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sone heter keჳჳel noch smalz, weder pfeffer noch salz. Iwein 3278; Galiênus und Aristoteles sprechent, daჳ dreierlai pfeffer sei, swarzer, langer und weiჳer, und der aller auf ainerlai paum wachs und daჳ der weiჳ den magen mêr sterk und der lang mach daჳ eჳჳen mêr hin ab steigend in den magen und in dem gedärm, daჳ gevelt andern lêrærn niht, wan daჳ wir in unsern lenden langen pfeffer haiჳen, daჳ ist lück an im selber und ist gestalt als länkloten dingl, diu hangent an den haseln, ê daჳ diu nuჳ dar auf gewachsen. MEGENBERG 373, 21 ff.; langer, weiszer pfäffer MAALER 316c; spanischer pfeffer SCHILLER 146; indischer pfeffer FREYTAG ahnen 3, 179; (er sei gewesen) zů Granat und do der pfeffer wechszt. S. BRANT 76, 87; unter dem pfeffer thut man finden vil harter gestoszen brotrinden. SCHADE sat. 1, 169, 534. Bd. 13, Sp. 1634 auch allgemeiner für gewürz und kaufmannswaare (vgl. pfeffersack): es wurden darnach etlich theter ergriffen, die bezahlten den pfeffer (die den kaufleuten abgenommenen waaren) mit dem leben. BAUMANN quellen 1, 19; der pfeffer galt gleichsam für alle waare, und so brachte auch hier (beim pfeifergericht) der abgesandte einen schönen gedrechselten hölzernen pokal mit pfeffer angefüllt. GÖTHE 24, 35. -- in redensarten und sprichwörtern: swer aber durch guot wirt sîner êren âne, unde doch leben wil in êren wâne bî den êre gernden liuten: rehte in der mâჳe bî in ist als bî dem pfeffer miusemist. REINMAR V. ZWETER, minnes. 2, 190b; dann ich selber (das ich meusedreck auch mich unter den pfeffer menge) habe seer viel meinen papisten zu danken. LUTHER 1, vorr. 4a; der mausdreck will allzeit unter den pfeffer. SIMROCK sprichw. 371; ich bin kein studierter mann, .. aber ich lasse mir mäusedreck nicht für pfeffer verkaufen. WIELAND 20, 59; schles. er mengt sich nein wie quarg in pfeffer (mischt sich in alles). WEINHOLD 69a; wer vil pfeffers hat, der pfeffert auch sein musz. FRANK 2, 109a (seinen brei SIMROCK 422); mein pfeffer ist so gut wie dein safran. SIMROCK 422; pfeffer reiben, schles. von geziertem wankendem gange. WEINHOLD a. a. o.; obscen: pfeffer stoszen LINDENER schwankb. 7 Lichtenstein; (ein junger) der mir die lange weile vertreibt und mir zu der nacht den pfeffer ein reibt. RABER Sterzinger spiele 18, 622, vgl. 39; einen hin wünschen wo der pfeffer wächst (sehr weit weg, vergl. pfefferland): ach werents an der selben stat, do der pfeffer gewachsen hat. MURNER narrenbeschw. 77, 64; hat man under allen kindern einen lamen oder einen krüppel, denselben wünschet man, dasz er were wo der pfeffer wechst. ALBERTINUS hauspolizei 1, 43b; ich glaub sie het gewölt, das sie zu Rom were, oder an dem orth da der pfeffer wechszt. wegkürzer 59b. 96a; die (partei) lassen wir gehn ... in das land wo der pfeffer wächst. VOSS antisymb. 1, 136; satirischer pfeffer, scharfe kritik. J. PAUL grönl. proz. 2, 60; pfeffer und salz (franz. poivre et sel) aus schwarz und weisz gemischte farbe eines gewandstoffes. ALBRECHT Leipziger mundart 181c. -- in der gaunersprache bedeutet pfeffer schieszpulver, davon pfefferfuhre patrontasche, pfeffern mit pulver laden ANTON 61b. 2) eine mit pfeffer und andern gewürzen stark bereitete brühe (jus piperatum DASYP. 291a), noch bair.-österr. gänsepfeffer, hasenpfeffer SCHM.2 1, 422. SCHÖPF 496, ebenso kurhessisch und schweinepfeffer PFISTER nachtr. zu Vilmar 203: visch .. ûჳ einem pfeffer heiჳ .. veiჳte schâf in einem pfeffer. minnes. 3, 310b; dasz er die (knödlein) must ausz einem pfeffer essen. fastn. sp. 212, 16; der pfeffer wirt gemacht usz manigerlei specereien, das ist usz vil gewürtz, usz zymet, ymber, neglin, pfefferkörnlin, dieselben specerei allesamt werden under einander gestoszen, vermüschet und geschüt, und würt ein würtz darusz. KEISERSBERG has im pfeffer e 2b; junge häszlin seind gůt im pfeffer. e 4b; man macht kein gelben pfeffer an ein frisch fleisch. narrensch. (1520) 28a; gelen pfeffer zů hoff essen. evangelibuch (1515) 145c; die burgerin .. bereit ein gůten schwarzen pfeffer und wiltbret darin. PAULI 53 Öst.; den hasen in den pfeffer rieren. MURNER narrenbeschw. 29, 50; (er liesz) ir fleisch zubereiten und machen inn köstlich sultz und pfeffer an. H. SACHS 2, 85, 18; ein knecht der trůg ein grosze platt, die er voll schwartzen pfeffer hat. SCHEIDT Grob. 3487 neudruck; richt auch den gelben pfäffer an. FRISCHLIN 144 Strausz; uber ein stinkend fleisch macht man sonst gern ein gelben pfeffer. FISCHART Garg. 77a; ein gelbe sultz oder schwartzen pfeffer drüber machen. bienenk. (1580) 51a; pfeffer über eine junge gansz, über wildpret, rindfleisch. Nürnb. kochb. (1712) 470. 474. 524. 531. -- in redensarten und sprichwörtern: wie das fleisch ist, so ist der pfeffer. GRYPHIUS lustsp. 97 Palm; der pfeffer ward versalzen, man richt in mit langen spieszen an, mit helleparten geschmaltzen. LILIENCRON volksl. 372, 22 (vom j. 1525); Bd. 13, Sp. 1635 hüet dich, das sie ain sollichs nit erfar; dann wurd sie das gewar, der pfeffer wer versalzen. Zimm. chron. 2 4, 224, 46; harre nur bisz dorthin! so will ich dir den pfeffer schon versaltzen. Simplic. 2, 541, 28; pfeffer, kapp und kalk dekken manchen schalk. SCHOTTEL 1136a; da liegt (sitzt) der has im pfeffer (th. 42, 528 f.) d. j. GÖTHE 1, 362. SCHILLER 3, 360 (kabale 1, 1); so bald er aber merkte, wo der has im pfeffer lag. Simplic. 1, 192, 19; da plagen sie uns schon in der wiegen mit sollen und müssen die kreuz und queer, und wenn wir einmal im pfeffer (in der patsche, wie der has im pfeffer) liegen, da darf man endlich und kann nicht mehr. KÖRNER 257a; Roller. möchtest du (Moor) bald auch in den pfeffer gerathen, dasz ich dir gleiches mit gleichem vergelten kann. SCHILLER 2, 92 (räuber, schausp. 2, 3); laszts denn vor dismal genug sein und den kerl sich fürs künftige vorsicht aus diesem pfeffer abstrahieren. F. MÜLLER Faust 71, 7 neudruck. 3) mundartlich auch noch in weiterer bedeutung: a) ehedem in Rottenburg ein hochzeitsschmaus, den die junge frau eines rotgerbermeisters allen rotgerberfrauen am ersten tage nach der hochzeit zu geben verpflichtet war; daher in Rottenburg noch die redensart: der hat seinen pfeffer, die hat ihren pfeffer, dem hats viel gekostet, der hat viel bezahlen müssen. BIRLINGER volksth. 2, 402 f.; in Rottenburg auch 'eine art weihnachtsgeschenk' (vergl. pfefferkuchen, pfeffernüsse) 403. b) tirol. eine sauce, besonders aus eingesottenen holunderbeeren. SCHÖPF 496; nass. eine latwerge, birnen-, zwetschkenmus u. s. w. KEHREIN 1, 305. |
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ich pring dir da ain pfefferproet, das nim von mir also verguet. RABER Sterzinger spiele 17, 167. |
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so kompt ihr gnug auf die hochzeit fru̔, dasz man euch schenk die pfefferbrüe. FISCHART groszm. 578 Scheible. |
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wenn ich nit het ... ain pfefferpichsz und ain milchnapf. WELLER dichtungen des 16. jahrh. 2; der schiffskapitän sagte, sie gliche einer mit pfeffer bestreuten rose. zum dank für diese pikante vergleichung schüttete sie eine ganze pfefferbüchse auf seinen kopf aus, als sie ihn einmal in der kajüte eingeschlummert fand, und man konnte sich dem manne nicht mehr nähern, ohne zu niesen. H. HEINE 2, 179; obscen: ich wolt sie kutzeln under der uchsen, do weiset sie mich zu der pfefferpuchsen. fastn. sp. 274, 9. 345, 5; so greift er mir zu der pfefferpüchsen. 750, 23; in der architektur ein ausgekragtes schilderhäuschen auf einer ringmauer u. s. w. OTTE 180. |
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Bd. 13, Sp. 1636 PFEFFERDÜTE, f. düte zu oder mit pfeffer, gewürz: mir kommt das vor, als wenn man einem kleinen würzkrämer um ihm zu helfen eine ladung des besten schreibpapiers schenken wolte, damit er für pfeffertuten nichts ausgeben dürfe. HERMES Soph.2 1, 131; daher sucht der eine vorzüglich alte drucke, der andere nicht sowohl meisterstücke des grabstichels, als blätter, die sich manchmal nur dadurch rar gemacht haben, weil sie bei ihrer ersten erscheinung nicht geachtet oder zu pfefferdüten verbraucht wurden. THÜMMEL reise 7 (1802), 260; das maculatur von heute rühmt das maculatur von gestern, und pfefferduttencredit gründet sich auf pfefferduttenlob. LICHTENBERG (1853) 4, 187.
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dennocht erzaigt er sich mit den sinen frisch, wiewol si wenig pfefferfisch auszent und selten versůchten win. LILIENCRON volksl. 59, 180 (vom j. 1423). |
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ich kan im geben pfefferkörnlein. H. SACHS 3, 353, 7, vgl. 373, 25. 4, 394, 25; wer brachte mich so denn geformt aus dem gesäsze (mutterleibe), in dem ich anfangs kaum ein pfefferkörnchen wog? KOTTWITZ 9. |
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Bd. 13, Sp. 1637 PFEFFERKRAUT, n., mhd. pfëfferkrût, mnd. peperkrût, name von dictamnus albus, satureja hortensis u. a. DIEF. 180a. 436b. 514a. STIELER 1032: diptamus haiჳt pfefferkraut .. und ist gar gemain. MEGENBERG 398, 15; pfefferkraut oder senfkraut, lepidium BOCK kräuterb. 29a. TABERNAEMONT. 847b; ein gewächs mit braiten bletlein, welches für unser pfefferkraut zu halten. RAUWOLFF reise 73; pfefferkraut, piperitis ist ein scharfes hitziges kraut, welches an statt des gewürtzes an der speise kan gebrauchet werden. HÜBNER naturlex. 1398; österr. pfefferkräutel, saturei HÖFER 3, 114; sieh vor dich hin als ob du pfefferkraut gegessen hättest. WIELAND die Acharner 2. act. |
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