfter mit Attr wie 'nördlich, südlich, mittägig, fremd' od in Vbdgn wie 'bayrische, böhmische, sächsische, erfurtische, gothaische, spanische G.', meist für Landesgrenze; gelegentl 'die G. sichern, ausspähen, besetzen, verheeren' uä; öfter als Gegenstand von Streitigkeiten, Schauplatz von Kriegshandlungen; auch als Wetterscheide, Sprachgrenze; gelegentl in kartograph Darstellung [betr Grenzverschiebungen durch den Wiener Kongreß] Preußen gewinnt den Theil des rechten Rheinufers bis Ehrenbreitstein herauf, landeinwärts geht die Gränze von Neuhäusel auf Hachenburg und schließt Altenkirchen ein .. Innerhalb jener Gränze kommt Preußen in Besitz aller Eisen- und Kupferwerke des jenseitigen Westerwaldes B26,360 CarlAug? [Mitte Jun 15] K [Herm:] Wahrlich, wäre die Kraft der deutschen Jugend beisammen, | An der Gränze, verbündet, nicht nachzugeben den Fremden, | O, sie sollten uns nicht den herrlichen Boden betreten HermDor IV 99 Pforten und Thürme, welche die Gränze der alten Stadt [Frankf] bezeichneten 26,24,6 DuW 1 Die Sprachreiniger. | .. Teutschland soll rein sich isoliren, | Einen Pest-Cordon um die Gränze führen, | Daß nicht einschleiche fort und fort | Kopf, Körper und Schwanz von fremdem Wort 51,143 ZXenNachl IX 833 [Mahomet:] müssen nicht eure Götter, wie kleine Fürsten, deren Gränzen verwirrt sind, mit unauflöslicher Zwietracht sich wechselsweise die Wege versperren? 39,191,14 Bd. 4, Sp. 460 MahometFragm B23,307,23 Meyer [7.4.13?] 251,8,7 Wj II 8 N12,237 GewitterBöhm A1,94,1 Reskr 20.8.79 K uö für Grenzübergang, -station Der Wein ist noch nicht angekommen, er liegt wahrscheinlich auf der Gränze B33,4,25 August 30.4.[20] uö b als Besitzgrenze [Götz:] tritt zurück! Du stehst schon auf meines Nachbars Grund und Boden .. [Georg:] Hier ist eure Gränze? [Götz:] Eine gerade Linie von jener Eiche zu dieser bestimmt sie 131,322,1 Götz3 V [Kaiser:] An Ländern sollen sie [Inhaber der Erzämter] vor allen andern glänzen, | Deßhalb erweitr' ich gleich jetzt des Besitzthums Gränzen, | Vom Erbtheil jener die sich von uns abgewandt Faust II 10938 Faust II 11004 341,54,26 RheingauHerbsttage uö(selten) c als Grenze symbolischer Bereiche In den Tempeln zieht er [der Baukünstler] eine Gränze zwischen sich und dem Allerheiligsten 20,223,16 Wv II 3 1,318 Vs 225 VenEpigr 42 uö 2 allg als (gedachte) Linie zur Unterscheidung, Markierung, Definition unterschiedl benachbarter Gebiete, Bereiche a räuml-konkr; meist in osteol Zshg für eine (als Naht, Sutur, Kanal erkennbare od verwachsene) Trennlinie zwischen einzelnen, separat angelegten Knochen(teilen) so wird man diese drei entschiedenen Knochen-Abtheilungen ['Felsen-', 'Zitzen-' u 'Schlafbein'] auch bei dem menschlichen Schädel entdecken, und ohnerachtet ihres hartnäckigen Verwachsens die Gränzen derselben bestimmen können N8,208,5 Allg KnochLehre 11 N8,164,16 BeschreibgZwKnoch N13,208,7 Morph Plp B6,329,5 Sömmerring 5.8.84 B26,231,8 CarlAug [25.1.16] uö b bezogen auf Abstraktes, Ideelles, Geistiges, insbes auf systemat od klassifikator Unterscheidungen; überwiegend bildhaft an konkr-räuml Vorstellungen anknüpfend Nun stellt sich aber ein Genre wie das Rossinische der großen Oper ganz nah .. so daß hier schwer eine Gränze möchte zu finden seyn B42,348,23 Kunowski [28.4.27] K [betr die Rolle der in Kants Systematik der Vorstellungskräfte 'vergessenen' Phantasie im Hinblick auf eine Zuordnung von Philosophie u Poesie zu den Bereichen Vernunft u Sinnlichkeit] Dazwischen [zw Verstand u Vernunft] aber wird unablässig die alles durchdringende, alles ausschmückende Phantasie immer reizender, jemehr sie sich der Sinnlichkeit nähert, immer würdiger, jemehr sie sich mit der Vernunft vereint. An jener Gränze ist die wahre Poesie zu finden, hier die echte Philosophie B27,310,11 Maria Paulowna 31.12.16/2.1.17 K [Beilage] 7,106,8 DivNot B26,349,3 u 350,6 Leonhard 29.4.16 N52,160,6 Fl Plp N12,96,5 Witterungslehre 1825 uö 3 als soziale Grenze In dieser Zeit war meine Stellung gegen die obern Stände sehr günstig. Wenn auch im Werther die Unannehmlichkeiten an der Gränze zweier bestimmten Verhältnisse mit Ungeduld ausgesprochen sind 29,71,21 DuW 17 421,336 Epoch gesellgBildg Var uö(selten) 4 als Grenzstreifen, Übergangszone, (unbestimmter) Zwischenbereich; überwiegend 'auf der G.' a räuml-konkr in natwiss Zshgn als Erscheinungsort von Übergangsphänomenen, Wandlungsprozessen wollige Wölkchen .. wurden, wie sie sich jener Region [von Zirrusstreifen] näherten, aufgelös't und in verticale Streifen verwandelt, doch konnte man bemerken, daß sie sich auch unverwandelt zwischen jene Streifen hineinzogen, ihre wollige Gestalt noch eine Weile behaltend. Wahrscheinlich ging dieß auf der Gränze der obern und mittlern [Luft]Region vor N12,26,16 Wolkengest uö(selten) für die Übergangsflächen, Kontaktstellen zwischen Gesteinsarten, die sich überlagern, verschränken, ineinander übergehen; auch als Fundort von Übergangsgesteinen 2) Man muß sich hier auf der Gränze des Schiefers und des Kalkes, wo der Eisenstein liegt, alles so durchwachsen als möglich denken N9,162,24 Harzreise 1784 N9,237,7 GestaltgAnorgMassen N9,160,14 Harzreise 1784 uö b abstr: Übergang, Mitte Achilleus im Kampf mit den Flußgöttern [als Sujet] ist unstreitig eine Aufgabe noch höherer Art; weil sie .. auf der Gränze des Erhaben-Poetischen und Phantastisch-Wunderbaren steht 48,67,21 Kunstausstellg 1803 so stand sie [Friederike] auf der Gränze zwischen Bäuerin und Städterin 27,351,25 DuW 10 N1,47,6 FlD 103 B13,196,19 Schiller [28.6.98] 36,104,1 TuJ 1816 uö zeitl auf der Gränze des vierzehnten und funfzehnten Jahrhunderts 341,177,24 KuARheinMain B Schranke, Abschluß, Ende 1 räuml-konkr: Endpunkt, Rand, Saum, begrenzende Umrandung; auch umschreibend für Ufer Da stand ich nun unter der Linde, die ehedessen als Knabe das Ziel und die Gränze meiner Spaziergänge gewesen AA87,10 Werth1 II~ Werth2 Der Obelisk auf der Piazza del Popolo ist im Carneval die unterste Gränze dieser Straße [des Corso]; der venetianische Palast die obere 32,226,10 ItR Im letzten Osten .. an der Welt Gränze, wo der Ocean an's feste Land umkreisend sich anschließt 412,34,6 Eurip,PhaethonVersuch [Faust:] Da faßt' ich schnell im Geiste Plan auf Plan [zur Landgewinnung]: | Erlange dir das köstliche Genießen | Das herrische Meer vom Ufer auszuschließen, | Der feuchten Breite Gränzen zu verengen Faust II 10230 341,186,15 KuARheinMain 251,272,18 Wj III 14 N12,160,24 JenMuseenSternwarte N12,80,25 Witterungslehre 1825 NatT 1728 uö mBez auf Vegetationszonen, Höhengrenzen in der Pflanzengeographie der höchsten Palme gab ich einen in die Augen fallenden Platz [auf der Berghöhenkarte], und bezeichnete sodann von unten hinauf die Gränze der Palmen und Pisangs B23,309,5 Bertuch 8.4.13 B46,16,23 Zelter 19.7.29 uö 2 bezogen auf Abstraktes, Geistiges, Ideelles a Ende, Abschluß; häufig mit Abstrakta Er [der Dichter] .. kennt des Glückes Gränzen 4,87 Zueignung [1769] Vs 18 [betr LOkens Zs 'Isis'] giebt es denn eine Gränze des Wahnsinns, der Unbescheidenheit, der Verwogenheit? B27,188,7 CarlAug 5.10.16 Auf dieser Erde gibt es nur Anfänge; keine Gränze [limite] ist bezeichnet 40,205,5 Staël,Dichtgn N7,75,6 Probl uErwiderg N11,289,16 Tonlehre Schema [1810] 48,137,1 NeueUnterhaltgn übGegenstände bildKunst uö 'ohne G./G-n' für grenzenlos, auch maßlos; idVbdgn 'keine G. haben, finden, kennen, halten' meist intensivierend iSv kein Maß kennen [Wilhelm in seiner Liebe zu Mariane] Er war dankbar und hingegeben ohne Gränzen 21,44,17 Lj I 9= 51,67,14 ThS I 18 Verzweiflung .. die ohne Gränzen schien 28,24,5 DuW 11 Bei Lösung der Pfänder ging alles jeder Art in's Übertriebene .. alles zeigte von einer verwegenen Lust, die keine Gränzen kennt 28,21,16 DuW 11 die Mineralkörper .. in ihren mannichfaltigen Grundtheilen so fest und unerschütterlich, scheinen in ihren Verbindungen .. weder Gränze noch Ordnung zu halten N8,78,9 Vortr VglAnatomie 3 9,14 LauneVerl 183 23,24,9 Lj VII 3 251,203,24 Wj III 10 uö in bildhaftem Kontext für Lebensende, Tod Memento Bd. 4, Sp. 461 mori! gibt's genug, | Mag sie nicht hererzählen; | Warum sollt' ich im Lebensflug | Dich mit der Gränze quälen 4,134 Vs 4 B40,299,1 JGLenz 18.2.26 uö für Belastungsmaximum [Atropos:] Wolltet ihr bei Lust und Tänzen | Allzu üppig euch erweisen; | Denkt an dieses Fadens Gränzen, | Hütet euch! Er möchte reißen! Faust II 5315 iSv Extrem [Antonio:] Ich höre, Tasso, dich mit Staunen an, | So sehr ich weiß, wie leicht dein rascher Geist | Von einer Gränze zu der andern schwankt Tasso 3361 iSv Limit Gespr(He31,187) Lobe [Juli 1820] B35,326 August 1.9.21 K uö iSv Höhepunkt Bau- und Bildwerke Griechenlands .. Die äußersten Gränzen menschlicher Kunstthätigkeit .. wurden wir gewahr 36,170,10 TuJ 1820 b als äußere Einschränkung; häufig in Wdgn wie '(jdm, einer Tätigkeit, einem Wunsch ua) eine G. setzen, stecken, ziehen' meist abgeschwächt iSv hemmen, hindern, Einhalt gebieten; auch im Bild [mBez auf Entwicklungsphasen 'bedeutender Menschen'] sobald die Welt den einzelnen Strebenden erblickt, sobald erschallt ein allgemeiner Aufruf, sich ihm zu widersetzen. Alle Vor- und Mitbewerber sind höchlich bemüht, ihn mit Schranken und Gränzen zu umbauen, ihn auf jede Weise zu retardiren N3,245,9 FlH V wenn der Vater in Gesellschaften .. mehr als billig war ausgab, so wußte die Mutter .. dem gewöhnlichen Aufwande solche Gränzen zu setzen, daß im Ganzen ein Gleichgewicht blieb 18,192,23 Unterhaltungen Da man .. dem Genie, und dessen Erfindungskraft keine G-n setzen kann B25,413 Catel [Apr 15] K B42,112,4 Reinhard 30.3.27 N52,388,14 Fl Plp N8,34,10 VglAnatomie 7 30,278,9 ItR uö c für die (immanente, schicksalhafte, individuelle od prinzipielle) Bedingtheit, Begrenztheit, Beschränkung menschl Kräfte u Fähigkeiten; mehrf 'G-n der Menschheit', einmal als Gedichttitel ΔΑΙΜΩΝ, Dämon. | .. Nach dem Gesetz wonach du angetreten. | .. ΤΥΧΗ, das Zufällige. | Die strenge Gränze doch umgeht gefällig | Ein Wandelndes, das mit und um uns wandelt; | Nicht einsam bleibst du, bildest dich gesellig 3,95 Urworte 9 Wir haben .. wieder schöne Fortschritte gethan, und wenn meine Natur die Wirkung hat die Ihrige in's begrenzte zu ziehen, so habe ich durch Sie den Vortheil daß ich auch wohl manchmal über meine G-n hinausgezogen werde B12,164,8 Schiller 21.6.97 Die menschliche Natur .. hat ihre Gränzen, sie kann Freude, Leid, Schmerzen, bis auf einen gewissen Grad ertragen, und geht zu Grunde, sobald der überstiegen ist AA55,6 Werth1 I~ Werth2 Wäre denn .. ein solches Urphänomen gefunden, so bleibt immer noch das Übel, daß man es nicht als ein solches anerkennen will, daß wir hinter ihm und über ihm noch etwas Weiteres aufsuchen, da wir doch hier die Gränze des Schauens eingestehen sollten N1,73,21 FlD 177 Hier .. stehe ich an der Gränze, welche Gott und Natur meiner Individualität bezeichnen wollen. Ich bin auf Wort, Sprache und Bild im eigentlichsten Sinne angewiesen und völlig unfähig durch Zeichen und Zahlen .. auf irgend eine Weise zu operiren B40,264,5 Naumann 18.1.26 K 2,81 Grenzen dMenschheit Titel Gespr Kanzl Müller 28.3.19 Gespr Eckerm 1.9.29 Faust I TrübTag 36 29,143,27 DuW 19 uö in Notizen nach Schelling 3) N13,457,10 Ausz aus Schelling,Syst transzIdealism d neben 'Maß' als Merkmal (u zugl Qualitätskriterium) idealer künstlerischer Gestaltung Ideal . Um hierzu zu gelangen, bedarf der Künstler eines tiefen, gründlichen, ausdauernden Sinnes, zu dem aber noch ein hoher Sinn sich gesellen muß, um den Gegenstand in seinem ganzen Umfange zu übersehen, den höchsten darzustellenden Moment zu finden, und ihn also aus seiner beschränkten Wirklichkeit herauszuheben, und ihm in einer idealen Welt Maß, Gränze, Realität und Würde zu geben 47,103,3 Üb Laokoon 3 (meist) pl als Rahmen best Geltungs-, Wirkungs-, Kompetenzbereiche, Entfaltungs-, Entwicklungs- u Handlungsspielräume, Vorstellungshorizonte ua a bezogen auf Normen u Formen des Schicklichen, Anständigen, Maßvollen, der Zurückhaltung u Selbstbeherrschung; öfter ellipt so hielt sie [Luciane] die andern in den strengsten Gränzen der Sittlichkeit gegen sich, die sie gegen andere jeden Augenblick zu übertreten schien 20,244,21 Wv II 5 niemals konnte er [Hamlet] sich mit dem vereinigen, der die Gränzen des Rechten, des Guten, des Anständigen überschritt 22,28,16 Lj IV 3 Das Theater ist in dem modernen bürgerlichen Leben, wo durch Religion, Gesetze, Sittlichkeit, Sitte, Gewohnheit, Verschämtheit .. der Mensch in sehr enge Gränzen eingeschränkt ist, eine merkwürdige und gewissermaßen sonderbare Anstalt 40,174,5 DtTheat Ihm [dem Sänger] schwebte Mignons Bild mit dem ersten Zartgesang des holden Kindes vor. Leidenschaftlich über die Gränze gerissen, mit sehnsüchtigem Griff die wohlklingenden Saiten aufregend, begann er anzustimmen 24,372,26 Wj II 7 B16,47,11 AChKotzebue 3.3.02 K 26,102,5 DuW 2 18,48,23 Aufgeregten III 1 422,51,14 IndDichtgn B22,235,19 TheaterKomm 5.1.12 uö b bezogen auf Wirkungskreise, Kompetenzbereiche, Betätigungsfelder, auch den Umfang von Aufgaben, Unternehmungen, Problemen den Hofgärtner Wagner in seine G-n zurück gewiesen B30,185,1 Voigt 19.4.15 [betr Engagement des Kammersängers Stromeyer als Opernregisseur] es ist eine ganz neue Function, deren Wirkungskreis und Gränze erst zu bestimmen ist B27,359,7 TheaterIntend 24.2.17 Tasso 1517 B25,181,22 Roux 29.1.15 A2,418,27 Votum [Anf Jan 95] K uö c bezogen auf einen finanziellen Rahmen Die sämmtlichen Fächer dieser wissenschaftlichen Anstalten hatten sich seit mehreren Jahren dergestalt erweitert, daß sie innerhalb der Gränzen ihres Etats nicht mehr zu halten waren 36,419 TuJ 1818 Var 21,201,15 Lj II 11 uö d bezogen auf die Reichweite menschl Fähigkeiten, insbes Erkenntnis-, Fassungsvermögen, öfter auf wiss Forschung Der geringste Mensch kann complett sein, wenn er sich innerhalb der Gränzen seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten bewegt 422,170,9 MuR(474) Wenn man einmal einer Vorstellungsart zugethan ist .. so muß man sie über die Gränzen hinaus verfolgen, ohne bekümmert zu sein, ob man in seine Gränzen wieder werde zurückgetrieben werden N10,15,14f Porphyrartig Daß sich die Himalaja-Gebirge auf 25000 aus dem Boden gehoben und doch so starr und stolz .. in den Himmel ragen, steht außer den Gränzen meines Kopfes, in den düstern Regionen, wo die Transsubstantiation pp. hauset, und mein Cerebralsystem müßte ganz umorganisirt werden .. wenn sich Räume für diese Wunder finden sollten B49,106,17 Zelter 5.10.31 N8,221,23 TibiaFibula 7,221,4 Div Not uö 'sich in G-n schließen' für Gestalt annehmen, (geistige) Kontur gewinnen ich habe Bd. 4, Sp. 462 mich fast durch Rom durchgesehn, und bin an der Wiederholung, schon fängt das Gesehene an sich zu ordnen und das unendlich scheinende schließt sich in Gränzen B8,125,3 Seidel [13.1.87] e bezogen auf (durch Naturgesetze definierte) Gestaltungs-, Entfaltungs-, Entwicklungsspielräume in der Natur, Margen natürl Prozesse im Innern befindet die Kraft der edlern Geschöpfe | Sich im heiligen Kreise lebendiger Bildung beschlossen. | Diese Gränzen erweitert kein Gott, es ehrt die Natur sie: | Denn nur also beschränkt war je das Vollkommene möglich 3,90 MetamTiere 31 die Natur, die sich innerhalb der gesetzlichen Gränze alle Willkür vorbehält .. wundersame Erscheinungen hervorbringen kann N6,325,12 Zu MetamPfl 15 Das Pulsiren, das Aus- und Einathmen der tellurischen Schwerkraft bleibt in gewissen von der Natur vorgeschriebenen Gränzen N12,71,18 BaromSchwankungen N7,339 Versuche übWachstum dPfl N6,28,6 MetamPfl 8 N8,20,22 VglAnatomie 4 uö f bezogen auf (durch best Gesetze, Techniken, Prinzipien, ästhet Qualitäten definierte) Gegenstandsbereiche, insbes künstlerische od literar Gattungen, Sparten, Sujets uä Es ist eine so angenehme Empfindung sich mit etwas zu beschäftigen was man nur halb kann, daß niemand .. den Künstler tadeln dürfte, wenn er, über die Gränze seiner Kunst hinaus, in einem benachbarten Felde sich zu ergehen Lust hat 20,216,6 Wv II 3 Einen Abend stritt die Gesellschaft, ob der Roman oder das Drama den Vorzug verdiene? Serlo versicherte .. beide könnten in ihrer Art vortrefflich sein, nur müßten sie sich in den Gränzen ihrer Gattung halten 22,177,6 Lj V 7 Herr Hackert hat weder Weinranken noch Olivenbäume sehen lassen; doch wir bemerken eben, daß unsere Wünsche sich über die Gränzen der Aussichtsgemählde in das Gebiet der höhern dichterischen Landschaftsmahlerei verlieren 48,128,15 Üb:Hackert,Landschaften [wohl G] 27,164,21 DuW 8 251,222,18 Wj III 12 B27,162,6 Cotta 2.9.16 uö in Kennzeichnung des durch Bestimmtheit, Begrenztheit, Eindeutigkeit, Deutlichkeit charakterisierten Gebiets 'wahrer' Kunst der Imaginant .. schadet der Kunst unendlich, weil er sie über alle ihre Gränzen hinausjagt, und es bedürfte des größten Genies sie aus ihrer Unbestimmtheit und Unbedingtheit, gegen ihren wahren Mittelpunct, in ihren eigentlichen, angewiesenen Umkreis zurück zu führen 47,197,21 Samml 8 g bezogen auf die Dimension des Diesseitigen, Realen, Unmittelbaren, Gegenwärtigen als Kennzeichen antiker Lebens- u Geisteshaltung iUz modernen Vorliebe für das 'Unendliche' Wirft sich der Neuere .. fast bei jeder Betrachtung in's Unendliche, um zuletzt .. auf einen beschränkten Punct wieder zurückzukehren, so fühlten die Alten, ohne weitern Umweg, sogleich ihre einzige Behaglichkeit innerhalb der lieblichen Gränzen der schönen Welt .... Alle [Dichter, Geschichtsschreiber, Forscher] hielten sich am Nächsten, Wahren, Wirklichen fest, und selbst ihre Phantasiebilder haben Knochen und Mark 46,22,24 Winckelm C Schwelle, Anfang, Beginn; meist 'an der G.' auch iSv in der Nähe, nur im Bild u metaphor [Franz:] zu ihr! und ich bin an der Gränze der Seligkeit 132,291,1 Götz3 IV Var [mBez auf de Candolles 'Organographie végétale'] er quält sich mit außerordentlicher Sorgfalt .. immer an der Gränze des Räthsels B44,432,12 Soret [Mitte Jul 28] K [mBez auf eine Erkrankung] Da ich von der nahfernen G. des Todtenreichs zurückkehrte B15,175,23 Reichardt 5.2.01 N1,198,16u18 FlD 484 B31,46,13 Zelter 4.1.19 B47,435,26 Eckerm [Ende Okt 30] K uö(selten) D im Kontext der Farbenlehre für Bildgrenze: Randbereich eines opt Bildes (s 'Bild' I 2), an dem sich bei (prismat) Verrückung u Überlagerung - als Wirkung des Hell-Dunkel-Kontrastes bzw des 'trüben' Mediums - farbige Ränder u Säume bilden 4); unterschiedl akzentuiert als Trennlinie zw Licht u Schatten, als Saum des Bildfeldes od als dessen äußere Begrenzung durch Schatten, Dunkel; auch 'helle, dunkle, rote, blaue G.' Ein Bild entsteht nur durch Gränzen, diese Gränzen übersieht Newton ganz, ja er läugnet ihren Einfluß. Wir aber schreiben dem Bilde sowohl als seiner Umgebung, der hellen Mitte sowohl als der dunkeln Gränze, der Thätigkeit sowohl als der Schranke, in diesem Falle vollkommen gleiche Wirkung zu N2,10,21f u 25 FlP Wir wissen daß ein rundes helles Bild, wenn es durch Refraction in sich selbst verengt wird, mit einem gelben und gelbrothen Rand erscheint, weil die dunkle Gränze dem hellen Bilde folgt N52,410,28 Üb dRegenbog daß die Farbe nicht aus einer Theilung des Lichtes entstehe, sondern vielmehr durch den Zutritt einer äußeren Bedingung, die unter mancherlei empirischen Formen, als des Trüben, des Schattens, der Gränze, sich ausspricht N2,172,20 FlP 321 damit man sich sogleich überzeugen könne, daß nur eine schattenwerfende Gränze innerhalb des gebrochenen aber noch weißen Lichtes Farben hervorzubringen im Stande sei N2,194,25 FlP 397 daß nämlich eine farbige Fläche so wenig als eine schwarze, weiße oder graue durch Refraction verändert werde, sondern daß allein die Gränzen der Bilder sich bunt bezeichnen N2,154,9 FlP 288 N51,133,4 ElementeFl 11 N52,316,8u13f Fl Plp N2,196,11 FlP 403 N1,88,8 FlD 213 N1,131,3 FlD 316 N1,130,14 FlD 314 uö(häufig) → End- Feld- Flur- Gebirgs- Gerichts- Granit- Körper- Kunst- Landes- Lebens- Licht- Luft- National- Scheide- Seiten- Theater- Wasserscheidungs- Zauber- Zirkel- abgrenzen angrenzen begrenzen umgrenzen Begrenztheit Begrenzung Begrenzungspunkt Syn zu A Grenzlinie Grenzscheide Grenzscheidung Scheide Scheidegrenze Scheidelinie Trennungslinie zu B Begrenzung Beschränkung Ende Endpunkt Schranke zu B2b Hemmung Hindernis Hinderung Limitation zu B2c Bedingtheit Begrenztheit Beschränkung zu C Anfang Beginn Schwelle zu D Begrenzung Beschränkung Rand Saum Schranke
1) vgl UPörksen, Raumzeit. In: G u die Verzeitlichung der Natur, ed PMatussek, 1998,101–127 2) vgl MSemper, Die geol Studien G-s, 1914,74f 3) vgl Schelling, System des transzendentalen Idealismus, ed MSchröter, 1965,2,385; vgl auch s v Begrenztheit 4) vgl s v begrenzen, Anm 1; zur farbtheoret Bedeutung s HSchönherr, Einheit u Werden, 1993,153–163 u RMagnus, G als Naturforscher, 1906,228–230 Dorothea Kühme |
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