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Bd. 1, Sp. 5b
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Brendewitenabend [Prèntawitanûwə M.] m. Christnacht, eig. Abend des brennenden Baumes. Firabend [Fírówə Ensish. Su. Logelnh. Rapp. Mutzig K. Z.; Fíryowə M. Daneben auch Fírófə Geisp. K. Z.; Fírówət Obbr.] m. Feierabend, Ruhe. F. machen die Arbeit einstellen. Gruss am Abend: Han ihr F.? (F. gemacht?) Zuruf an spät Arbeitende: Alle, machet F.! Geiswasser Lobs. Den F. bekummen vom Meister entlassen werden Obbr. Firowendbüschele das letzte, meist etwas kleinere Büschel Dü. Rda. Wenn der Kopf ewëg ist, het s Füdle (s Loch Z.) Firowend Geberschw. Der spot F. die Krätze. Scherzhaft: Firowe und Raüch unden Dü. Spw. Am Morjen muess mer den F. suechen wer früh anfängt, kann auch früh aufhören Hf., ähnl. M. JB II 167. Feierabend im Wirtshaus: d Schandarmen haben F. gebotten U. Mer han nur noch e halb Ämele (Ohm) Win, dernoch ist F. dann hat das Trinken ein Ende O. – SCHWEIZ. 1, 36. Bd. 1, Sp. 6a äbelen [éwlə StM.] unpers. allmählich Abend werden: s het grad gäwelt, wo-n-i zue-n-ihm kummen bin. – SCHWEIZ. 1, 34 ābelen; äbelen Appenzell. |
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Bd. 1, Sp. 6b
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ebeländig [êwəlantik Dü.] Adv. e voll bis zum Rand gefüllt. – aus ebenlendig ‚gleich dem Lande‘ nach dem Bilde eines angeschwollenen Flusses? |
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1. eben. Der Tisch ist ewen Logelnh., steht nit ewen wagerecht Rapp. E eweni Stross. [Ùf əm êwənə Pòtə Hf.]. Mit ebenen Füess mit gleichen Füssen Hi Spw. M r kann nit alli Bërig (Berge) ewen machen Avolsh. uneben [ùnêwə Su. Dü.; ùêwə M.] Adj. nicht glatt, rauh: [a ùnêwənər Wái Weg Dü.] Im Spiel sind die Teilnehmer ewen, wenn sie gleich viel zu bezahlen haben, sonst unewen. Volksscherz: Der Ewen und der Unewen han e Laib Brot mit enander gëssen verschiedene Anforderungen lassen zuletzt nichts übrig Dü. – SCHWEIZ. 1, 45. eben [êpə Roppenzw.; êwə Banzenh. Su. Ingersh. K.; èwə Dü. Rapp. Str. Tieffenb.] Adv. 1. eben, genau, gerade, soeben. Ewen du bist s gsin Logelnh. Do ist ewen der Hoken! Bf. Zeitlich: Ewen ist er bi-n-üns gsin; verstärkt ewen und ewen grade in, vor diesem Augenblick Hf. Grad ewen haw ich s erfahren Barr. ‚Do kummt der Pfarrer ewwe, un dene müesse mer rynlokke-n-un glych hewwe‘ PFM. V 8. Vor Adj. und vor andern Adv.: Ewen voll voll bis zum Rand Dü. S ist ewen guet gangen über Erwarten gut Obhergh. Das Kleidle ist ihm ewen rëcht passt ihm ganz genau Su. Bd. 1, Sp. 7a Du kommst mir ewen rëcht ironisch: Abweisung und Drohung. Ewen so Banzenh.; ewen ze mär s. unter Mär. Erklärend: Du wurst ewen nit gfolgt han Banzenh. S ist ewen nim (nicht mehr) anderst z machen! Bf. Ich kann s ewen noch nit glaüwen, awer s soll wohr sin Ingersh. Zustimmung: Wënn er dis nit gethon hätt! .. Ewen, ewen! Hf. Drum ewen! Z.Ebene, Ebeni, Ebenung [Êwənə Su. Rapp.; Êwəni Ensish.; Êwəni Lützelstn. Wh.] f. Ebene, weite Fläche. Du bist e Kërl uf der E. ein Prahler, der im Gebirg, d. h. vor Schwierigkeiten, zurückschreckt. E Teüfel uf der E. mutwillig Ruf. – SCHWEIZ. 1, 46 Ebni. Ebenheit [Êwəhǽt Wh.] f. scheinbare Tadellosigkeit, Rechtschaffenheit. [Tæm hæt eχ tes net tsûkətrøwt met siner Ê.] |
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Kibëber [Xípápər Fisl.] m. Scheltwort für einen zornigen, zanksüchtigen Menschen. – SCHWEIZ. 1, 46. Ëbert [Áwərt Ndrbetschd.] m. Wildschweineber. |
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oben [ópə Hi.; ówə Steinb. Hlkr.; owə Su. Dü.; òwə Str. K. Z. Han. Ndrbetschd. Lohr] Adv. oben: s Brot leit owen im Korb Dü. Owen am Wald oberhalb des Waldes, am Wald owen am Wald dort oben Steinb. [Tó es͑ Plæsîr òwə da ist grosse Freude Lohr.] Er ist owe bi-n-ihm gilt viel bei ihm Dü. [r setst owə Bd. 1, Sp. 7b àn əm sitzt über ihm in der Schule Dü.] Unden owe das Untere obenhin, durcheinander: [Màχ mər nìt àləs ìənowə Rauw.] ‚Got .. leit mit uns recht unden oben‘ legt sich zu uns Gefallenen MURNER Bad. 6, 52. Zöwerst owe ganz oben Hlkr. Er wohnt owen uf im oberen Stock Dü. K. Z. Owen herab! sagt der Kartenspieler, wenn er nicht ab heben lassen will Hf. S macht alls owen erab es regnet immer zu Dü. Owen ewëg mit folgender Negation: durchaus. [Tes es͑ òwən əwak net wór; ty tèrfs͑ tes Mæitən òwən əwak net hírótə Hf.] Wer owe nus (mehr, höher als er kann) will, fallt unden dure Bf. Owen dussen ausser sich: [r es͑ kliχ òwə tysə gleich aufgebracht Hf.] Owen herum in, an der oberen Hälfte des Körpers: s fëhlt mir o. herum ich bin brustkrank. Sich o. erum us thuen die Kleider bis zur Hüfte ablegen Hf. O. rum auf den Bergen M. Obe use und nienen an sollen die Hexen sagen, wenn sie auf ihren Besen sitzend zum Kamin hinaus fahren Hi., ähnlich Str. – SCHWEIZ. 1, 50.doben [tópə Sier. Roppenzw.; tówə Heidw. Ensish. Ingersh.; towə Ruf. Dü.; tòwə Horbg. K. Z.] Adv. dort oben, droben. Wie geht s doben? im oberen Dorfe. ‚der hutmacher, so auch doben wachte‘ Str. 1546 JB III 95. droben [tròwə Rapp. Str. Wörth Ndrbetschd. Lohr Tieffenb.] Adv. oben. Drowen uf der Bühn auf dem Heuboden. hoben, ahoben [hówə S.; hòwə U. W.; əhòwə Co. Ingersh.] Adv. hier oben. – SCHWEIZ. 1, 50. über oben [ipər ôpə Liebsd. Steinb.; ewər ówə Su. Co.] Adv. oben, im oberen Stockwerk. – SCHWEIZ. 1, 50. SCHWÄB. 522. dobene [tòwənə Obbruck] Adv. oben. Dort dowene möcht ich sin dort oben möchte ich sein. hobene [howənə Felleri. M.] Adv. hier oben. Howene dran. – SCHWEIZ. 1, 51. öber [èwər Dü.] Adj. ober. [t èwər Pén die obere Bühne, der obere Dachraum Dü.; figürl. der Kopf: s es͑ èps net ráχt en tər èwrə Pén er ist nicht ganz bei Verstand Dü.] ‚seines beichters oder öbrens‘ Vorgesetzten GEILER J. Sch. (c III. ‚Do were n-awwer d‘ Qualle gar ketsch vom ewwre Laum‘ PFM. III 1. Als 1. Glied in Zss. s Öberdorf der obere Teil des Dorfes; s Öwerland das Oberland, das weiter oben am Rhein, in südlicher Richtung vom jedesmaligen Bd. 1, Sp. 8a Standort gelegene Land; der Öberwind Südwind; so schon GEILER P. 3, 36. Öberländer [Èwərlantər U.] m. Bewohner des Oberlandes; oberelsässischer Wein: Dis ist Öwerländer! Merzw. Superl. öberst [épərs͑t Olti. Liebsd. Roppenzw. Pfetterhsn.; éwərs͑t Heidw. Lutterb. Su.; èwərs͑t Urbis Dü. Str. K. Z. Han. Ndrbetschd. Lützelstn.] oberst. Bist hüt der ö. kumm in der Schule der erste geworden? Lützelstn. s ö. kummen beim Ringen obsiegen Rotb. [tes Te leit s èwərs͑t liegt zu oberst Tieffenb.] ‚Do isch merr in der Midde vom ewwerste Gebir'j PFM. V. 9. zöwerst ganz oben; er ist zö. in der Schuel Dü. zunderst (zunder, zunderst und) zöwerst alles durcheinander, verkehrt, drunter und drüber U. Zu. zö. gheien umstürzen U. Du kunst zu. zö. in dHell mit dem Kopf nach unten Orschw. Su. Bf. Lülzelstn. ‚kehret die Feder umb, das öberst zum underst retournant la plume c'en dessus dessous‘ MARTIN Parl. N. 724. ‚alles zu vnderst zu oberst‘ MOSCH. I 518. ‚S‘ isch nämli uff der vierte Sit vun der Zitung e Schiffahrtsannonce g'sin mit der Zeichnung vum e Dampfschiff, un wil der Bur d‘ Zitung z'unterscht zöwerscht het g'hebt, sin d‘ Mastbäum noch unte g'stande‘ Str. Wochenbl. 1883, No. 61. ‚Doch zuntersch zewerscht dueht er stehn‘ FRANçOISIkHusm. 9. – SCHWEIZ. 1, 52.Obrikeit [Ówrikhait Dü.; Ówrikhæit Z.] f. Obrigkeit (wenig gebräuchlich). [‚Strai Ó. rèkîart net là] Spw. bezüglich auf das Wetter, hauptsächlich auf starke Kälte Dü. E-n-O. muess sin! Ingenh. eroberen [ərôwərə Bf. Str. K. Z.] gewinnen, sich aneignen. Was hest durch s Hiroten erowert? Bf. Do ist nit viel zen-eroweren Ingenh. – SCHWEIZ. 1, 52. BAYER. 1, 17. |
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Bd. 1, Sp. 8b Geschichte Dü. S is͑ net ìwl, àwər wæmər s ə Wil ânlŷjt, wùrt s aim ìwl Str.] – SCHWEIZ. 1, 55.Übel n. Uebel, körperlicher Fehler. [Wan ər tàs Ewl (Gebrechen) net hat, wár ər ə natər Pýə Rapp.] Spw. Von zwei Üwelen wählt mer allewil s kleinst Rapp. 1. übel, schlecht. Er hört ü., er sieht ü. us. [I pe hàlt ewl trâ tsetər às i khè Àrwət mé hâ Dü.] ‚Diese Leute mu̔ssen vbel ho̔ren‘ MOSCH. I 202. S ist, wurd eim ü. man ist, wird unwohl. [m èps ewl ùf namə, en ewl namə Hf.] Ü. oder wohl han ich müessen gehn es blieb mir nichts übrig als zu gehn Bghz. Nit ü. tüchtig: er ist nit ü. verwitscht getäuscht, geprügelt worden Su. s het nit ü. us gegëben einen reichen Ertrag geliefert Dü. Ironisch: Du kummst mir nit ü., du bist nit ü. verrissen (oft mit dem Zusatz: awer bös ze flicken Z.) dein Vorschlag ist schlau, frech, aber du irrst dich doch Str. ‚(er hat) nitt iwel nicht wenig Mieih g'ha‘ LUSTIG I 314. Dis wär üwel gseit, das wäre schlimm, wënn mer dis nit machen könnt Z. ‚(es) wirde manchem vbel gesagt sein‘ MOSCH. II 151. ‚Wann Krieg noch länger wurd, wär's mancher (Jungfrau) übel g'sagt‘ Str. 1749 JB. IV 134. 2. steigernd, sehr: [Ewl s͑én ausnehmend schön, verstärkt kòr e. s͑én Ingenh., e. riχ sehr reich, e. fièl sehr viel Hf.] Synon. wüest viel. Gesteigert: ‚Was isch mier's doch so dootsterwesiwwel ‘ PFM. IV 5. üblich [ewliχ Hf.] Adj. heftig, gewaltig: [ewliχi ‚Smartsə heftige Schmerzen, ən ewliχs Fír ein gewaltiges Feuer; auch ewliχi s͑tàriki ‚Smartsə]. Hörübel [Hérewl Hf.] m. schwerhöriger Mensch. – Imperativbildung. SCHWEIZ. 1, 57. Surübel [Sýrîpl Olti.; Sýríwl Str.; Sýrewl Bghz. Su. Hlkr. Katzent. Obbr.] m. 3. = Suremus, s. d. surübelig [sýrewlik Horbg.] Adj. sauer sehend. übelen [îplə Liebsd.; îwlə Banzenh.] refl. sich verschlimmern (von einer Wunde) STÖBER Mäder 115 üewele. – SCHWEIZ. 1, 56. verübelen [fərewlə Bebelnh.] übel aufnehmen. Bd. 1, Sp. 9a
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drüben [trewə Wörth Ndrbetschd. Zinsw. Lohr Tieffenb.] drüben: drüwen üwer der Stross auf der ander en Seite der Strasse U. W. dort üben [tèrt ewə Z.] dort drüben GEILER Narr. 23. STÖBER. h-üben [hewə K. Z. Ndrbetschd.; hìwə Lohr; hiwə Wh.] auf dieser Seite. [r hèt t Lùənantsentù hewən ùn tewə auf beiden Seiten Hf.] do hüben [tó hewə Geisp.] diesseits: do hiwen an der Matt auf dieser Seite von der Wiese. ahüben [əhewə Ingersh.] hier auf dieser Seite. |
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1. mit Dat. D Supp ist üwer dem Für Bf. [ewər m Hyfə leijə auf einem Haufen liegen, (von Heu, Holz, Lumpen u. a.) Ewər m Khòs͑tə hàn beköstigen Hf.] Während: üwer dem Ëssen; üwer dem während dessen; üwer dem Studieren ist er e Narr worden Hf. 2. mit Acc. üwer s Fëld; üwer Fëld gehn in ein anderes Dorf U. Luej üwerschi sieh in die Höhe (über sich)! Bf.; üwer der Wajen nab gheien Dü. Er het noch nix Warms üwer s Hërz awe gelossen nichts Warmes gegessen Su.; üwer s Johr im nächsten Jahre; [ewər àχt Tœ́ Hf.; ewər Nâχt Dü.] Ich weiss nix z klajen üwer den Bueb Dü. [Se sį kəwes əso kâr krop ewər sə] sie sind, wie man sagt, sehr grob gegen sie Mühlb. Das geht doch üwer s Bohnenlied Dü. [n Mól ewər s àntər] in einem fort Hf. [Ewər ǽn Mól] plötzlich Z. Üwer eins Mol Str. Üwer e Hufen gheien a) auf einen Haufen werfen; b) über den Haufen werfen, umstossen, z. B. einen Beschluss Su. Über sich, s. sich. – über [ewər Dü. U.] Adv. über: Ist s Fläsch üwer? steht das Fleisch über dem Feuer? Eps ü. haben, thuen Speisen auf dem Feuer haben Bf. Hf.; ü. lossen übrig lassen [hès͑ niks ewər klû? Dü.] übereinander [ewərnànt Z.] verrenkt, nur prädicativ: [ər hèt tən Ârm ewərnànt Hf.] drüber [trewər Steinb. Su. U.; trìwər Str. Lohr] Adv. darüber. D. kummen Bd. 1, Sp. 9b über etwas geraten, an etwas naschen Steinb. Do kannst nit d. das kannst du nicht vermeiden Su., nicht ändern Z.; Rda. Do springt kein Gäs d. das ist sicher wahr Barr. Gang doch drüwer hinüber! Katzent. Drüber und drunter in Unordnung: [s két àləs tr. ùn tr.] von ordnungsloser Flucht oder Eile Hf. Presbyterialprotokoll Mittelhsn. 1. 3. 1768: ‚Dass es die abgewichenen Osterfeyertage drunter und drüber gegangen ist.‘ Er macht alles dr. u. dr. bringt in Unordnung Obbruck. Drüber drusen aus dem Häuschen, verrückt; [trewr nys khomə] überschnappen Z. – SCHWEIZ. 1, 60.Drüber nüber [Trewər newər Ruf.] n. Uebertreibung, Missbrauch in Essen, Trinken, Kleidung. herüber [rewər U.; ərewər Hlkr. Co. Ingersh.; əriwər W.] herüber. Do üwen erüwer dort herüber Dehli. Der Perpedickel an der Uhr geht allewil rüwer und nüwer Bf. ‚Gleichwol gehet es zuweilen auch ru̔ber vnd nu̔ber, drunder vnd dru̔ber‘ MOSCH. I 254. hinüber [newər Co. Rapp. NBreis. U.; ənìwər W.] hinüber. Kinderlied: Rëjen, Rëjen geh niwer, Sunn, Sunn, kumm eriwer! Str. ‚Jez wurrum henn si mi nit gschikt ins Dytschland niwwer, uf Mannem oder Spyr‘ PFM. I 2. In der schriftdeutschen Form [hinípər] nur in hinüber gehn sterben Hf. – SCHWEIZ. 1, 59. vorüber [forewər] Logelnh. vorüber, vorbei. Bis dër kommt, ist früej vorüwer und spot do Rda. von einem langsamen Menschen Bf. – SCHWEIZ. 1, 60. dübere, düberte [tewərtə; Hlkr. tewərə Obbruck M.] drüben. – vgl. SCHWEIZ. 1, 60 drubert. überich [epəri Gebw.] Adv. oben hinaus: ü. luegen schielen. übrig [éwrik Lutterb.; ìwri Str.; ewəri K. Z.; ewəriχ Wörth Ndrbetschd.] übrig. Ü. lon übrig lassen; ü. bliben eine alte Jungfer werden Lutterb.; ü. sin nichts mehr gelten U. Brueder Übrig unnützer Mensch. Wënn d alte Lüt emol nimmehr schaffen können, sind se bald üwrig man ist ihrer müde Str. |
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usüeben [ysìawə Su. U.] ausüben: an eim de Zorn, Nid u. an einem seinen Zorn auslassen. Bd. 1, Sp. 10a Uebung [Yø̀wù Z.; wù Str. Wörth; Îwú Ndrbetschd.; ĺwù Lobs.; ø̀wù K.] f. Lärm, Durcheinander, Unordnung. Do ist e Iwung gewënn in dem Dorf, dass du din eijen Wort nimmi ghört hest Lobs. Awer e-n-Ue.! wenn durcheinander stehendes Gerät u. a. den Weg versperrt Hf. – Vgl. mhd. uoben. SCHWEIZ. 1, 62. |
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äwig [áwik Mü.] Adj. von Epheu. STÖBER. |
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Ablang [Àplà allgem.; Dem. Àplali Heidolsh.; Àplalə Ruf.; Àplal Scherw.] n. |
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Bd. 1, Sp. 10b Pfast.] absolvieren: 1. fortschicken; 2. scherzh. prügeln (Anlehnung an salben?).
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absolut [àpsòlyt Hlk. Bf. Hf.; àpsəlyt Roppenzw. Su. Dü. Obbr.] Adv. durchaus, unbedingt: lat. absolute. [Tes ìs͑ wìtər ə Ksèts àpsòlyt] gegen ein unverbrüchliches Gesetz Geberschw. |
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Kërnobs [Kharnòps K. Z.] n. Kernobst, Äpfel, Birnen. Risobs [Rísòps Heidw.] n. heruntergefallenes Obst, vielfach zu Schnitzen verwendet. Steinobs [tǽnòps K. Z.] n. Steinobst, Zwetschen, Pflaumen. ‚Dz Steinobs hats gern kiel‘ Str. 1625 JB. VII 112. |
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Bd. 1, Sp. 11a
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1. des Schmerzes und Mitleids: Er het nit ach und nit weh gseit Hf. Ach e leider ach und leider! wozu ein Spötter hinzufügt: und kein Sprossen, als ob er Leiter verstanden hätte Z. 2. der Ungeduld, der Zurückweisung: Glaübst du, dass er hent (heut Abend) noch kommt? – Ach! Hf. Ach, geh mir doch ënwëg! Hf. ‚Ach leyder Ah, heu, interjectio dolentis‘ DASYP. – achen ach rufen: mit a. und krachen mühselig, widerwillig Hf. – SCHWEIZ. 1, 65. HESS. 3. |
| abä |
| Abend |
| aber |
| Abuschur |
| eb |
| eb |
| ebeländ |
| eben |
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| Eber |
| ob |
| übel |
| üben |
| über |
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| üeben |
| Äbhaü |
| ablang |
| Abrassen |
| absolümang |
| Obs |
| -ach |
| ach |
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