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Bd. 30, Sp. 2567 Y, n., der 25. buchstabe des deutschen alphabets. 1) herkunft und orthographische funktion. das aus dem altphönikischen mit der mehrzahl der übrigen buchstaben ins griech. gewanderte zeichen ist seit dem 8./7. jh. vor Chr. in Unteritalien in etruskischen alphabeten bezeugt. es wurde von dort in der form V in die lat. schrift übernommen (hier überliefert seit etwa 600), wo es die lautwerte u und v zu vertreten hatte. zu beginn des ersten jhs. vor Chr. wurde das ursprungszeichen dann (im alphabet auf die nostrarum ultima [littera], das x, folgend 'nach der allgemeinen regel, die neu aufgenommene ... zeichen an den schlusz der reihe verweist' W. SCHULZE kl. schr. [1933] 465) in der form Y erneut aus der griech. schrift eingeführt, zunächst ausschlieszlich zur wiedergabe des v in griech. lehnwörtern JENSEN d. schrift (21958) 424, 478--80, 491--96. erst in mittel- und spätlat. hss. vertritt das zeichen (nach zusammenfall der zugehörigen laute) vor allem im anlaut häufig auch den buchstaben i (ydioma, ydolum, ymago u. ä.). selten und ohne gesicherte funktion erscheint das y-zeichen im ahd.; am häufigsten steht es für i, seltener scheint es labialisierte aussprache des i (ü) oder auch die länge î anzugeben, öfters wird es schon hier nur zierinitiale für i sein (vgl. PIPER Otfrids evangelienbuch 1 [21884] 122). gelegentlich ist sein lautwert unklar, vgl. bes. FRANCK afränk. gr. § 4; SINGER in PBB 11, 289 f., 292f.; KÖGEL in: literaturbl. f. germ. u. roman. phil. 8 (1887) 107. wichtig bleibt OTFRIDs äuszerung, er habe y für laute gesetzt, die er durch keines der übrigen vokalzeichen ('nec a, nec e, nec i, nec u') ausdrücken konnte, 'et etiam hoc elementum lingua haec horrescit interdum, nulli se caracteri aliquotiens in quodam sono, nisi difficile, iungens' OTFRID ad Liutbertum 61--65 Erdmann. gelegentliche sinnlose y-setzung durch schreiberversehen weist STEINMEYER nach (yparmuotemo clm 18140) Luitpold-festschrift d. univ. Erlangen 4, 1 (1901) 28. in festem gebrauch ist y seit dem ahd. -- zunächst lat. vorbild folgend -- zur bezeichnung des i-lautes in fremdwörtern, besonders fremdsprachigen eigennamen, in den griechischen nicht konsequent υ, sondern auch ι vertretend. hier scheint eine wurzel der später deutlicher werdenden entwicklung des y zum schmuckbuchstaben ohne lautlichen eigenwert zu liegen (vgl. oben PIPER). diese tendenz führt zu zahlreichen y-schreibungen auch in eigennamen deutschen ursprungs. zu beachten ist, dasz y für i in allen fällen bereits ahd. bevorzugt im anlaut (oder im anlaut nach h-; zum problem vgl. W. SCHULZE kl. schr. [1933] 465) sowie neben n, m (in deren nachbarschaft das noch punktlose i leicht zu verlesen war) steht: zierfunktion und verdeutlichungsstreben treten gekoppelt auf (beispiele in anderer deutung bei SINGER u. KÖGEL a. a. o.). über die bevorzugung des y für i neben n und m, die -- neben anderen tendenzen -- bis ins 16. jh. zu verfolgen ist, vgl. fürs 14./15. jh. EHRISMANN in PBB 22 (1897) 265f.; MICHELS Bd. 30, Sp. 2568 mhd. elementarb. (41921) 45; A. LASCH mnd. gr. § 131; auch PIETSCH Trebnitzer psalmen (1881) XXXVIII f. (mit weiteren bemerkungen); MCCLEAN Havich d. kellner (hs. ende 14. jh.) (1930) VI; L. E. SCHMITT d. dt. urk.-sprache i. d. kanzlei kaiser Karls IV. (1936) 33; E. TILLE z. sprache d. urk. d. herzogt. Geldern (1925) 40; 45; so auch auszerdeutsch, vgl. MURRAY 10, 2 s. v. y sp. 8a; M. H. JELLINEK über aussprache des lat. u. dt. buchstabennamen, Wiener sitzungsber., phil.-hist. kl. 212, 2 (1930) 31. die mhd. über das ganze sprachgebiet relativ gleichmäszig verteilten y-schreibungen in fremdwörtern und -- auch einheimischen -- eigennamen, zumeist ohne rücksicht auf die herkunft des vertretenen i-lautes, greifen seit der mitte des 13. jhs., geographisch zunächst konzentriert auf den md. gürtel (zuerst im ostmd.?, vgl. H. RÜCKERT entwurf einer systemat. darstellung d. schles. mda. im ma. [1878] 33 Pietsch), in spürbarem masze auf den übrigen wortschatz über. möglicherweise unter mnl. einflusz wird y-schreibung -- verfolgbar z. b. an den altdt. urkunden -- zur stoszweise auftretenden, sich langsam auf das obd. gebiet ausdehnenden modeschreibung auch in dt. wörtern. dasz y hier vorwiegend zierbuchstabe und noch kaum in nennenswertem masze graphische variante (ligatur) von i + j (später so in nicht diphthongierenden gebieten, vor allem in kurrentschrift) ist, wird gestützt durch seine bevorzugte verwendung an graphisch zu betonender stelle, so in überschriften (etwa: dys recht satzte der keyser zcu̔ Mentze myt der vorsten wyllekor, rubrizierte überschrift des Mainzer landfriedens von 1235 [hs. etwas später, md.; im weiteren text die gleichen wörter ganz überwiegend mit i] corpus d. altdt. originalurk. 1, 14 Wilhelm) und in funktional wichtigen wörtern (z. b. insigel, ingesigel in der beglaubigungsformel vieler urkunden: ynsygel [1270] corpus 1, 175; ynsigel; insygeln [1272] ebda 1, 200; ynsygel [1297] ebda 4, 28; hier ist auch an die oben erwähnten eigennamen zu erinnern). das prinzip, einem wort durch die y-schreibung mehr gewicht zu geben, fördert andererseits die verwendung des y in den substanzarmen kleinwörtern, so in pronomen und präpositionen, vgl. zahlreiche dy, dyse, ym, yn, my, sy, wy u. ä. in md. (-nd.) urkunden d. 13. jhs.; hierbei ist jedoch die -- für den anlaut bereits im ahd. festzustellende und zumindest hier auch von der mlat. tradition gestützte -- bevorzugte y-setzung im an- und auslaut zu berücksichtigen. mit dem 14. jh. beginnt die y-schreibung, landschaftlich unterschieden, zu wuchern (vgl. etwa die ostmd. hss. der übersetzungen biblischer bücher durch den dt. orden, andrerseits -- nur sehr vereinzelte y im dt. wortschatz -- die ältesten hss. der predigten JOH. TAULERs [Köln 1359]). hiergegen stellen sich lautlich gerichtete ordnungstendenzen: aus dem durch die überfülle seiner anwendung entwerteten, aber so weithin bis ins 16. jh. beibehaltenen schmuckzeichen wird -- landschaftlich begrenzt -- eine lautlich und funktional Bd. 30, Sp. 2569 begründete variante des i. so sind die bevorzugte verwendung des y für mhd. î im mfränk., nd. und vor allem im alem. (wenigstens hier um die mitte des 15. jhs. die ligatur aus i + j ablösend) bis hoch ins 16. jh., die versuche, altes und neues ei als ei (ai) und ey oder umgekehrt ey und ei zu scheiden, die verschiedene bewertung des y für an- und inlautendes j u. ä. zu verstehen; einzelheiten bei MOSER frühnhd. gr. 1, 1, 17; 29ff.; 185; 176; 207. vgl. weiter A. LASCH mnd. gr. §§ 99 u. 131ff.; WEINHOLD alem. gr. §§ 40, 145; BACH thür.-sächs. kanzleispr. bis 1325 1 (1937) 67, 82; 2 (1943) 54, 62; MANTE ein nd. gebetbuch a. d. zweiten hälfte d. 14. jhs. (1960) XXXV (auszählung der i- und y-schreibungen ergibt bei den pers. u. poss. pronomen 3000 i: 1160 y, dabei stets ick, ik u. it); SCHMID St. Galler urk.-spr. i. d. 2. hälfte d. 14. jhs. (1953) 47--52; E. TILLE z. spr. d. urk. d. herzogt. Geldern (1925) 40 ff., 82, 97; L. E. SCHMITT d. dt. urk.-spr. i. d. kanzlei kaiser Karls IV. (1936) 33 ('rheinische u. mitteldeutsche schreiber haben eine vorliebe für das y' statt i), 58, 62; WAGNER d. kanzleispr. Reutlingens von 1300 --1600 (1910) 7ff., 15ff., 29ff.; DEMETER studien z. Kurmainzer kanzleispr. (1916) 41 ff. (vor 1398 nur seltene y-schreibungen dann bis 1402 zunehmend, völliges verschwinden bis 1441, danach wieder häufiger, seit 1490 herrschend; in ähnlichen perioden schwankt ij für î, doch 'in den meisten fällen sind die beiden schriftzeichen [y u. ij] deutlich voneinander unterscheidbar' 42); ZARNCKE Brants narrenschiff (1854) 268ff., 282.unterschiedlich ist gemäsz ihrer landschaftlichen gebundenheit die haltung der frühen wörterbücher. als beispiele seien genannt: voc. ex quo (Eltuil 1477) setzt y unregelmäszig im austausch für i, für altes und neues ei aber fast ausschlieszlich in an-, in- und auslaut ey. ebenso, nur etwas inkonsequenter, verfährt voc. ex quo (Nürnberg 1480). selten, aber in an- und auslaut etwas häufiger, ist y gebraucht in voc. opt. gemm. (Lpz. 1501). das dict. des DASYPODIUS setzt 1535 in der regel ey für mhd. ei, ei für mhd. î, etwas nachlässiger ist die ausgabe von 1536, am konsequentesten die von 1537. die ausgabe von 1547 (alle gedruckt bei Wendel Rihel in Straszburg) aber tilgt y in deutschen wörtern ganz. ALBERUS dict. (1540) scheidet ei und ey wie die frühen ausgaben des DASYPODIUS. das umgekehrte verfahren befolgen FRISIUS dict. (Zürich 1556) und MAALER d. teutsch spraach (Zürich 1561): als wandelten sie ihre mundartschreibung y für mhd. î mechanisch durch e-vorschlag in die hochsprachliche lautung um, setzen sie (wie eine vielzahl anderer alem. drucke, s. MOSER a. a. o.) in der regel ey für mhd. î, ei für mhd. ei. unter den verschiedenen reformversuchen d. 16. jhs. (groszenteils unter einflusz einiger auf systematisierung des zeichenstandes bedachter druckereien, vgl. etwa noch über die wechselnde praxis in FISCHARTs werken V. MOSER in: zs. f. dt. philol. 51 [1926] 534ff.) wurde für die folgezeit die von LUTHER befolgte übung wesentlich. während der arbeit an der bibelübersetzung ging er in hs. und druck von fast regellos häufigem y-gebrauch zur ausmerzung aller y auszer im absoluten auslaut (-ey), an entsprechender stelle in komposition und ableitung und in fremdwörtern (vorzugsweise für griech. v.) über, vgl. die hsl. texte 1523/4: seyn speyse ynn wendig ym leybe wird sich verwandeln ynn otter gallen (Hiob 20, 14) dt. bibel 1, 420 W.; dagegen 1530: sihe, ich wil dis volck mit wermut speisen vnd mit gallen trencken ... vnd wil das schwert hinder sie schicken, bis das aus mit yhn (druck 1532: jn; 1545: jnen) sey (Jer. 9, 15 ff.) ebda 2, 63; vgl. 11, 1, 226f.; s. auch H. BACH d. sprache Luthers (1934) 20 f.; 28f.; 31; 34. hingewiesen sei hier auf den handschriftl. gebrauch bei HANS SACHS: für mhd. i und ie setzt er y und ye recht unregelmäszig, aber doch vorwiegend im anlaut und neben n, m; für mhd. î und ei bevorzugt er in frühen hss. ei in an- und inlaut, ey im auslaut, später differenziert er und schreibt für mhd. î im inlaut ei, im auslaut ey und für mhd. ei entsprechend ai und ay MAYER d. orthographie d. Hans Sachs, schulprogr. Cöln-Nippes 1 (1904) 9f. einige der Bd. 30, Sp. 2570 zeitgenössischen grammatiker bedauern den gebrauch des y in hd. texten grundsätzlich, so: 'wa eyn wort yn eyner oratz ader rede mit eynem i anfengt, als da syn iohan, ienen, ist eyn y vur dz klein i zo nemen. auer die guden schriuer bruchen niet vyl y in yren schrifften, nemen dat versal (j) dair vur, mit dem ichs halt' schryfftspiegel (Köln 1527) bei: MÜLLER quellenschr. (1882) 387; 'vberflüssige bůchstaben in vnserm teütschen a be ce ..., der wir geraten möchten, wa es nit also in ainen brauch ... wer kommen, sein ... das ghriechisch y vnd z' (1537) ICKELSAMER teutsche gramm. bei: MÜLLER a. a. o. 138; 'diser character y zu brauchen vnnötig ist in worten, die nicht aus griechischer sprach hergeflossen' (1593) HELBER syllabierbüchl. 20 Roethe. dem beispiel der drucke der LUTHER-bibel folgt unter den grammatikern am konsequentesten CLAIUS: 'y nunquam in principio dictionis scribitur, sed semper in fine ..., in media mutatur in i simplex ..., interdum in compositis manet, vt freystadt' (1578) dt. gramm. 13 Weidling, vgl. 11; 34; 114 (auch im paradigma des verbum subst. wechseln hier ei- und ey-formen nach der regel).über reformversuche des 17. jhs. hinweg (vgl. die zahlreichen bemerkungen bei V. MOSER dt. orthographiereformen d. 17. jhs., in: PBB 60 [1936] 193ff.; 70 [1948] 467ff.; 71 [1949] 386ff.) hält sich diese von jeder lautlichen oder lauthistorischen begründung (wenn solches auch mitunter versucht wurde) absehende regel, dasz y in fremdwörtern für gr. υ (nie ganz konsequent durchgeführt), im übrigen aber nur im ei-diphthong im absoluten auslaut (bley) sowie in der kompositionsfuge (bleygusz) und -- seltener -- vor ableitungssilbe (bleyern) gesetzt wird, bis ins frühe 19. jh.; vgl. dazu noch SATTLER teutsche orthogr. vnd phraseol. (Basel 1607) 20f.; (1629) RATKE schr. (1959) 2, 76 ff. E. Ising ('das kleine i wird [am wortende] alzeit vmb zierats willen verwandelt in ein y' 78); SCHOTTEL haubtspr. (1663) 220; vgl. 185; GUEINTZ dt. rechtschreibung (1666) 13; 17; STIELER hochteutsche sprachkunst (1691) 16 f.; GOTTSCHED dt. sprachkunst (51762) 37ff.; 718; ADELUNG umständl. lehrgeb. d. dt. spr. 1 (1782) 139--142. zu vergleichen ist hier der (bis auf die im dt. schon im 16. jh. aufgegebene geltung für anlautendes j) im grundsätzlichen gleiche gebrauch des y im neuengl., s. MURRAY 10, 2 s. v. y. zu erwähnen bleibt, dasz im 18. jh. die tendenz, homonyme durch zeichenvariation zu unterscheiden, zu künstlichen ei: ey scheidungen gröszeren umfangs führt, vgl. die beispiele in GOTTSCHEDs orthogr. verzeichn. gewisser zweifelhafter wörter a. a. o. 114. noch keinen erfolg hat KLOPSTOCK mit der forderung, y aus deutschen wörtern gänzlich zu vertilgen (1779) s. w. 14 (1830) 153. ohne auswirkung bleiben auch die versuche BODMERs und des ihm folgenden WIELAND, in drucken in ('römischer') antiqua das dem lat. alphabet von haus aus fremde ü durch y zu ersetzen (vgl. oben zum y im lat.), s. BUDDE Wieland und Bodmer (1910) 207; WIELAND ges. schr. I 1, 338 ff. akad.; 2, 205ff.; vgl. dazu KÄSTNER: ... seht der kynstler fyllt mit römischen lettern, mit pythagoreischen yy zum ermyden des lesers besser zu nytzende bogen bei BUDDE a. a. o. ebenso erfolglos bleibt der entgegengesetzte versuch, y auch in griech. wörtern durch ü zu verdrängen, so schon vorgeschlagen von GOTTSCHED a. a. o. 38, durchgeführt von J. H. VOSS im ersten druck (1781) der Odyssee-übersetzung; über den sich anschlieszenden streit mit J. G. HEYNE und LICHTENBERG vgl. die ausgabe von BERNAYS (1881) VII ff. im 19. jh. verstärkt sich bei zunächst noch weithin beibehaltener scheidung von sein 'suus' und seyn 'esse' (so vorher u. a. auch GOTTSCHED a. a. o. 141, vgl. oben die regelung bei CLAIUS), s. GRIMM dt. gramm. 1 (1893) 442, die opposition gegen y in dt. wörtern: 'es wäre lächerlich, wollte man die nun bald vollendete verweisung des y aus deutschen wörtern tadeln' SCHIFFNER sachwb. 10 (1831) 466; 'in den allgemein gangbaren (sc. griech. fremdwörtern) Bd. 30, Sp. 2571 hingegen wird es gewöhnlich wie i gesprochen (z. b. system, syntax, idylle, polyp, lyrisch, physik, sibylle, zephyr etc.), und daher in völlig eingebürgerten wörtern ... besser mit i vertauscht (z. b. silbe ..., gips ...) ... die neuere rechtschreibung ersetzt (das y in deutschen wörtern) ... in allen ... fällen ... durch das völlig gleichlautende i' HEYSE hdwb. 2 (1842) 2020. HEYSE folgen (bis auf die verschieden geübte aussprache des y in griech. lehnwörtern), z. t. ausdrücklich, die meisten späteren; vgl. noch WEINHOLD: 'y ist als unnützes und ungehöriges zeichen ausz der deutschen schrift zu entfernen ... in fremden worten mag es je nach dem gebrauche entweder geschrieben oder mit i vertauscht werden', über dt. rechtschreibung (1852) 13. in diesem sinn haben die rechtschreibereformen der deutschen länder zu ende des 19. jhs. (im gegensatz zu den orthographien der meisten übrigen länder mit lat. schrift) den gebrauch des y auf (vorwiegend griech., doch auch span., engl. u. a.) fremdwörter beschränkt. 2) name des buchstaben: ypsilon, aus griech. υ (bzw. υ) ψιλον 'einfaches υ ', so von byzantin. grammatikern von οι ( διφθογγος) nach beider lautlichem zusammenfallen unterschieden LIDDELL-SCOTT Greek-Engl. lex, 2, 1840 Jones. über die antiken ('der buchstabe hiesz [noch im lat.] eben hy' [älter ausgesprochen hu]) und sonstige auszerdeutsche bezeichnungen s. W. SCHULZE kl. schr. (1933) 465f.; vgl. 717 anm. 1; SCHWYZER griech. gr. 1, 140. vor und neben ypsilon (so [1534] HANS SACHS 3, 92 lit. ver.; [1542] FUCHSZPERGER leeszkonst, bei MÜLLER quellenschr. [1882] 179; ipsylon [1593] HELBER syllabierbüchl. [1883] 3 Roethe, usw.) und -- bei entsprechender lautlicher geltung -- namen wie 'zweifaches i', vgl. hierzu schon (1530) KOLROSZ enchiridion, bei MÜLLER a. a. o. 72 (s. auch ob. 'herkunft'), gelten im dt. diphthongische bezeichnungen (oi, ei; vgl. den namen des y im engl.), deren deutung umstritten ist. der bezeichnungstyp ei ist seinem ursprung nach wohl aus der verwendung des y für î zu erklären, aber nicht an den möglichen übergang der ligatur ij in y gebunden. der typ oi wird auf lat. schultradition zurückgehen und aus der häufigen substitution von griech. υ durch lat. ui abzuleiten sein M. H. JELLINEK über aussprache des lat. u. dt. buchstabennamen, Wiener sitzungsber., phil.-hist. kl. 212, 2 (1930) 30--37. in der dt. schultradition leben die typen oi und ei als kindertümliche buchstabier- und merknamen bis ins 18. jh., gestützt und von den grammatikern z. t. auch erklärt durch die den frühen fibeln beigegebenen merkbilder (beim y mehrmals ein eigelege mit unterschrift 'eyer') und die bevorzugte verwendung des y in bestimmten lautfolgen: 'in sonderheyt aber heyst ... (das y) in der theütschen sprach ey' (1533) JORDAN leyenschul, bei MÜLLER a. a. o. 114; 'das y (hat zuweilen) ... den mittelen laut zwischen ... o vnd i, darumb man jn denn auch in den teutschen schůlen oy nennet' (1537) ICKELSAMER teutsche gramm., bei MÜLLER a. a. o. 126; 'y, auszsprach: ypsilon oder oya' (1573) ALBERTUS dt. gramm. (1895) 22 Müller-Fr.; '... es, te, u, vau, we, ix, eye, zet. worbey zu merken, dasz ... das y eye genennet werde' STIELER hochteutsche sprachkunst (1691) 5; 'in Schwaben lehret man die schulknaben x, ey, zett sagen' GOTTSCHED dt. sprachkunst (51762) 38. vgl. noch o-i für ypsilon bei SCHMELLER-FR. bayer. 1, 10. vereinzelt bleibt die den wortklang des fremdnamens aufnehmende, aber vereinfachende umdeutung baier. Yxeland ebda 179; wetterauisch ixlamm, 'd. i. gleichsam das lamm, das dem x folgt' WEIGAND dt. wb. 2, 2 (1871) 1117; uckermärk. ixlom. ixlum GOMBERT bem. u. ergänz. 4 (1879) 23; weiteres bei M. H. JELLINEK a. a. o. 3) freier und abgeleiteter gebrauch; sehr viel seltener als entsprechende verwendungen unter x (s. d.). a) aus der verwendung des y als bezeichnung der zweiten unbekannten, vorzugsweise in der algebra (ursprung und geschichte s. unter x) ergeben sich neben einzelnen fachsprachlichen bildungen wie y-achse (z. b. HOYER-KREUTER technol. wb. [1902] 860) anwendungen wie:Bd. 30, Sp. 2572 ists nicht nur éin verstand, der nach gewissen gründen, kann, was verstecket ist, aus dem bekannten finden, und neue dinge sucht, und ypsilon und zett, durch rechnung ohne zahl, aus a und b erräth? J. E. SCHLEGEL w. 4 (1766) 108. aus dem allgemeineren gebrauch von x und y für die unbekannte natur einer sache folgt in abhängigkeit von der üblichen namenabkürzung mit dem ersten buchstaben ihre verwendung zur bezeichnung unbekannter, nicht offen zu nennender oder zu verallgemeinernder (personen)namen (s. unter x): (buchtitel:) die reisen des kronprinzen von Ypsilon von ihm selbst beschrieben aber nicht herausgegeben (Leipzig 1787); an die herren X und Y LESSING 1, 6 L.-M.; baron S. ein x im menschenalphabet, seit Ypsilon dein schwiegersohn, bleibt dir nur noch das z GRILLPARZER s. w. 3, 227 Sauer. b) auf die form des y (Y) gehen, in anlehnung an antike tradition: (dieser buchstabe) wirt ein ypsilon genandt. Virgilius der spricht (versteh!): dieser buchstab Pytagore ist oben zerspalten von weytten gleich wie zway hörner auff baid seyten, an zu schawen, sam zeig er, das menschlichs lebens zwayerley strasz (1534) HANS SACHS der buchstab Pitagore Y, baiderley strasz, der tugent und untugend, in: w. 3, 92 lit. ver. anders: einem ein lateinisches y auf den kopf setzen ('hörner aufsetzen') ABR. A S. CLARA bei WANDER dt. sprichw.-lex. 5 (1880) 477; ohne nebensinn: wir kamen an einem alten schlosse vorbei, das auf der ecke steht, wo die beiden arme des Wallis ein y machen GÖTHE I 19, 258 W. |
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Bd. 30, Sp. 2573 ingwer, yams, rettiche FORSTMANN Himatschal (1926) 82. --
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Engländer aber waren's all', die dorten (in Amerika) Yankees heiszen EICHENDORFF s. w. 1 (1864) 250; ... der director (der schauspielertruppe) thät alsbald als staberl mich engagiren, um bei den Yankees im urwald die bildung einzuführen ebda 254; den donner auch! sollen sich Yankee's nachsagen lassen, ein geschäft geht nicht, weil's auf eine art nicht geht? KÜRNBERGER der Amerika-müde (1855) 64; vgl. 55; 129; es fehlt dem Yankee an behäbigkeit, körperlicher wie seelischer POLENZ das land d. zukunft (1903) 75; vgl. 18; 50; 74; 281; 283 u. ö.; nur gröszen und zahlen beeindrucken den Yankee, nur ihnen strebt er nach KEYSERLING d. reisetageb. e. philosophen 2 (31920) 768. -- in vielen der zahlreichen gelegenheitsbildungen ist die pejorative bedeutungskomponente (s. o.) spürbar, vgl.: Y a n k e e f a r m e r , m.: der Yankeefarmer ist unternehmer, beweglich und spekulativ ... er sucht unter geschickter ausnutzung der konjunktur möglichst viel aus ihr herauszunehmen POLENZ d. land d. zukunft (1903) 100. -- |
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Bd. 30, Sp. 2574 YOGA, j o g a , m., f., aus Indien stammendes weisheitssystem, das die möglichkeit der mystischen vereinigung mit der gottheit durch askese lehrt, s. EISLER wb. d. philos. begriffe 3 (31910) 1870. von ai. yōga- m. 'das anschirren, verbindung', zur idg. wz. ieu- 'verbinden' WALDE-POKORNY 1, 201 f., POKORNY 1, 508--510. ins dt. entlehnt wohl unter einflusz von engl. yoga (bezeugt seit 1820, doch das zugehörige yogi [s. u.] schon seit 1619 MURRAY 10, 2 s. vv.; RAO Indian words in English [1954] 25). im sinne einer praktisch-philosophischen moderichtung begegnen wort und sache in Deutschland erst im 20. jh., im fachschrifttum meist als mask., im nominativ dabei überwiegend artikellos, sonst auch als fem.; DUDEN (Lpz. 151959 s. v. joga) schreibt mask. genus vor: ich benutze die reichen gelegenheiten der ... bibliothek, um meine kenntnisse, die yoga betreffend, zu vervollständigen KEYSERLING d. reisetageb. e. philosophen 1 (31920) 137; yoga ist an sich ein rein technisches, gleich jeder anderen gymnastik ebda 141; vgl. 143 u. ö.; das streben nach vereinigung (yoga) H. JÜRGENS yoga im alltag (1953) 74; deshalb habe ich nicht gezögert, den vorbereitenden yoga als die östliche entsprechung der analytischen therapie zu bezeichnen G. Coster, yoga u. tiefenpsychologie (1954) 181. --
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und wo die dunklen ypern stehn, ernst wie ein schwarz gerüste, da fand ich deinen kleinen mund, die rote perlenküste LILIENCRON ges. w. 2 (1911) 332; nach beendigung vorstehender auktion sollen etwa 30 stück starke ulmenbäume (ypern) auf dem stamm verkauft werden ostfries. courir (18. 1. 1912) nr. 14. |
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Bd. 30, Sp. 2575 YSOP, i s o p , i s p e ( n ) , e i s o p ; h y s o p , m. (f.), hyssopus officinalis L., kleiner busch mit stark duftenden blättern und violetten blüten. gelegentlich wird der name auf verwandte pflanzen übertragen, vor allem auf satureja hortensis L., vgl. MARZELL wb. d. dt. pflanzenn. 2, 966 ff.; PRITZEL-JESSEN pflanzen (1882) 363 f.; FISCHER schwäb. 4, 53.
h e r k u n f t u n d f o r m . ass. zûpu; syr.-arab. zūfā; hebr. bôzE' u. bOzE' m.; griech. υσσωπος f., m., υσσωπον n.; lat. hyssōpus f., hyssōpum n.; got. hwssopon (dat. sg.); ags. ysope f.; ahd. hysop st. m. neben späterem isopo, isipo sw. m.; mhd. ysope m. (noch bei LUTHER meist schwach flektiert: exod. 12, 22; levit. 14, 52; ps. 51, 9; Hebr. 9, 19); spätahd. -- frühnhd. auch als fem. (ysopus îspa [12. jh.] ahd. gl. 3, 264, 53 St.-S.; de isopo von der ispen [12. jh.] ebda 4, 365, 46; von der ispen [um 1350] KONRAD V. MEGENBERG buch d. natur 405 Pf.; vgl. 420; yspen, die nit felt liederbuch d. Hätzlerin 234 Haltaus). nhd. (h)ysop, isop, weiteres s. u. auf der bibelsprachlichen tradition (1) und auf der frühen einführung des orientalisch-südeuropäischen ysops als heil- und gewürzpflanze (2) beruht seine reiche bezeugung in nahezu allen europäischen sprachen. neuerdings wird die identität des biblischen ysop mit hyssopus officinalis wieder bezweifelt MARZELL a. a. o. (zur diskussion um Joan. 19, 29 vgl. BAUER griech.-dt. wb. zum neuen testam. [41952] 1541). der name erscheint bibelsprachlich durchweg als mask., gelegentlich bis ins 14. jh. in lat. flexionsform (s. u. dat. sg. isopo NOTKER, ysopo Trierer ps., ysopo passional; akk. sg. ysopum WERNHER Marienleben) und auch später noch mit spirantischem anlaut: hyssop ABR. A S. CLARA etw. f. alle (1699) 1, 98; hysop BRUNNER erz. u. schr. (1864) 1, 20; hyssop TILLMANN neues test. (Lpz. 61958) 625. weiter eingedeutscht ist das wort in seiner volkssprachlichen verwendung (2): synkope des mittelsilbenvokals s. ob. sowie isp (12. jh.) ahd. gl. 4, 235, 38 St.-S.; yspe (14. jh.) ebda 3, 542, 25; ispe (u. ä.) 14./16. jh. DIEFENBACH gl. 310b; isp(e) FISCHER schwäb. 4, 53 (stärker abweichende mischformen zispe ebda, zwispe 6, 1472), SCHMELLER-FR. bayer. 1, 168. nicht selten diphthongiert garteneisop, zwibeleisop ALBERUS dict. (1540) FF 1a; eisop FABRICIUS rer. Misniac. (1569) 246; eysopwein ZEHNER nomencl. (1643) 365; eisop M. BÖHME viehartzney (1682) 31. die zahlreichen mundartlichen nebenformen s. im übrigen bei MARZELL a. a. o.; vgl. noch eisop teil 3, sp. 380, eisewig 3, 377, hispe f., 4, 2, 1579 sowie isop 4, 2, 2182. g e b r a u c h . 1) bibelsprachlich. exod. 12, 22; levit. 14, 4 u. 6; 14, 49ff.; num. 19, 6 u. 18; ps. 50, 9 u. Hebr. 9, 19 erwähnen den ysop im zusammenhang kultischer reinigungszeremonien. 3. reg. 4, 33 dient er einem vergleich zur veranschaulichung der weisheit Salomos (s. u.). Joan. 19, 29 wird dem gekreuzigten der essigschwamm um einen ysop gewickelt gereicht (hierzu vgl. BAUER griech.-dt. wb. zum neuen testam. [41952] 1541). an diesen stellen ist das wort in allen deutschen bibelübersetzungen bis in die gegenwart in festem gebrauch: afaruh þan þo in wato wairpandans hrain jah hwssopon jah wullai raudai ufartrusnjandans (skeireins 3, 16) got. bibel 21, 461 Streitberg; fasciculum hysopi uuadal hysopes (exodus 12, 22) (8./9. jh.) ahd. gl. 1, 335, 38 St.-S.; so er chumet, so besprenget er mih mit isopo (asperges me ysopo, ps. 50, 9) also die miselsuhtigen, unde danne uuirdo ih gereinet; uuanda so ist gepoten in demo puoche, daz die miselsuhtigen siben stunt besprenget uurten mit gedunchetemo isopo in demo opferpluote (vgl. lev. 14, 4 ff.; 49ff.) NOTKER 3, 172 Piper (vgl. 2, 195f.); du besprenges mih, herro, mit dem isipen unde ih wirde gereinet (12. jh., Windberger interlinearversion), du solt besprengen mich mit demo ysopo unde ih wirde gereinet (13. jh., Trierer interlinearversion) (ps. 50, 9) dt. interlinearversionen d. psalmen (1839) 232 Graff; wann sy fulten ein schwamp mit essig sy vmbgaben in mit ysopp: sy brachten in seinen mund (Joan. Bd. 30, Sp. 2576 19, 29) erste dt. bibel 1, 415 Kurr.; vnd er (Salomo) redet dreytausent spruch, vnd seyner liede waren tausent vnd funffe. vnd er redet von bewmen, vom ceder an zu Libanon bis an den isop, der aus der wand wechst (3. reg. 4, 33) LUTHER dt. bibel 1, 150 W., vgl. 9, 1, 408f. aus bibelsprachlicher tradition erwachsen folgende belege, zu ps. 50, 8: Maria sunderinne, du bist in guteme sinne vf einen burnen alda kumen ... betouche dich zv male des du macht immer wesen vro der besprenget dich mit ysopo des bistu wiz ob alleme sne (um 1300) passional 371, 22 Hahn; nun spreng mich herr mit ysop gut, so wird all sünd verderbet SPEE güld. tugendbuch (1649) 35; und so, meint der meister ferner, werde ich auch bald gewaschen werden, und mit hysop besprengt, der ich über so viele das miserere gesungen BRUNNER erz. u. schr. (1864) 1, 20. zu Joan. 19, 29: 'mich durstet', sprach er och dar na. do stůnd ain vas mit essich da, dar in lait ainer ysopum und fultent sin ainen schwum: den bot er zů der selben stunt mit ainem sper an sinen munt (hs. 1382) WERNHER Marienleben 10 607 Päpke-Hübner. in negativierender umdeutung der hilfreichen tränkung aus Joan. 19, 29 (vgl. Matth. 27, 34): wie ... dem volk ... der ysop der furcht vor den ewigen strafen dargereicht würde SCHLEIERMACHER s. w. (1834) I 5, 98; nur gift und galle war, o pabst, was du vom pol bis zu den tropen der welt mit deinem scepter gabst, mit deinem scepter von ysopen HERWEGH ged. e. lebendigen (21841) 116. zu 3. reg. 4, 33 von der zeder bis zum ysop (s. o. LUTHERs übersetzung), zunächst nur von der grösze der weisheit Salomos: Salomon ... von dem ceder baum, so auf dem berg Libano ist, bisz auf den hyssop, so aus der wand wächst, disputieret ABR. A S. CLARA etwas f. alle (1699) 1, 48; (überschrift:) Salomons königs von Israel und Juda güldne worte von der ceder biss zum issop GÖTHE I 37, 295 W.; auf andere personen übertragen: weil du (Rübezahl) aber der kräuter und pflanzen kundig bist, vom ysop an, der auf der mauer wächst, bis auf die ceder zu Libanon MUSÄUS volksmärchen 1, 34 Hempel, vgl. ders., physiogn. reisen (1778) 1, 171; ich habe die ehre, ihnen einen gelehrten zu präsentieren, der alles weiss und kennt, von der ceder bis zum ysop KOTZEBUE sämmtl. dram. w. (1827) 1, 314. schlieszlich die weite der schöpfung überhaupt bezeichnend: jedes gewächs von der ceder bis zum ysop hängt an erde und sonnenschein HERDER 20, 73 S.; vgl. 22, 237; der nahme meines helden ist kurz und gut: ABC bis XYZ, ... ritter vieler orden trauriger und fröhlicher gestalt, von der ceder auf Libanon bis zum ysop HIPPEL kreuz- u. querzüge (1793) 1, 3; die menschengattung ist die erste von allen diesen einheiten; die andern, vom elephanten bis zur milbe, von der ceder bis an den ysop, sind in der zweiten und dritten linie J. G. FORSTER s. schr. (1843) 4, 319. 2) als gewürz- und heilpflanze. in den verschiedensten rezepten seit dem 11./12. jh. sehr reich bezeugt; die blätter werden vereinzelt bis in die gegenwart als soszenwürze und zum gurgeln gegen halsbeschwerden benutzt; darüber hinaus ist die pflanze 'vor allem in der Schweiz ein bestandteil der in die kirche (besonders von älteren frauen) mitgenommenen riechsträuszlein' MARZELL wb. d. dt. pflanzenn. 2, 969: isopo ist gŏt chrût, obe diu gebŏrt stirbet in demo wîbe; trinche iz mit warmem wazzer, sô vert iz vone ire. er ist gǒt vur den stenken vnte hilfet och den der mage swirt (11./12. jh.) Germania 8, 300; ähnlich (13. jh.) MENHARDT verz. d. altdt. lit. hss. 1 (1960) 46; von der ispen. isopus haizt isp ... wenn man ispen Bd. 30, Sp. 2577 kocht mit honig, daz ist der lungel guot ... und genuog ander tugent hât si an ir (um 1350) KONRAD V. MEGENBERG buch d. natur 405 Pf.; vgl. 420; der ysope ... ist bitter und idoch gesůnt dem herzen und der lůngen und der brůst, die da siech ist (14. jh.) altdt. pred. 1, 97 Schönbach; so weme dat hovet sweret ... de scal nemen eyn bunt ysopen ... unde seden de (Bremen 1382) mnd. arzneib. d. A. Doneldey 14 Windler, vgl. 3, 10, 19, 26, 49; und alz ist gefüget daz pinlin zů dem honge, der ysop zů dem balsam, dú nahtegal zů der harpfen (so wie die seele zu Christus) (hs. von 1387 nach vorlage von 1303) St. Georgener pred. 287 Rieder, vgl. 294; saluay, rawtten vnd polay, der krautt stůnd pogen vnd gezindelt; dryment, yspen, die nit felt, grůnten da in reicher wunn liederbuch d. Hätzlerin 234 Haltaus; dem rind den husten zu vertreiben, pflegt man jnen ... ysop ... einzugeben SEBIZ feldbau (1579) 128; mit ... lavendel, isop, majoran, poley und anderen geringeres wehrtes, gewächsen und blumenwerke ausgeziehret NEUMARK neuspross. teut. palmb. (1668) 171; unter wild wachsenden pflanzen sah ich die dunkelrothe scabiose unsrer gärten und ein ganzes feld mit ysop bewachsen STOLBERG ges. w. (1820) 8, 360. 3) zu beiden anwendungsgruppen stellen sich zusammensetzungen: ysopbitter: Bd. 30, Sp. 2578 dieweil der königliche zecher umsonst nach ihren zügen gafft, leert sie den ysopbittren becher zurückgewiesner leidenschaft FONTANE ged. 7176 (vgl. Joan. 19, 29 u. ysop 1); -busch : nimm einen ysoppusch, entsündige mein leben FLEMING dt. ged. 1, 8 lit. ver.; vgl. ysopbüschel (num. 19, 18) Zürcher bibel (Berlin 1956) 1, 165; -kraut: nim rosinlin ein handvoll, ... salbeyblätter, hissopkraut, jedes 1 hand voll GÄBELKOVER artzneyb. (1595) 1, 182; -saft: ysop safft getruncken mit oximel, waychet den verstopfften bauch d. kreüterbuch od. herbarius (Augsb. 1534) 144b; -sirup STAUB-TOBLER 7, 1270; -stengel: sie steckten nun einen mit essig gefüllten schwamm auf einen ysopstengel (Joan. 19, 29) Zürcher bibel (Berlin 1956) 2, 148; hysopstengel (J. 19, 29) TILLMANN neues testam. (Lpz. 61959) 325; -strauch, s. isopstrauch, teil 4, 2, sp. 2182; -wasser: hysopwasser soll man allwegen inn heysser aeschen distilliren: welches (u. a.) trefflich gut für den grausamen schmertzen der zän ist SEBIZ feldbau (1580) 413; zerschmeltz den zucker in brandlattich oder issopwasser GÄBELKOVER artzneybuch (1595) 1, 193; gebucht bei RÄDLEIN t.-it.-frz. (1711) 1080b; -wein, vgl. isopwein teil 4, 2, sp. 2182 sowie: von ysopwein. ysopwein ist warm, reiniget die brust, machet gute däwung vnd weicht den bauch M. HERR feldbau (1551) 112a; eysop wein ZEHNER nomencl. (1645) 365; KIRSCH cornu copiae 2 (1775) 908. |
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Bd. 31, Sp. 1 Z, der letzte buchstabe unseres alphabets, mit der benennung: zett, die dentale affricata = t + s, früher = t mit eng angeschlossenem ჳ, einer von s wohl durch die weiter vorn liegende articulationsstelle unterschiedenen dentalen spirans BRAUNE ahd. gramm. (1911) §§ 159 und 168. die aussprache wird so beschrieben: das, c, wens vorm, e, oder i, steht, und, z, werden mit den öbern zenen vorn an die zungen geschlagen, mit entblössung der zene ICKELSAMER teutsche grammatica s. 12 Kohler. mit dieser geltung ist z als einheitlich empfundener laut innerhalb des germanischen, von entlehnungen abgesehen, auf das hochdeutsche beschränkt. es ist hier in den meisten fällen durch die althochdeutsche lautverschiebung aus t entstanden, das, die verbindungen tr, st, ht, ft ausgenommen, sich regelmäszig im anlaut sowie im inlaut nach consonanten und in der gemination zu z entwickelt BRAUNE ahd. gramm. (1911) §§ 87b und 159--161. über das in andern fällen aus t entwickelte, gleichsam weiter fortgeschrittene ჳჳ, ჳ, das in vorneuhochdeutscher zeit meist auch in der schreibung zz, z erscheint und heute vielfach als hartes stimmloses s durch die schreibung ss, sz gekennzeichnet wird, vgl. s. 4, oben theil 8, 1573. I. echtes z steht 1) im anlaut a) vor vocalen α) aus t entstanden in zahl, mhd. zal, ahd. zala, ndl. taal, engl. tale; zauber, mhd. zouber, ahd. zoubar, wozu sich ndl. tooveren, zaubern und anord. taufr, n. zauberei fügen; zehn, mhd. zehen, ahd. zehan, goth. taihun; zeichen, mhd. zeichen, ahd. zeichan, goth. taikns, f.; zeuge, mhd. (ge-)ziuge, mnd. tûge; ziel, mhd. ahd. zil, wozu goth. gatils gehört; zorn, mhd. ahd. zorn, as. torn; zunge, mhd. zunge, ahd. zunga, goth. tuggô und in andern germanischen wörtern; auch in ziegel, mhd. ziegel, ahd. ziagal aus lat. tegula und zoll, mhd. ahd. zol aus vulgärlat. toloneum. β) in den wohl lautmalenden wörtern: ziesel, mhd. zisel, zisemûs, ahd. zisi-, sisimûs; zirpen; zischen, womit mhd. zispezen, n. das zischen verglichen wird KLUGE etymol. wb.7 507b. γ) in wörtern fremden ursprungs für palatalisiertes lat. c in zelle, mhd. zelle aus lat. cella; zimt, mhd. zinemin, zinment, ahd. sinamin aus lat. cinamomum (griech. κινναμον); zinnober, mhd. zinober aus lat. cinnabaris (griech. κινναβαρι); zirkel, mhd. zirkel, ahd. zirkil aus lat. circulus und andern. für ital. c in zitrone aus ital. citrone; für span. c in zigarre aus span. cigarro. für lat. sc in zepter, mhd. zepter aus lat. sceptrum (griech. σκηπτρον); zettel, blatt papier, mhd. zedele, zetele, aus mlat. cedula, scedula für schedula (zu griech. σχεδη). für griech.-lat. z in zone, aus lat. zona (griech. ζωνη). für mlat.-ital. z in zucker, mhd. zucker, zuker, ahd. zucura f. aus mlat. zucara, ital. zucchero (arab. sokkar). für böhm. č in zeisig, mhd. zîsec neben regelmäszigem zîse, demin. zîsel, zîslîn (vgl. poln. czyż) aus böhm. čižek. für arab. ç in ziffer, mhd. zifer, ziffer aus arab. çifar, null. für arab. z in zitwer, mhd. zitwar, zitwan, ahd. zitawar aus arab. zedwâr. für russ. s in zobel, mhd. zobel, ahd. zobil aus russ. sobol. b) vor w α) schon ahd. aus t entwickelt in zwei, mhd. ahd. m. zwêne, f. zwô, n. zwei, goth. m. twai, f. twôs, n. twâ,Bd. 31, Sp. 2 womit zwanzig, zweifel, zweig, zwillich, zwilling, zwirn, zwischen, zwist, zwitter, zwölf gebildet sind; zwitschern, mhd. zwitzern, ahd. zwizzirôn, mengl. twiteren KLUGE etymol. wb.7 514b. vgl. auch zwar, mhd. zwâre, ze wâre, ahd. zi (aus ti) wâre. in diesen zusammenhang gehören weiter zwicken, mhd. zwicken, ags. twiccian mit zweck, mhd. zwec, -ckes und zwacken, mhd. zwacken, ebenso zwinkern zu veraltetem zwinken, das schon mhd. neben zwingen begegnet, ags. twinclian. β) spätmhd. oder nhd. entwickelt aus t, d in zwehle, mhd. twähele, dwehele, dwêle, ahd. dwahila, dwehila; zwerch, adj., erhalten in zusammensetzungen wie überzwerch, zwerchfell, mhd. twerch, dwerch, ahd. dwerah, twerh, schief, goth. þwaírhs, in übertragener bedeutung: zornig, dessen nebenform ahd. mhd. twer zu quer wird (s. dies); zwerg, m., mhd. twerc, vereinzelt zwerc, ahd. twerg, ags. dweorh, anord. dvergr; zwingen, mhd. twingen, dwingen, ahd. thwingan, dwingan, asächs. thwingan, anord. þvinga. γ) zwiebel, mhd. zwibolle, zibolle, ahd. zwibollo ist unter anlehnung an bolle (s. dies) umgebildet aus lat. caepulla. zwetsche mit der nebenform quetsche (s. dies) ist unsichern ursprungs. 2) im in- und auslaut a) nach vocalen α) aus tt(j) nach altem ei und ei aus eu (iu) kaum, wie man früher glaubte, aus ჳჳ mit späterer verschärfung, vielmehr wahrscheinlich mit verallgemeinerung landschaftlich erhaltenen alten lautstandes, wobei zz, tz = tts allmählich zu einfachem z wird (wir trennen bei-zen, aber ät-zen), in beizen, mhd. ahd. beiჳen (beitzen, beizzen); heizen, mhd. ahd. heiჳen (heitzen, heizzen); reizen, mhd. ahd. reiჳen (reitzen, reizzen); spreizen, älter spreuzen, mhd. ahd. spriuჳen (spriuzen), weizen, mhd. weiჳe, weize, ahd. weiჳi, weizzi. flexivischer wechsel von ti und tj erklärt in solchen fällen die alten doppelformen, vgl. KLUGE etym. wb.7 488a. fest steht die affricata seit alter zeit in schneuzen, mhd. sniuzen, ahd. snûzen. flöz, n. hat ursprünglich kurzen vocal, mhd. vletze, ahd. vlezzi. vgl. unten c, γ. β) in wörtern wie kauz, mhd. kûze, kûz und mieze, koseform für Maria und lockruf für die katze, liegt wohl ein älterem t (tt, tja) entsprechendes zur bildung von koseformen frei verwendetes z vor, das auch nach andern lauten erscheint, z. b. in Götz und Heinz. vgl. gramm. 3, 689 ff. γ) duzen, mhd. du(t)zen kann eine bildung mit dem hochdeutschen suffix -zen (got. -atjan) sein WILMANNS gramm. 22, s. 109. andre führen es auf ital. tuizzare, tizzare zurück KLUGE etym. wb.7 105b. wie duzen ist das jüngere siezen gebildet. vgl. auch erzen und ihrzen. geiz ist verbalsubstantiv zu geizen, das auf mhd. gît(e)sen zurückgeht, eine weiterbildung (mit suffix -sen, älter -isôn) zu gîten. schnauze ist aus dem nd. snûte übertragen in anlehnung an ein untergegangenes gleichbedeutendes hd. schnot(z)e oder an schneuzen und hat die lautgesetzlich richtige übertragung schnausze verdrängt. uzen ist unerklärt. δ) in wörtern fremden ursprungs für lateinisch-romanisches palatales c in brezel, mhd. brezel(e), ahd. pricella aus mlat. bracellum; kreuz, mhd. kriuze, ahd. krûzi ausBd. 31, Sp. 3 lat. crucem, acc. zu crux; kapuze aus mlat. capucium; medizin aus lat. medicina, offizier aus franz. officier u. andern. für ital. z, lat. t (i + vocal) in spazieren, so schon mhd., aus ital. spaziare, mlat. spatiari. für romanisches z oder zz in azur aus frz. azur, ital. azzurro von pers. lâdschuward, lasurstein HEYSE fremdwb. 16 96 b; bizarr, aus frz. bizarre von span. bizarro, eigentlich: bärtig, weiter: prächtig, herrlich, dann frz.: sonderbar 119b; gazelle aus ital. gazzella, frz. gazelle von arab. gazâl, wilde ziege 391b; strapaze aus ital. strapazzo und andern. für griech.-lat. z in horizont aus griech.-lat. horizon, gen. horizontis. pers.-türk. z entsprechend in bazar, das dorther übernommen ist. b) nach stimmhaften consonanten α) nach l αα) aus t in malz, mhd. ahd. ebenso, as. anord. malt, ags. mealt; salz, mhd. ahd. ebenso, goth. salt mit sülze mhd. sulze, sülze, ahd. sulza; schmelzen, mhd. smelzen, as. smeltan mit schmalz, mhd. ahd. smalz, nd. smalt; stelze, mhd. stelze, ahd. stelza, ndl. stelt, engl. stilt; filz, mhd. ahd. vilz, ndl. vilt, ags. engl. felt; bolzen mhd. ahd. bolz, ags. engl. bolt, anord. bolte; holz, mhd. ahd. ebenso, as. nd. und in andern germ. dialekten holt; ebenso wohl in falzen, mhd. ahd. valzen, dessen etymologische zusammenhänge unsicher sind; balzen und walzen, das mhd. in gleicher form bezeugt ist, wahrscheinlich intensivbildungen mit der hd. entsprechung des alten suffixes -atjan wie sicher schnalzen, mhd. snalzen zu snallen, sich schnell klatschend bewegen; auch in dem lehnwort pilz, mhd. büleჳ, bülz, ahd. buliჳ aus griech.-lat. boletus, wo mit dem ausfall des i, e nach l das ჳ sich im unmittelbaren anschlusz an l zu z zu verschärfen scheint. stolz, mhd. ahd. ebenso, gehört gleichfalls hierher, mag es mit stelze im ablautsverhältnisz stehn oder aus lat. stultus entlehnt sein. das z in schulze, der verkürzten nebenform zu schultheisz, kann auf ein mhd. schultheize zurückgehn, das neben -heiჳe begegnet (tj--ti wie weiჳe neben weize. vgl. oben a, α) KLUGE etymol. wb.7 416a, es kann darin aber auch ein rest des zweiten bestandtheils als -s(e) stecken, das sich mit dem t-laut des ersten zu t + s = z verbunden hat. die nd. form schulte kann secundär sein. ββ) aus lat.-rom. palatalem c in pelz, mhd. belliჳ, belz, pelz, ahd. pelliჳ, das auf mlat. pellicia zurückgeht. β) nach n αα) aus t in glanz, m., mhd. ebenso, neben mhd. ahd. glanz, adj., die zu glatt zu gehören scheinen KLUGE etym. wb.7 174b; ranzen, verb., das WILMANNS deutsche gramm. 22, s. 110 zu nd. wranten, mürrisch sein stellt; schwanz, mhd. swanz zu swangezen, swankzen, intensivbildung zu swingen, swanken (suffix -atjan); wanze, mhd. ebenso, kurzform zu wantlûs, mit t-suffix; brenzeln, weiterbildung zu brennen; faulenzen, mhd. vûlezen, also mit nasalierung des suffixes -ezen (-atjan), die in älterer zeit häufiger begegnet WILMANNS a. a. o.; lenz, mhd. lenze, ahd. lenzo, aus *langtja; einzig, mhd. einzec, weiterbildung zu ahd. einazzi (t-suffix); einzeln, sei es, dasz es, wie SIEVERS meint, aus ahd. einluzzi, mhd. einlütze umgestaltet ist (KLUGE etym. wb.7 111a) oder als weiterbildung des vorigen zu gelten hat; Heinz, kurzform zu Heinrich, mit t-suffix; blinzeln, mhd. ebenso, weiterbildung zu blinzen, das KLUGE etym. wb.7 60a auf grund von mundartlichem blenkitzen, blinkitzen zu blank stellt; brunzen, mhd. ebenso, zu brunnen; grunzen, mhd. ahd. ebenso, engl. grunt, intensivbildung zu grinnen; hunzen, von WILMANNS deutsche gramm. 22, 109 nach FRANCK anz. f. d. alterth. 11, 21 zweifelnd in beziehung gebracht zu nd. homp, abgeschnittenes stück, hompen, stumpfen; runzel, mhd. runzel, ahd. runzala, deminutiv zu runza aus *wrunkta KLUGE etym. wb.7 380b; schmunzeln, schon mhd., vielleicht mit schmollen verwandt KLUGE ebenda 407b oder nasalierung von mhd. smutzen, lächeln. in den meisten dieser fälle ist also die verbindung nz secundär. alt ist sie in den lehnwörtern pflanze, mhd. pflanze, ahd. pflanza aus lat. planta; minze, mhd. minze, ahd. minza aus griech.-lat. mentha, menta; secundär dagegen in münze, mhd. münze, ahd. muniჳჳa aus lat. moneta. ββ) ganz unsicherer herkunft ist kranz, das man mit skr. granth, binden zusammenstellt KLUGE etym. wb.7 263b, das andre jedoch für ein lehnwort aus dem slavischenBd. 31, Sp. 4 halten (vgl. slav. krątŭ, gedreht) MÖLLER zschr. f. deutsches alterth. 36, 328, völlig unerklärt das zuerst in der vagantensprache bezeugte ranzen, m. γγ) in wörtern fremden ursprungs für slav. c in grenze, mhd. grenize aus böhm. hranice, poln. russ. granica; vielleicht auch in ganz, mhd. ahd. ebenso, das als neubildung zu ahd. (ir-)ganzên gilt, anscheinend einer umbildung des gleichbedeutenden aslav. konicati (sę) MÖLLER zeitschr. f. d. alterth. 36, 344. für lat.-rom. palatales c in alfanzerei zu mhd. alevanz, possen, betrug, das FISCHER schwäb. wb. 1, 123 vom ital. all' avanzo, zum vortheil ableitet; bronze aus franz. bronce vom lat. (aes) Brundisinum; Franzose, mhd. franzois, franzeis, adj. aus franz. français, françois; lanze, ebenso mhd. aus franz. lance, vom lat. lancea; panze, thiermagen, bauch, aus afranz. pance, nfranz. panse vom lat. pantex; panzer, mhd. panzer, panzier aus afrz. pancier (zum vorigen); kanzel, mhd. kanzel, ahd. cancella, -zella aus mlat. cancellus, cancelli; prinz, mhd. prince aus franz. prince vom lat. princeps; allianz aus franz. alliance u. ähnl. in manchen fällen steht -nz für lat. -ntia, dem franz. -nce entspricht: dissonanz, lat. dissonantia, franz. dissonance; evidenz, lat. evidentia, franz. évidence etc. enzian ist aus lat. gentiana entwickelt. kredenzen geht zurück auf ital. credenzare vom mlat. credentia, also: beglaubigend vorkosten. die quelle von tanz, das schon mhd. begegnet, ist franz. danse, ital. danza, denen ahd. dansôn, ziehen, zu dinsen gehörig, zu grunde liegt. winzer, mhd. winzürl, ahd. winzuril ist umgebildet aus lat. vinitor. popanz soll auf böhm. bubak, schreckgestalt, zurückgehn KLUGE etym. wb.7 354b. γ) nach r αα) aus t in harz, mhd. ahd. ebenso, as. mnd. hart; schwarz, mhd. ahd. swarz, goth. swarts, as. nd. swart; warze, mhd. warze, ahd. warza, as. warte; herz, mhd. herze, ahd. herza, goth. haírtô, as. herta; schmerz, mhd. smerze, ahd. smerzo, vgl. engl. smart, schmerzen, schmerz, schneidig; farzen, furzen, nd. farten, furten, engl. fart, griech. περδειν; stürzen, mhd. stürzen, ahd. sturzen, nd. ndl. storten; wurz, mhd. ahd. ebenso, goth. waúrts mit der zusammensetzung wurzel. bürzel, zu dem purzeln gehört, kann mit empor, mhd. enbor(e) zusammenhängen, würde dann hervorragender steisz sein. KLUGE etym. wb.7 79 vergleicht schweiz. borzen hervorstehn. es wäre so als eine bildung mit t-suffix anzusehen. erzen, ihrzen sind bildungen mit (e)zen (-atjan). scherzen faszt WILMANNS deutsche gramm. 22, s. 109 als intensivbildung mit demselben suffix zu mhd. schernen, spotten. erz, mhd. erze, ärze, ahd. aruzzi, aruz, as. arut ist wahrscheinlich fremden ursprungs. kurz, mhd. ahd. ebenso, as. kurt, nd. kort ist das lat. curtus; schurz, mhd. schurz, ahd. scurz geht auf mlat. excurtus zurück KLUGE etym. wb7 416b. kerze, mhd. kerze, ahd. cherza, charza, anord. kerte, n. leitet derselbe ebenda 239a vom lat. charta ab. ββ) quarz, mhd. ebenso, ist unerklärt. γγ) in wörtern fremden ursprungs aus lat.-rom. palatalem c in erz-, mhd. erz-, ahd. erzi- aus mlat. arci- für archi- (griech. αρχι -); arzt, mhd. arzet, arzât, ahd. arzât aus mlat. arciater für archiater (griech. αρχιατρος); narzisse aus lat. narcissus (griech. ναρκισσος); exerzieren aus franz. exercer, vom lat. exercere u. ähnl.; porzellan aus ital. porcellana, eine seemuschel, concha Veneris MAHN etym. unters. 11. März, mhd. Merze, ahd. Merzo, Marzeo, mit merzen, das eigentlich das aussondern von schafen im märz bezeichnet, geht zurück auf lat. (mensem) Martium. nerz, nörz ist entlehnt aus kleinruss. noryca fischotter KLUGE etym. wb.7 333b. c) nach stimmlosen consonanten α) nach ch aus t (suffix -(e)zen, -atjan) in ächzen, mhd. achzen, echzen, ahd. ahhizôn zu ach; jauchzen, juchzen, mhd. jûch(e)zen zu jûch; krächzen, weiterbildung zu krachen; lechzen, mhd. lech(e)zen zu lech, adj. = (nd.) leck; schluchzen, mhd. sluckzen, weiterbildung zu schlucken mit angleichung des ck an das z, während in andern, z. b. in mucksen, mhd. muckzen, muchzen, ahd. muckazen das z an das ck angeglichen ist. β) nach f aus t in seufzen, mhd. siufzen aus siuften, ahd. sûftôn, sûfteôn, zu saufen gehörig, von den bildungen auf -(e)zen, -atjan beeinfluszt KLUGE etym. wb.7 425b. Bd. 31, Sp. 5 γ) nach t αα) aus t (tz, ahd. meist zz geschrieben, vgl. BRAUNE ahd. gramm. (1911) § 159, meist aus t(t)j, in manchen fällen wohl für ein aus tn assimiliertes tt WILMANNS deutsche gramm. 22, S. 86) in ätzen, mhd. etzen, ahd. ezzen zu essen, goth. itan; glatze, mhd. glaz, -tzes, m. kahlkopf neben frühnhd. glitze zu glitzern (s. dies); kratzen, mhd. kratzen, ahd. kratzôn, dazu ital. grattare, franz. gratter; fetzen, mhd. vetze, vgl. anord. fǫt, kleider, zu fassen, nd. vaten KLUGE etym. wb.7 134a; hetzen, mhd. hetzen, ahd. hezzen, zu hasz, vgl. goth. hatis, n.; letzen, verletzen, hindern, mhd. letzen, ahd. lezzen, goth. latjan; metze, masz, mhd. metze, ahd. mezzo, m., verwandt mit messen, as. metan; setzen, mhd. setzen, ahd. sezzen, goth. satjan, nd. setten; wetzen, mhd. wetzen, ahd. wezzen, anord. hvetja; glitzern, weiterbildung von glitzen, das zu gleiszen, as. glîtan gehört; hitze, mhd. hitze, ahd. hizza, as. hittia zu heisz; kitzeln, mhd. kitzeln, kützeln, ahd. kizzilôn, kuzzilôn, nd. ketel(e)n, anord. kitla; ritzen, mhd. ritzen, ahd. rizzôn zu reiszen, as. wrîtan; schlitzen, mhd. slitzen zu schleiszen, as. slîtan; schmitzen, mhd. smitzen zu schmeiszen, goth. smeitan; schnitzen, mhd. snitzen zu schneiden, vgl. schnitt, m., geschnitten, part.; schwitzen, mhd. switzen, ahd. swizzen zu schweisz, as. nd. swêt; sitzen, mhd. sitzen, ahd. sizzan, as. sittian, goth. sitan; spitz, mhd. spitz, ahd. spizzi, verwandt mit spiesz, bratspiesz, mhd. ahd. spiჳ, engl. spit; spritzen, mhd. sprützen zu sprieszen, ags. sprútan; witz, mhd. witz(e), f., ahd. wizzî, f. zu wissen, goth. wait, ich weisz; zitze, ebenso mhd., nd. titte; glotzen, mhd. ebenso, vgl. anord. glotta, hohnlächeln KLUGE etym. wb.7 176b; klotz, mhd. kloz, -tzes, verwandt mit klosz, nd. klôt; rotz, mhd. roz, rotzes, ahd. roz zu ahd. rûჳan, ags. hrútan, schnarchen ebenda 378a; strotzen, mhd. ebenso, verwandt mit strausz, kampf, mengl. strout; grütze, mhd. grütze, ahd. gruzzi, ags. gryt(t), nd. gorte; nütze, adj., mhd. nütze, ahd. nuzzi, mit nutzen, m. und nutzen, nützen, verb., mhd. ebenso, zu (ge)nieszen, mhd. nieჳen, ahd. nioჳan, goth. niutan; schmutz, mhd. smuz, -tzes zu smutzen, engl. smut, beflecken; schütze, mhd. ebenso, ahd. scuzzo, ags. scytta zu schieszen, as. skeotan; stutzen, plötzlich innehalten, mhd. ebenso, mhd. stuz, -tzes, anprall, zu stoszen, goth. stautan; stutzen, kürzen, von WILMANNS deutsche gramm. 22, 110 mit anord. stuttr, kurz zusammengestellt. auch der form des suffixes nach in deminutiv- oder koseformen wie Fritz zu Friedrich, Lutz zu Ludwig, Metze, metze zu Mechthild; götze zu gott; ebenso wohl betz, petz als bezeichnung des bären (abkürzung einer appellativischen bezeichnung wie Bernhard oder dgl.?) mit den zugehörigen wörtern batzen und patzig; spatz, mhd. ebenso, koseform zu spar, vgl. sperling KLUGE etym. wb.7 431b. katze, mhd. katze, ahd. kazza ist entlehnt aus mlat. catta; schatz, mhd. schaz, -tzes, ahd. scaz, -zzes, goth. skatts. as. scat vielleicht aus aslav. scotŭ, vieh. etwas anders stehn schwatzen, mhd. swetzen, swatzen für *swatezen, vgl. mhd. swatern, swadern, schwatzen; schmatzen, mhd. smatzen aus smackezen, weiterbildung von smacken; blitzen, mhd. bliczen, bleczen, ahd. blecchazzen und blitz, mhd. blitze, blicze, verwandt mit blick, blicken, blecken; kotzen aus koppezen, weiterbildung zu mhd. koppen, eructare KLUGE etym. wb.7 261a. ββ) jetzt, mhd. ietze, iezuo ist zusammengerückt aus ie und zuo, as. tô. antlitz ist eine mischform. mhd. ist antlitze bezeugt, ahd. antlizzi neben antlutti. zu grunde liegen goth. wlits und lûdi, angesicht. schützen wird von KLUGE etym. wb.7 417a auf grund des gleichbedeutenden mhd. beschüten mit mhd. schüte, schüt, f. erdwall, das zu schutt gehört, zusammengestellt und als intensivbildung * skutisôn gefaszt, von andern mit schieszen, as. skeotan, von ihnen also als -jabildung gefaszt (vgl. schu̔tze unter αα). letzt, wofür mhd. lest, leჳჳist, ahd. leჳჳist, laჳჳôst erscheint, superlativ zu laჳ, erklärt sich vielleicht durch nd. einflusz. letist, lezt (für letst) begegnet schon im as. KLUGE etym. wb.7 288b. dazu gehört letzen, schon mhd., sich gütlich thun. potz ist umgebildet aus gottes. tatze, mhd. ebenso, möchte derselbe ebenda 455b als intensivbildung zu tappe fassen (*tappeze), andere bringen es in zusammenhang mit dem als lautmalend gefaszten tatschen. plötzlich, mhd. plozlich gehört zu einem wohl lautmalenden plotz, neben dem auchBd. 31, Sp. 6 plauz erscheint. trotz, mhd. trotz neben tratz und trutz ist unerklärt. butze (zu nd. butt, adj. kurz, butt, m. fischname?), putzig, putzen, verb. sind umstritten. γγ) in wörtern fremden ursprungs erscheint tz für lat. ti, ci + vocal in (stein)metz, mhd. metze, ahd. mezzo aus mlat. matio; metzger, mhd. metzjære aus mlat. matiarius KLUGE etym. wb.7 313a; matratze, mhd. mat(e)raჳ aus mlat. matratium, -cium, vom arab. matrah, sitzkissen; mütze, mhd. mütze, mutze aus mlat. almutia, -cia, -tium, -cium; litze, mhd. ebenso, aus lat. licium, faden. für lat. te + vocal in pfütze, mhd. pfütze, ahd. pfuzzi, -a aus lat. puteus. für lat. ce in metzeln aus mlat. macellare. platz ist das ital. piazza, das franz. place, dem lat. platea zu grunde liegt. latz geht zurück auf afranz. laz, ital. laccio, schnürband aus lat. laqueus. scharmützel wurzelt im ital. scaramuccia, das auf schirmen zurückgeht. dutzend, mhd. totzen, stammt aus dem franz. douzaine. ketzer, mhd. ketzer, kätzer wurzelt im griech. καθαρος. haubitze ist das böhm. houfnice, steinschleuder. stieglitz, mhd. stig(e)liz soll aus dem böhm. stehlec, distelfink, umgebildet sein, kiebitz, mhd. gîbitze dagegen lautmalenden ursprungs. δ) in wörtern fremden ursprungs begegnet wirkliches z auch nach andern stimmlosen consonanten, so in miszelle aus lat. miscella, okzident aus lat. occidens, gen. -entis. skizze, das auf ital. schizzo zurückgeht, wird skitze gesprochen. II. z erscheint als letzter buchstabe des alphabets in der verbindung von a bis z, die vollständigkeit bezeichnet: so geht es von a bis z CAMPE; geschickt, ... eine grosze tafel in kürzester zeit von a bis z zu bestellen MÖRIKE 3, 41 Göschen. in gleicher oder ähnlicher anwendung sagt man auch bis zum tz, wohl weil tz als eine art verdopplung des z betrachtet wird. vgl. die ahd. schreibung zz für tz. auch auszerhalb dieser wendungen wird die stellung im alphabet bei wortartigem gebrauch von z betont: manch grosses A. der welt wird dort (im himmel) zum zette werden STOPPE parnasz im Sättler 201. baron S. ein x im menschenalphabet, seit ypsílon dein schwiegersohn, bleibt dir nur noch das z GRILLPARZER 3, 227 Sauer. |
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war er vorher wie ein ameis krabblich und wie ein schlänglein schnell und zabblich, wird er hernach in mantel und kragen in seinem sessel sich wohl behagen GÖTHE 38, 56 Weim. |
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Bd. 31, Sp. 7 bis ins 17. jahrhundert findet, wo sie vor dem mitteldeutschen zappeln weicht, mundartlich aber sich weiter erhält: bairisch zabeln und mit umlaut zebeln SCHM. 22, 1072 (neben zappelen, zeppelen 1141); schwäbisch zabeln und zappeln SCHMID 541; schweiz. zabeln STALDER 2, 462; zable HUNZIKER 305; SEILER 321b; auch rheinfränkisch zabelen, sich hin- und herkrümmen WALDBRÜHL rhingscher klaaf 220. 2) die ursprüngliche bedeutung der gewaltsamen gliederbewegung tritt mannigfach hervor, namentlich als folge von schmerz, angst, innerer beengtheit: diu (ein vom teufel besessenes weib) zabelte harte vaste und hete deheine raste LAMPRECHT V. REGENSBURG st. Franz. leben 2808; sî ructin vreislich mit unzucht den mûtren den vil armen dî kindir von den armen und spîჳten sî mortlîchin sâ ûf dî zûne hî und dâ, dâ sî der pîn enzwischin zabiltin und krischin JEROSCHIN 1603; hê, wie frevenlîch durchstieჳ Ruodi Trollen bî dem nabel! er sprach: dâ lig und zabel! liedersaal 3, 413, 551; diu tiuvele ... füerent die sêle gevangen gein Babilônje, daჳ ist diu helle. dâ muost dû danne von noeten iemer zabeln, wan dich lânt die tiuvel niemer mêre geruowen. nû zabel, nû zabel als ein gurre, als ein gürrelin, als ein esel, als ein ros und als der tiuvel: der geruowet ouch niemer BR. BERTHOLD 1, 270, 21; nach dem beid die schönsten fisch also lebendig für den künig auf den tisch trůgen, vor im auf dem tisch springen und zabeln lieszen ARIGO decam. 615, 14 Keller; der fisch begunde zabeln vor seinen füszen bibel von 1483 bei FRISCH 2, 462b (Tobias 6, 5); stast du auf und zablest mit den füszen als ein katz die in dem herd ist gelegen KEISERSBERG spinnerin (1510) d 6a; ain katz die man ertrenken wil, die da zablet und umb sich beiszet und kretzet Aa 8b; vor forcht zitteren und angstlich zablen, trepidare, mit forcht, angst, und groszen zablen, trepide MAALER 510c; bald so sie (die vögel) an rücken niederfielen, zableten sie mit den füszen und starben also THURNEISZER von wassern (1572) 384; besser gezabelt am declinenden scamno (von einem kinde gesagt, das vom schulmeister zur vollstreckung der prügelstrafe über die bank gelegt wird), als am undeclinenden ligno, so ein galgenpfosten heiszt Garg. 458 neudr.; das wasser fing an ein zu rinnen (in einen kahn), und als der essel das entpfund, ungeschickt er zabelt und aufstund und schray yan nach essels art H. SACHS fab. und schwänke 2, 363, 20 Götze; (der esel) stüerzt ins wasser, nit schwimen kund, zabelt ein weil und ging zu grund 364, 32; das er sein prüegel hoch auf schwang und draff die saw vorn an die stirn, das sie fiel, zabelt mit alln viern 376, 118; von einzelnen gliedern, leibestheilen: allweg zablet jn das herz noch KEISERSBERG spinnerin (1510) eea; in krämpfen, als krankheit: und nach ausgang des tanz, so fiel sie nieder, dem mann zu leid, zablet ein weil und schlief darnach PARACELSUS (1589) 1, 263; zablen der glyder kompt von eim groben dämpfigen wind schachtafeln der gesundh. deutsch von HERR (1533) 221; zablen der mannsrůten ... von verschlossenem wynd in der růten 160; in der verbindung zabeln und grabeln, krabeln: darvon fing das kind (im mutterleibe bei der geburt) an zu erschrecken und erhupffet, und kam inn solchem aufflauff in die kraus holader, zabelet und grabelet daselbs durch die langscheidige leibesleist Garg. 157 neudr.; seh hin und trink dein aygen harm, dieweil er noch ist also warm! so wern die narrn in dir zabeln, wie ameisz durch einander krabeln H. SACHS fastn. sp. 1, 135, 101 Götze (das narrenschneiden). von den bewegungen des kleinen gethiers, gewürms: 'so lege dich in den kasten zuo den natern allen unde zuo den würmen, und ich wil des bürge sîn, daჳ dû alse Bd. 31, Sp. 8 gesunt her wider ûჳ scheidest als dû iezuo bist.' nein, herre! dû sæhe niht, wie sie zabelten unde wie sie wispelten! ich wolte ê iemer in der hellen sîn BR. BERTHOLD 1, 573, 11; das herz des menschen ist gleich als ein käs, der voller maden ist, die allzeit durch einander wüten und zablen KEISERSBERG pred. 10b; (die kröte fing an) zu wüten und zu zablen Simpl. 1, 385 Kurz; wer nicht gablet, wann die brem zablet, der laufft im winter mit einem seil, und fragt: wo ist heu feil? KEISERSBERG narrenschiff bei FRISCH 1, 312a; bei SIMROCK sprichwörter s. 248 in der fassung: wer nicht gabelt, wenn die heuschreck zabelt; auch in der verbindung krabeln und zabeln, von würmern, vgl. th. 5, 1912 oben. 3) zabeln, übertragen auf strenge und hastige arbeit, bei der die glieder sich eifrig rühren, wie sich mühen, sich abarbeiten: man findt einen menschen, der werket, und je mehr er zablet, je ärmer er ist Zürcher bibel (1530) 635 (Sirach 11, 11, bei LUTHER mancher lessets jm sawr werden); er sprüszt sich wie ein katz im wetschger, zablet wie ein holtzbetschger (holzhacker) N. MANUEL 212, 13 Bächtold. noch jetzt schweizerisch: wär im heujed nitt gabled und in der ärn nitt zabled und im herpst nitt früej ufstot, dä cha luege, wie's -- im im winter got SEILER Basler mundart 321, vgl. HUNZIKER 99. von mühe überhaupt: das man kein regen bring durch zabeln zuwegen, sonder gott schickt den segen, wann und wa es im ist gelegen FISCHART podagr. trostb. D 4a. auch von nutzloser arbeit, beschäftigtem nichtsthun: ich sihe manchen reichen inn stätten hin und wider, der unrůwig fast zablet, und in dem nicht thůt, dann dasz er seiner mägd und knecht knecht ist sprichwörter, schöne, weise klugreden (1560) 208b. in verbindung mit andern wörtern ähnlichen sinnes die bedeutung schärfer hervorhebend: die niemer keine ruowe gehaben mügen vor würken noch vor zabeln, eht dar und dar zabeln und würken den sameჳtac hinz in die naht, und an dem heiligen sunetage und an der zwelfboten tage, sô ûf den market mit schuohen, sô mit wegen, so mit karren, sô vihe trîben, nû daჳ, nû daჳ, sô hin, sô her BR. BERTHOLD 2, 48, 19; nû hœrest dûჳ, der den vîrtac dâ loufet und zabelt, und der der heiligen zît niht schônen wil? 253, 36; warum zablet, frettet die ganze welt tag und nacht? FRANK paradoxa 13b; dem mann sein arbeit nit erspreust, er nagel, zabel, frett und schab, so kompt er doch zu keyner hab H. SACHS 1570 1, 524d; es leit auch in kriegshandlung nit daran, das ein haubtman vast zabell und fecht Wilwolt v. Schaumb. 91; sy fechten und zablen, das zy gůt überkommen, es sei recht oder unrecht, wie es jnen werden mag durch wůcher, durch stelen, oder das sy jren nächsten bescheiszen mit falsch KEISERSBERG siben hauptsünd. (1510) 222b; zablen und fächten umb reychthumb, divitiarum certamina MAALER 510c; vernünfftige geringachtung alles dessen, darumb jederman so tollgirig zabelt und grabelt, laufft und schnaufft, machet und wachet, kriegt und betrügt, wült und stilt, wandelt und handelt, fecht und recht und alle hertzbefridung verschmecht Garg. 20 neudr.; nit ungestüem zabel und eil H. SACHS fab. 1, 440, 120 Götze; auch von rein geistiger thätigkeit: got werd noch ainmal, wenns jn gut und zeyt bedunckt, seine gaben der kunst und sprach so klar herfür geben, das man nicht mit solchem martern und zabeln drinn musz lernen und studieren, wie man yetzt pflegt ICKELSAMER teutsche grammatica s. 5 Kohler; und von seelenkämpfen: das er frischlichen hindurch brech und sich selber überwind, Bd. 31, Sp. 9 denn als lang das nit beschicht, so nympt das wüten und zabelen kein end KEISERSBERG seelenpar. 22b; selbst spöttisch von den gewaltsamen bewegungen beim tanz: kein tanz der was mir nimmer z'lang, ich gumpet, zablet, rant und sprang, dasz mir der schweisz zendumb abran HANS RUD. MANUEL weinspiel 365, 2521 Bächtold; dazu e r z a b e l n (vgl. unter erzappeln th. 3, 1079) in der bedeutung durch solche hastige arbeit etwas erwerben, jetzt noch schweizerisch STALDER 2, 462; biჳ dû des selben guotes wider âne wirdest, daჳ dû wider des almehtigen gotes gebot alsô ervohten und erzablet hâst BR. BERTHOLD 1, 269, 39; was ich erzablen und erzien, das ist alls mit dem win vertan HANS RUD. MANUEL weinspiel 363, 2461. 4) zabeln, von der regung des schreckens im herzen und des dadurch hervorgerufenen gebahrens, namentlich des eiligen laufens, ein lieblingswort AVENTINS: traten urbering (plötzlich) daher aus allen kirchen und capellen all pfaffen chorherren pfarrer wârsager in iren chorröcken und menteln infeln heublen mit irem heiltum erschrocken, zableten, liefen als die unsinnigen vorn an die spitz des streits bayer. chron. 1, 394, 14 Lexer; die feind, so in (lies ân, ohne) ordnung umb das geleger wie vor renten und vast zableten 569, 9; etlich zableten, zitterten, waren gleich sam twelmig 837, 4; und der schrecken war noch in den menschen, zableten, zittreten noch, wurfen die augen hin- und herwider 839, 12; flohen die Teutschen davon, zittreten, zableten, hetten sorg auf das römisch her, es würd anfarn und in das ir verprennen 1058, 25; die fueszknecht ... kunten hart die füesz gewinnen, eilten wider hinder sich in den wald, darausz si erst kumen waren, zableten, warn vol schrecken, kamen also gar ausz der ordnung 1089, 14. 5) ein anderes zabeln, im brette spielen, zu zabel spielbrett oben sp. 6 gehörend: vür den künec si giengen.da wâren ritter vil. dâ vunden si besunder maneger hande spil: in dem brete zabelen, schermen unde schilden Gudr. 353, 3; der sun der zabelt ûf dem brete ges. abent. 2, 411, 135; ist nach dem mhd. ausgestorben. |
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rotten, harpfen, singen und aller hande zabelspil, daჳ kunde er und treip sîn vil K. V. WÜRZBURG troj. krieg 5975; in der verderbten zusammensetzung scacus schachzagelspil DIEFENBACH 515b; niederd. spacubulum schachttafelspel nov. gloss. 328b. |
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Bd. 31, Sp. 10 viscosus bei STEINBACH 2, 1063, meisznisch in Leipzig zach ALBRECHT 239a, und geht durch Thüringen, Hessen, Franken, die Wetterau, wogegen bair. záhh (SCHM. 22, 1099) vertreter des mhd. zæhe ist. in der schriftsprache erscheint zach noch bis ins 18. jahrh. hinein. bedeutung: zusammenhaltend, klebend, nicht leicht trennbar oder zu zerreiszen, von harz, leim, leder, pflanzen, flüssigkeiten, auch von eszwaren, die nicht leicht zu kauen sind: über ieclîch lit er zôch denselben leim zâch (gott bei der schöpfung des menschen) Genes. in den fundgr. 2, 15, 20; vil zâch ist daჳ rintfleisc arzneibuch des 12. jahrh. im mhd. wb. 3, 840; eine zache weide, lenta salix, zach oel, oleum spissum, densum, zach machen, lentare STIELER 2632; zach rohr, lentus calamus, zach wie leim, glutinosus, wie hartz, resinaceus HEDERICH prompt. (1729) 2712; zach werden, lentescere KIRSCH cornucop. (1750) 2, 425a; ob nun der kuchen so zach gebacken gewesen CHR. WEISE pol. näscher 109; ich kunte kümmerlich von einer buche schälen die zache rinde weg, und disz ist mein papir P. FLEMING 102, 14 Lappenberg; übertragen von menschen, wie zähe 3, s. d.: oft gaistlich väter sein so zach, sant Petern kainer volget nach O. VON WOLKENSTEIN 288, 155 Schatz; ach gott wie zach, verzagt und schwach seynd wir in unserm hertzen B. RINGWALDT Ev. G 4a. in Leipzig heiszt ein geizhals ein zacher kerl, mit scherzhafter anwendung eines biblischen namens auch ein Zachäus ALBRECHT 239a. |
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dâ lag ein zâch, der glam und pran, dâ man die püchs mit zündet an BEHAIM buch von den Wienern 79, 15. das wort gehört zum adj. zâch, und besagt eigentlich einen zähen gegenstand im allgemeinen. |
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Bd. 31, Sp. 11 waschen, nach dem z ä c k c h e n m u s t e r (vorlage für solche stickereien) wieder durchstochen und geplättet werden CAMPE wörterb. 1, 265a.
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ein grûlich scharfer dorn, der im mit langen zacken trat in sîn houpt passional 84, 71 Köpke; unz im sîne hût vil gar der dorn mit scharfen zacken reiჳ 219, 81; auf kurze stechende äste eines waldbaums übergegangen, vergl. niederl. tack, ramus, brachium arboris, tacksken, ramulus, ramusculus KILIAN; niederd. takk ast, zweig, brem. wb. 5, 7; dann auch von den spitzen enden an einem hirschgeweih gebraucht: taggen an den hörnern, rami cornuum cervi CHYTRAEUS bei FRISCH 2, 462c; sîn schipper gaf ome (dem hasen) ein hertes twich (hirschgeweih), dat was von twie seven tacken GERHARD VON MINDEN 84, 15; niederdeutsch fortdauernd, takk brem. wb. a. a. o.; auch hochdeutsch, nicht in weidmännischer sprache: zacken am hirschgeweih, alias enden, rami, cornu cervi STIELER 2600. die bedeutungsentfaltung erstreckt sich dann weiter auf schmiedewerk von dornenartiger beschaffenheit, in welchem sinne es sich spät-mhd. zeigt: mit ysenen hacken die haten spitze zagken Martina 55c, 84 (s. 138 Keller); mit der krewel haggen die hatten spitze zaggen 186a, 10 (s. 468). 2) seit dem 16. jahrh. wird das im mittelalter spärlich bezeugte wort häufiger und erfährt begriffserweiterung, indem es sich auf mancherlei gegenstände von spitzem stechenden aussehen oder wesen bezieht. dabei schwankt das geschlecht, das für das mhd. und mnd. nicht festgestellt werden kann, im singular zwischen fem. und masc. a) als singulares fem. in der form zacke, in zusammensetzungen eiszacke, felsenzacke, gabelzacke, spitzenzacke, s. d.; niederd. tagge, f., eine spitze, zacken DÄHNERT 483a; bayr. die zacken neben der zacken, zacke, spitze SCHM. 22, 1080; schweiz. d'zagge, spitze SEILER 321b; im sinne einer hervorstehenden spitze an zähnen: die einen haben an den zähnen eine zacke mehr als die andern BREHM illustr. thierl. 2, 789; besonders als von fäden hergestellte spitz zulaufende verzierungen an kleidungsstücken: eine zacke häkeln. b) als singulares masc. selten in der form zacke oder zack: zakk, m., ramus SCHOTTEL 1446, nach der niederdeutschen bedeutung, vgl. oben 1; zacke, dens KIRSCH cornuc. 2, 425a; (wunderliche eisgebilde) sitzen wol geordnet mir im block in zack' und nadel (spricht ein eiszwerg) G. KELLER werke 10, 229; mehr verbreitet in der form zacken, mit dem nominativ angetretenem n der obliquen casus: zack und zacken, dens ferreus STEINBACH 2, 1063; geschmiedet: ein zacken an einer gabel; der thürmer erbleichet, der thürmer erbebt, gern gäb er ihn wieder den laken. da häckelt -- jetzt hat er am längsten gelebt -- den zipfel ein eiserner zacken GÖTHE 1, 209 Weim.; gemauert oder in stein gehauen, an bauwerken: nun aber erkannte ich noch die verknüpfung dieser mannichfaltigen Bd. 31, Sp. 12 zierrathen (in der gothischen baukunst) unter einander, die hinleitung von einem haupttheile zum andern, die verschränkung zwar gleichartiger, aber doch an gestalt höchst abwechselnder einzelheiten, vom heiligen bis zum ungeheuer, vom blatt bis zum zacken 27, 275 Weim.; als ich nun glaubte meine kräfte wären wieder hergestellt, griff ich (bei einem fluchtversuche) zu meinen noch übrigen binden, und wollte sie um einen zacken des mauerkranzes winden 43, 330 Weim.; am fels, gestein: aber jetzt wackelte unter meiner fuszspitze das schmale, kaum zollbreit ausgeladene felsstückchen, und unter der greifenden hand der kleine zacken VISCHER auch einer 1, 77; aus eis gebildet: hoch am Montblanc ragt ein zacken lautern eises in die tiefe dunkelblaue himmelsdecke G. KELLER 10, 179; übertragen in volksmäsziger rede auf einen mäszigen rausch: mein Karl hielt mir am andern morgen vor, ich hätte einen kleinen zacken gehabt. Karl, entgegnete ich, es war nicht einmal ein spitz, nur die freude, die pure freude STINDE fam. Buchholz 1, 160. c) am häufigsten in pluraler anwendung, in der form zacken, wobei die unterschiede des grammatischen geschlechts verwischt sind; geschmiedet, in metall gebildet: die zacken einer krone; gabel mit zwei oder drei zacken; so kam des priesters knabe, weil das fleisch kochet, und hatte eine krewel mit drey zacken in seiner hand, und sties in den tiegel 1 Sam. 2, 13; das volck drinnen füret er eraus, und legt sie unter eisern segen und zacken, und eisern keile, und verbrand sie in zigelöfen 2 Sam. 12, 31; ich habe dich zum scharffen newen dreschwagen gemacht, der zacken hat Jes. 41, 15; wil ich jr nicht schonen, darumb das sie Gilead mit eisenen zacken gedroschen haben Amos 1, 3; hetten hundert und zehen tausent Griechischer fusknecht ... und drey hundert wagen mit eisern zacken 2 Macc. 13, 2; die zacken einer gabel müssen von stahl geschmidet werden, weil eiserne zacken beim gebrauch leicht zerbrechen JACOBSSON 2, 2b; die laconischen schlüssel mit drey zacken LESSING 8, 73 (antiqu. briefe 23); unmittelbar am groszen wachfeuer gewahrte ich eine schwere starke egge, setzte mich darauf und schob unter dem mantel meine flaschen zwischen die zacken herein GÖTHE 33, 65 Weim.; kommt! mit zacken und mit gabeln und mit gluth und klapperstöcken lärmen wir bei nächt'ger weile durch die engen felsenstrecken 1, 212 Weim. (die erste walpurgisnacht); als mauerwerk (vgl. auch blumenzacken th. 2, 166): frisch errichtete oder völlig wieder hergestellte vertheidigungsanstalten, neue, wohl ausgemauerte schieszscharten und zacken 49, 1, 298 Weim.; in stoff hergestellt als verzierung an kleidungsstücken: zacken häkeln; ein überschlag mit zacken, collare cum limbis denticulatis STIELER 2600; etwas mit zacken versehen, z. b. ein kleidungsstück, es mit einem rande oder besatze versehen, der aus lauter zacken oder spitzen besteht, in spitzen ausgeschnitten ist CAMPE; an bäumen: zacken sind die dürren oder sonst dünnen äste eines baumes JACOBSSON 8, 234a (vgl. oben 1 und 2b); die stürme wüthen nicht mehr, man sieht die zacken der tannen nicht mehr durch gläsernen reif CHR. E. VON KLEIST 1, 130 Körte; furcae, gabeln, zacken ... eine art waffen (arma), womit verschiedene pflanzen versehen sind; dornen, welche in zwey oder drey zacken getheilt sind (furcae bifidae, trifidae) NEMNICH 2, 1683; die zacken eines blitzes; zacken am eise, eiszacken; an krystallen: zwischen den zacken groszer krystalle GÖTHE 18, 232 Weim.; am lichte: der an einem lichte herabrinnende talg, welcher kleinen eiszacken ähnlich sieht, wird auch zacken, lichtzacken genannt CAMPE; zacken, von den spitzen gipfeln der berge, felsen, gletscher: wie der bergstrom durch alle zacken des felsens wege zu finden weisz GÖTHE 49, 1, 259 Weim.; alle jene zacken und hörner, alle bergrücken und die zwischen ihnen leer gebliebenen thäler und schluchten II, 9, 263 Weim.; grosze bergmassen ... die kalt und kahl Bd. 31, Sp. 13 ihre hartnäckige zacken in die wolken strecken BETTINE briefe 2, 13; unter uns schien ein weiszes schneefeld zu liegen, aus welchem nur der rücken des Jura und die schneebedeckten zacken der hochalpen hervorleuchteten MOLTKE ges. schriften 5, 77; o mich solls nicht wundern, wenn sich die felsen bücken in den see, wenn jene zacken, jene eisesthürme, die nie aufthauten seit dem schöpfungstag, von ihren hohen kulmen niederschmelzen SCHILLER 14, 370 (Tell 4, 1); o die zeit, da um beeiste zacken noch der sturmwind sauste! VISCHER auch einer 1, 107; im allgemeinen sinne: er (Cartesius) bedient sich, um das unfaszliche, ja das unbegreifliche zu erklären, der crudesten sinnlichen gleichnisse. so sind seine verschiedenen materien, seine wirbel, seine schrauben, haken und zacken, niederziehend für den geist GÖTHE II, 3, 278 Weim. d) landschaftlich als krankheitsname: niederd. taggen, takken, knoten oder geschwülste der güldnen ader, haemorrhoides RICHEY 303, brem. wb. 5, 8; taggen, die geschwülste am mastdarm, von der güldenen ader DÄHNERT 483a; in hochdeutscher form zacken feigwarzen ADELUNG; er (der talk) verwehrt der zacken schmerz, er soll auch den blutflusz mindern BROCKES 9, 54. dazu gehört wohl bayr. die zacken, eine krankheit des hornviehs, sonst die franzosen oder pfinnen SCHM. 22, 1080 (aus einer würzburgischen verordnung). 3) vielleicht nicht hierher gehörig ist zacken im hüttenwesen für einen viereckigen mit eisenplatten ausgelegten kasten KARMARSCH 1, 587, mit zusammensetzungen form-, frisch, schlacken, zacken u. ähnl., vgl. auch ADELUNG. im rheinfränkischen ist der zacken die ofennische, die platte dieser nische WALDBRÜHL rhingscher klaaf (1869) s. 221. |
| YSOP, m. |
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| ZABLER, m. |
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