QUELLER, m.1) einer der quellt (s. das zweite quellen), macerans, proluens STIELER 1493. 2) nd. name verschiedener grasarten SCHILLER-LÜBBEN 3, 402a. STÜRENBURG 190a. PRITZEL-JESSEN 611b; ein theil des anwachses (in marschländern), der noch nicht reif ist und eben erst zu 'begrünen' anfängt. BENZLER 2, 54. vgl. das erste quellen 5.
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QUELLERZ, n. was rasen-, wiesenerz.
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QUELLFLUSZ, m.: die quellflüsse des Nils, die Nilquellen. BECKER weltgesch.4 1, 25. DÜMICHEN Aeg. 1, 6.
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QUELLFLEISCH, n. leicht abgesottenes, gequelltes schweinefleisch VILMAR 226.
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QUELLFLUT, f., vgl. quellenflut:
tückischer grund mit süsz' aufwallender quellflut (quellwasser STILLING). VOSS Georg. 2, 243.
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QUELLGAST, m. einen gesundheitsbrunnen aufsuchender gast: als man, verwegen genug, den felsen, aus welchem der neubrunnen (in Karlsbad) entspringt, abarbeitete, mehrern raum und bessern zugang für die quellgäste zu gewinnen. GÖTHE 51, 33.
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QUELLGEBIET, n. was quellengebiet, -bezirk: quellgebiet des Oxus und Jaxartes. HUMBOLDT kosmos 2, 146; übertragen nach quelle 3, d: dennoch hatte ich immer die überzeugung, dasz das reichste und in vielem sinne das heilsamste quellgebiet poetischer stoffe in der gegenwart liege. FREYTAG ges. werke 1, 255.
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QUELLGEBIRGE, n., vgl. quellengebirge:
(diese weise) wird ihm nachgesungen von des Rheines quellgebirgen zu der Nordsee wogengürtel. G. KELLER ges. ged. 459.
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QUELLGEIST, m. quellender, schaffender geist (s. quellen 1, 2): die sieben quellgeister in der göttlichen kraft. BÖHME morgenr. cap. 8, 23; ein jeder quellgeist in der himmlischen natur hat aller quellgeister ahrt und eigenschaft an sich. 22, 87 f.; mangel an leben und quellgeist. LAVATER fragm. 2, 1, 13.
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QUELLGEKICHER, n.:
ein einsam wiesenthal! kein ton als quellgekicher. FREILIGRATH (1870) 3, 88.
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QUELLGEMURMEL, n. was quelle-, quellengemurmel:
von stolzer höhe siehst du auf das volk, vor deinen füszen wogt die bunte menge, und unser glück und leiden dringt nur leise wie fernes quellgemurmel dir zum ohr. FREYTAG ges. werke 3, 135.
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QUELLGERÄUSCH, n.:
(wenn) nicht das quellgeräusch und nicht das flüstern im kastanienhain uns mehr begrüszt. J. G. JACOBI 3, 241.
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QUELLGERIESEL, n., vgl. quellengeriesel:
er hörte keine stimmen als das mannigfaltige rauschen des windes .. oder quellgeriesel. J. G. JACOBI 4, 22;
die duft'gen ranken, die schwer vom blühnden schmuck ins quellgeriesel sanken. SCHULZE Cäcilia 5, 38.
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QUELLGESCHLECHT, n.:
(wir frösche,) des sumpfs quellgeschlecht. VOSS Arist., die frösche 212.
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QUELLGETÖN, n.:
(ein gärtlein,) voll rosenhecken und voll quellgetönes. A. GRÜN ges. werke 3, 237.
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Bd. 13, Sp. 2352 QUELLGETRÄNKT, partic., vgl. quellentrunken:
wo nachtigallenmelodien aus quellgetränkten frühlingsbüschen schallen. RÜCKERT 2, 310.
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QUELLGRAS, s. quellengras.
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QUELLGRUND, m. quelliger grund, naszgalle WEBER öcon. lex. 431b. vgl. quellengrund.
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QUELLHAFT, adj. was quellbar, quellig STIELER 1493, vgl. quellenhaft.
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QUELLICHT, s. quellig.
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QUELLIG, s. quälig.
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QUELLIG, adj.1) als quell flieszend, ein quelliger brunne = queckbrunne:
(ein becken,) dâ sol waჳჳer inne sîn eines quellegen brunnen. VOLMAR steinbuch 681 Lambel. 2) quellen oder quellende feuchtigkeit in sich habend, scaturiens, scaturiginosus, quellicht STIELER 1493: quelliger boden NIEBUHR 1, 432. 3, 654. GÖTHE 16, 226. 233, quellige felder 30, 108. 43, 143;
(dort) findest du voll ausströmend des quelligen felsengeklüftes klare flut. VOSS ged. 6, 328;
(sie wohnten) am abhang des quelligen Ida. Il. 20, 210, vgl. 15, 152.
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QUELLKARTOFFEL, f. zum sieden besonders geeignete, auch gesottene, gequellte kartoffel VILMAR 309.
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QUELLKORN, n. gequelltes korn, ostpreusz. sei hewwt e quellkorn verschluckt, sie ist schwanger FRISCHBIER 568; quälkorn was amelkorn, triticum spelta NEMNICH 2, 1493. brem. wb. 3, 393 ('eine art getreide, das sehr ins kraut wächst und daher, ohne der erndte zu schaden, verschiedene mahl zum futter für das vieh abgemäht werden kann', s. quelen 1, 5).
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QUELLLAND, n. quellen von flüssen enthaltendes land: die quellländer des Nils. DÜMICHEN Aeg. 1, 10.
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QUELLMEISZEL, m. in enge wunden gebrachter meiszel (3), um sie durch das aufquellen desselben zu erweitern: ist die wund eng, so lůg das du sie weiter machest ... mit quellmeiszeln. GERSDORF feldb. der wundarznei (1528) 30; were das loch aber zů eng, mach es weit mit quellmeiszelen. BRAUNSCHWEIG chir. 22; die wundarzt machen ihre quellmeiszel daraus (aus der enzianwurzel), die enge wunden zu erweitern. TABERNAEMONTANUS 1103b.
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QUELLMOOR, n. quelliges, versumpftes moor WEBER öcon. lex. 431b.
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QUELLMOOS, s. quellenmoos.
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QUELLOPFER, n. an einer (heiligen) quelle dargebrachtes opfer. F. DAHN Attila 64.
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QUELLPUNKT, m. punkt aus dem etwas (zunächst eine quelle) entspringt: die eigentliche Nilquelle, als welche wir doch wohl den fernsten quellpunkt des fernsten seiner quellflüsse betrachten müssen, ist bis jetzt noch nicht ermittelt. DÜMICHEN Aeg. 8; die dunkeln und hellen punkte (bei entoptischen erscheinungen) sind wie quellenpunkte anzusehen, die sich aus sich selbst entfalten. GÖTHE 55, 20; das elektrische ... ist für uns ein nicht, ein null, ein nullpunkt, ein gleichgültigkeitspunkt, der aber in allen erscheinenden wesen liegt, und zugleich der quellqunkt ist, aus dem bei dem geringsten anlasz eine doppelerscheinung hervortritt. 52, 300; diesen quellpunkt, wenn er, im menschen cultivirt, ins leben, zur öffentlichkeit gelangt, nennen wir pietät, wie die alten. 46, 98;
ist nicht jedes wesen im ungeheuren all ein golddraht, abgeleitet von aller wesen quellpunkt? SCHUBART (1825) 1, 322.
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