Mittelhochdeutsches Wörterbuch. Mit Benutzung des Nachlasses von Georg Friedrich Benecke ausgearbeitet von Wilhelm Müller und Friedrich Zarncke. Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1854-1866 mit einem Vorwort und einem zusammengefaßten Quellenverzeichnis von Eberhard Nellmann sowie einem alphabetischen Index von Erwin Koller, Werner Wegstein und Norbert Richard Wolf. 4 Bde. u. Indexbd. Stuttgart: S. Hirzel 1990.
  A  -  æber, stn.   (Band 1, Seiten 1 - 4 )  
A Artikel im Lexer Artikel in den Nachträgen Artikel im Findebuch
    I. Laut a, buchstabe a. Der buchstabe a bezeichnet
    1. den k u r z e n , durch umlaut in e oder ä ĂĽbergehenden laut.
    2. den l a n g e n , durch umlaut in æ ĂĽbergehenden laut.Das lange a wurde von genauen schreibern in der frĂĽhesten zeit durch doppeltes a bezeichnet, ĂĽber welches man um an die einsilbigkeit zu erinnern e i n bindezeichen setzte, ; später schrieb man ein einzelnes a und ĂĽber dieses das alte bindezeichen, â; endlich verschwindet auch das bindezeichen, das der neuere genauere druck aus sehr guten grĂĽnden durch â wieder herzustellen gesucht hat.die a u s s p r a c h e des langen a scheint ein tiefes, dem englischen aw ähnliches â gewesen zu sein, daher auch nicht selten dafĂĽr o geschrieben wird (vgl. II. wâfenĂ´). – Alte schreiber setzen häufig e, auch ĂŞ st. æ und æ st. e oder ä; ihnen darin zu folgen, hieĂźe den leser irren, wenn nicht etwa die mundart des verfassers es fordert, wie dieses z. b. bei Herbort der fall ist.Im verse kann â, so wie jeder doppelvocal, eben sowohl in der hebung stehen als in der senkung. – â, heiĂźt es Mart. 120, ist der erste laut, den ein neu geborner knabe hören läßt, und bedeutet Adâm; das neu geborne mädchen schreit ĂŞ, welches Evâ bedeutet. – ich lĂŞre in daჳ âbĂŞcĂŞ: des enhât er niht mĂŞ noch gelernet wan daჳ â Amis 297.
    II. â wird substantiven, imperativen, partikeln angehängt, um ein stärkeres und längeres austönen des wortes zu bezeichnen. ein ähnliches a, oder ah findet sich noch bei Fischart, so wie in alten englischen sowohl als schottischen volksliedern am schlusse des verses, und eben so in dem englischen sirrah, vgl. Gr. 3,290.
    1. an substantiven: sperâ, herre, sperâ, sper Parz. 79,24. nu tuo her sperâ sper frauend. 458,5. sĂ»sâ, wie minniclĂ®che der Ă»ჳ OesterrĂ®che vert MS. 2,164. b. sĂ»sâ, wie er streit MS. H. 3,266. a. sĂ´ sĂ»sâ sĂ»s a. w. 1,46. wâfenâ MS. 2, 66. a. beitr. 57. MS. 1,92. b. 2,9. b. MS. H. 2,91. b.
    2. an imperativen:
    a) starken: bliuwâ, herre, bliu Ulr. Wh. 146. a. dringâ, drinc Parz. 220, 28. Haupt's zeitschr. 3,1. 2. 13. hilfâ, lieber bruoder Nib. 1553,2. klingâ, klinc Parz. 681,29. H. Trist. 1806. lâჳâ mich dich erbarmen MS. 2,17. b. lâჳâ wĂ®chen beitr. 169. lâჳâ, lâჳ Geo. 1234. râtâ Nib. 312,4. MS. H. 3, 240. b. ruofâ, ruof Parz. 72. 2. sihâ Marleg. 25,78. slahâ, slach H. Trist. 1806. snîâ, snĂ® Walth. 76,1. swerâ MS. 2,174. b. swingâ, swinc Haupt's zeitschr. 3,1. 2. vâhâ, vâch Nib. 1516, 2. wĂ®châ, herre, wĂ®che Wigal. 3000, wĂ®châ, wĂ®ch Meist. Alex. 388. –
    b) schwachen: hœrâ Pass. 188. 40. Marleg. 25,78. diu horn bediutent hœrâ waჳ Frl. 171,13 hurtâ: wie dâ gehurtet wart W. Wh. 54,19. hurtâ: lât die tjoste tuon Parz. 597,25. hurtâ, hurtâ, hurte: W. Wh. 404,3. bekĂŞrâ dich, bekĂŞre Walth. 9,12. kĂŞrâ, helt, nu kĂŞre H. Trist. 5563. Pass. 369,84. krœnâ, kĂĽnic, krœne Frl. Fl. 8,5. leschâ, lesch MS. 2,155. a. losâ MS. 2,74. b. Helbl. 1,805. nu ruorâ MS. 2,80. b. wartâ wie diu heide stât MS. 1,180. b. wartâ zuo dir, wartâ dar Renner 8917. sĂ´ schrĂ®t der wahter: wartâ, wartâ Renner 8920. wartâ, wartâ, waჳ ist daჳ? Boner. 20,34. wartâ, trĂ»t geselle mĂ®n Boner. 52, 25. nu werâ dich MS. 2,199. a. werâ, herre, wer Geo. 5011. wetâ, herre, wetâ, wet Parz. 74,26. – Nicht immer sind, wie die beispiele zeigen, diese imperativformen wĂĽrkliche imperative, sondern öfters nachahmungen des lautes, wie die noch gewöhnlichen 'krach, plump, bautz, husch' etc.
    3. an partikeln: fĂ®a, fĂ® Parz. 80,5. fîâ, fîâ, fĂ®e, fĂ® Parz. 284,14. eiâ, wol im. Gfr. l. 2,21 (lobges. 64,6). eiâ, got herre Renner 6193. vgl. Grimm frau Aventiure 13. heiâ Rother 246. heiâ, hei beitr. 170. 184. Mar. himmelf. 1264. Ă´wĂŞ unde heiâ, hei Parz. 103,20. 160,3. 407,16. 496,22. heiâ nu hei MS. 2,61, b. 63. a. 64. a. Ulr. Trist. 3533. neinâ, herre Dieterich Rother 1985. neinâ, herre SĂ®frit Nib. 867,1. neinâ, herre MS. 1,65. b. neinâ, trĂ»t geselle Lanz. 950. neinâ, sĂĽeჳer friunt, nu sage Engelh. 5936. neinâ tuoჳ beitr. 232. neinâ, Hartmuot, des entuot noch niht Gudr. 1294,1. neinâ helfent frĂ´ belĂ®ben MS. 2,54. a. neinâ, nein MS. H. 3, 260. a. du sprichest iemer 'neinâ, nein' Ms. 1,54. b. vgl. jârâ, jârîâ, jârâjâ; wurrâwei. genauere bestimmung der bedeutung s. unter den einzelnen wörtern.Statt des â findet sich auch Ă´: der ungetriuwe 'wâfenĂ´' rĂĽefet Parz. 675,18.
    III. â, untrennbare, dem nomen vorgesetzte partikel; vor dem vw. weist sie auf ein nomen zurĂĽck, von welchem das vw. abgeleitet ist (Gr. 2,704). Dieses â, dessen länge nicht ganz entschieden ist (Gr. 1,88. ), kann nicht durchaus gleiches ursprunges sein und kann daher nur bei dem hauptworte, dem es vorgesetzt ist, erklärt werden. in den meisten fällen scheint es auf ar, ir, ur zurĂĽckgefĂĽhrt werden zu mĂĽssen, in andern auf die partikel uo wieder, nach Gr. 2,785 bisweilen auch wohl auf die oberdeutsche aussprache der partikeln abe, ane, die wie â klingen.ein α privat. kennt unsere sprache nicht. Solche zusammensetzungen sind: âdœme, âgeჳჳe, âgeჳჳel, âgreife, ich âkĂ´se, âkambe, âkust, âlaster, âleibe, âmât, âmaht, âmunt, âname, âsanc, âsæჳe, âschric, âschrĂ´te, âsmac, âsmeckec, âsprâche, âstiure, âswich, âswĂ®che, âteilec, âwegec, âwesel, âwicke, âwirch, âwitჳe. s. diese wörter in ihrer strengen alphabet. reihe.
 
A Artikel im Lexer Artikel im Findebuch interj. ach! ausdruck der freude, der verwunderung, des schmerzes. a jar guoten chnehte = ach jâ ir g. k. Gen. fgr. 2,57,40 (vgl. Lachmann zu den Nib. s. 66). â, herre got, der guote Trist. 2750. 741. â, diu hât ein ende Trist. 10167. vgl. ach.
 
A Artikel im Lexer Artikel im Findebuch die franz. praep. Ă . ta vie a deu cumant, dĂ®n sĂĽeჳeჳ leben daჳ sĂ® hiute got ergeben Trist. 2396. la fossiure a la gent amant, daჳ kĂ®t der minnenden hol Trist. 16704.
 
AB s. Artikel im BMZ ABE
 
AB s. Artikel im BMZ AVER.
 
AB s. Artikel im BMZ OB.
 
ABĂ„CH s. Artikel im BMZ ABE.
 
ABACUG name des propheten. wie von Abacug ein imbiჳ wart ze BabylĂ´ne brâht MS. 2,138. a.
 
ABAGUK name eines meĂźkĂĽnstlers. Tit. 15,95. s. ALGORISMUS.
 
ABBET Artikel im Lexer Artikel in den Nachträgen Artikel im Findebuch, ABBAS, ABBAT, ABET, ABT, APPET, APT stm. plur. ebbete, aus dem syrischen in die kirchliche sprache aufgenommen, a b t . der meister ĂĽber die mĂĽnche was, daჳ was ein wizzic abbas Lanz. 3832. der wizzic abbât ebend. 3864. von Capelle abbet WĂ®de Barl. 5,7. 400,22. ir abbet Barl. 195,38. prĂ®or unde abet, daჳ ist daჳ uns enthabet Geo. 34. b. swâ der apt die wĂĽrfel treit, spilnt dâ die mĂĽnche daჳ ist niht ein wunder MS. H. 3,452. a. eჳ wære abt od bischof Er. 6633. dâ was eppete ein michel teil Diut. 1,476. – der Greg. 1474 erwähnte abt, der z. 772 ein geistlich abbet heiĂźt, macht Gregorius zum rĂ®ter als im wol tohte und als er schierest mohte. vgl. auch Lachm. zu Iw. 2571.
 
eppetisse Artikel im Lexer Artikel in den Nachträgen Artikel im Findebuch stf. äbtissin (gl. jun. 302). ze Kitzingen der vrouwen eppedisse Diut. 1,424. dâ was gebettet zarteclich der eptischĂ®n Boner. 48,20.
 
abbeteie Artikel im Lexer Artikel in den Nachträgen Artikel im Findebuch, aptei (abteia gl. trev. 40. a) stf. abtei. die abbeteie Ulr. 1262. eine rĂ®che fĂĽrsten aptei ze Lorse Nib. 4584. H. var.
 
ABE Artikel im Lexer Artikel in den Nachträgen Artikel im Findebuch adv.
    I, ab, herunter, hinunter, hinweg, von.
    1, loses. GunthĂŞr mit sĂ®nen gesten gie von den schiffen abe Nib. 543,2. si reichet von den sternen abe Gfr. l. 2,22 (lobges. 65,5). gelĂĽcke daჳ gĂŞt wunderlĂ®chen an unde abe Gfr. l. 5,1. daჳ man in spurte abe odr an Trist. 15154. den zwĂ®vel hin tuon eintweder abe oder an Trist. 15304. eines dinges ze ende komen eintweder abe oder an Trist. 15341.
    2, mit pronominaladv.mit dâ, oder wenn abe unmittelbar folgt, mit dar, der ältern form, in welchen fällen abe immer nachgesetzt wird. dâ wurden sĂ® rĂ®che abe Iw. 263. mĂŞre dar abe gesagen Iw. 296. dâ rede niht abe H. Trist. 2496. – so auch nach hie und hin: hin abe und hie vone daher und deswegen Pilat. 181. – nach her: her abe Iw. 189. nach dannen: dannin abe was sĂ®n gedanc.. wie er Pilat. 443. danne abe wovon ich iu gesaget hân Lampr. Alex. 65. a. ir einiger sun was tĂ´t, dan abe si hete clage unde nĂ´t kchron. 8. c. – nach wanne: im ne konde nieman gesagen, wan abe er wurde irslagen kchron. 67. b.
    3, dem vollw. genauer zugehöriges. ern hât mir an noch abe gesagt. ich slahe daჳ ros abe. eჳ gĂŞt mir abe ich nehme ab. ich kum des strĂ®tes abe u. dgl. s. das vollwort.
    4, dem nomen vorgesetzt. abeganc, abgot, abgrĂĽnde, abholz, abhanc, abhâr, abekĂŞr, abeklage, abkĂ´se, ablĂ®p, ablouf, abschrĂ´t, abswinc, abegetroc, abetrunne, aptrĂĽnnic, abwenke, etc. s. das zweite wort. vgl. Gr. 2, 709. –
    II, a b e , ab, ave präpos. mit dativ (Gr. 3,253. 4,800).
    1. in eigentlichem sinne: herunter, von, weg von. enkumt niht ab dem bette Iw. 54. daჳ vingerlĂ®n ab der hant gewinnen Iw. 123. ab der wer schouwen Iw. 142. diu ĂĽppege krĂ´ne werltlĂ®cher sĂĽeჳe vellet under fĂĽeჳe ab ir besten werdekeit a. H. 89. er viel ab sĂ®ner besten werdekeit a. H. 117. ab einer stiegen gân Nib. 1710,2. si hielten ab ir verte ritten nicht weiter Nib. 1542,1. ab ir munde ein kĂĽssen versteln MS. 1,64. b. ich wird ab aller leide erlĂ´st MS. 2,114. b. ab dem pferde si dâ trat H. Trist. 4562. ab dem esel saჳ er dâ Boner. 52,17. 2. in tropischem sinne ausgehend, herrĂĽhrend von, wegen, der ander chod, niuwens ware gihĂ®t, hat (habe) ein liebeჳ wĂ®b, (pat sich mit huldin ave der insculdin) Genes. fdgr. 2,81,17. ab ir sol er (der mantel) iu glihen sĂ®n Parz. 228,16. mirst getroumet ab der guoten MS. 2,115, a. ich hœr vil liute ab iu klagen Boner. 53,22.
 
abher, abhin Artikel im BMZ s. unter dem zweiten worte.
 
abe Artikel im Lexer f.? oder n.? abschĂĽssige grenze. dannen huop ich mich san der werlt an daჳ ende, dâ der werlt abe stât unde der himmel umbe gât Lampr. Alex. 59. b. – das vollw. 'er abet,' seine kräfte nehmen ab, ist in der Schweiz noch gewöhnlich.
 
abec Artikel im Lexer Artikel in den Nachträgen, ebic (ahd. abuh) adj. verkehrt. – ich setze dieses wort unter abe: das adj. äch, und das vw. ächen (Stalder 1,86) scheint nicht dagegen zu sein, das schwäbische 'gäbisch, gebsch' dafĂĽr. (Gr. 2,286. 305. 707. Graff 1,89). daჳ mensche lĂĽtzel ĂŞrte, der imჳ ebche Ă»ჳ kĂŞrte Vrid. 21,21. ob einer koufte vĂĽr blâvĂĽeze hebke, der kĂŞrte dem rechten Ă»ჳ daჳ ebke Renner 5521. auch die spielerei, ebic oder logica genannt (vgl. Museum fĂĽr altd. lit. b. 2. s. 202. 222 ), gehört hierher.
 
ABE Artikel im BMZ, AB s. Artikel im BMZ AVER.
 
Ă‚BĂŠCĂŠ Artikel im Lexer Artikel im Findebuch der karacter â b c muoser hân gelernet ĂŞ Parz. 453. 15. ich lĂŞre in daჳ â bĂŞ cĂŞ Amis 295. der pfaffe AmĂ®s was von kĂĽnsten alsĂ´ wĂ®s, daჳ er ein esel lĂŞrte und dar an sanc daჳ âbĂŞcĂŞ Reinh. f. 335. â bĂŞ cĂŞ dĂŞ daჳ tet im an dem ĂŞrsten wĂŞ fragm. 17. b.
 
Ă‚BEL Adams sohn von Cain erschlagen. Parz. 464,17. sĂ®t Ă‚bel starp durch bruoders nĂ®t so lange die welt steht W. Wh. 51,30. lâჳ mir als Ă‚belen geschehen, des opfer du geruohtest enpfâhen altd. bl. 378. do er Ă‚beln sĂ®nen bruoder sluoc leseb.
 
ÂBENBERC in Franken, alter grafensitz. der anger z' Âbenberc ein platz wo viel turniert wurde Parz. 227,13. aht hôhe grævinne, von Âbenberc des edeln hôch geborne kint Lohengr. 8.
 
Ă‚BENT Artikel im Lexer Artikel im Findebuch – des (ahd. âbant) stm. abend. Die länge des a zeigt der reim gâbent Flore 28. b. so wie das dialectische Ă´bent, und die stellung des wortes âbent im einschnitte Nib. 1754,1 und 4304. H. âbent, als participiales substantiv angesehen, scheint ein vw. âben vorauszusetzen, das auf ein verlorenes starkes vw. zurĂĽck weisen wĂĽrde (Gr. 2,50. 88). in der Schweiz sagt man noch 'es abet' der abend rĂĽckt heran, vgl. heilant, vâlant, vĂ®ant, wigant, vriunt. âbunt: wunt Bit. 37. b. 94. a. âbunden: funden Gudr. 376,3. do der abant zuo seich Gen. fgr. 2,34,4. also iჳ zuo deme abande seig das. 35, 26. der bringet ze abunde sin vihe heim das. 82,13. wan siht ouch dicke, daჳ schœn âbent rĂ´t kumt nâch manigem morgen, der trœibe ist und timmer Ms. 2,180. a. si bran Ă»f vor mir schĂ´ne sam der âbent rĂ´t MS. 1,34. a. ein warmer âbent Iw. 238. eჳ gĂŞt an den âbent Iw. 238. des âbents, des andern âbents Iw. 28. 88. an sunnewenden âbent Nib. 1754, 1. vor âbente (B. âbendes) nâhen kurz vor abend Nib. 556,1. hin ze âbnt gegen abend frauend. 334,15. 335,5. österr. dialect. an jeneme âbende Nib. 347,1. Ă´ wĂŞ vil maniger âbent sender clage der schmerzvollen klage so vieler abende MS. 1, 15. b. daჳ kom an einem âbende daჳ in sĂ´ gelanc Gudr. 372,1. – insbesondere der vorabend eines festes myst. 1,157,2. der heilige âbent der tag vor einem christlichen festtage Gerh. 3454. Der festtag selbst heiĂźt der heilige tac und die darauf folgende nacht diu heilige naht das. 3451. – der zwelfte âbent der vorabend vor dem dreizehnten tage nach dem christtage d. i. epiphania myst. 1,47,13.
 
kristâbent Artikel im Lexer Artikel im Findebuch stm. abend vor weihnachten myst. 1,27,3.
 
pfingestâbent Artikel im Lexer Artikel im Findebuch stm. abend vor pfingsten Ulr. 1108.
 
sunnenâbent Artikel im Lexer Artikel im Findebuch, sunnâbent stm. sonnabend. eines sunnen âbendes fruo Trist. 3880. den sunnâbent Marleg. 13,7. 49.
 
âbenteჳჳen, âbentgâbe Artikel im BMZ, âbenthan Artikel im BMZ, âbentlanc Artikel im BMZ, âbentimmez, âbentmærlĂ®n Artikel im BMZ, âbentrĂ´t Artikel im BMZ, âbentschĂ®n Artikel im BMZ, âbentsegen, âbentsolt Artikel im BMZ, âbentstern, âbentstunde Artikel im BMZ, âbentsunnenschĂ®n Artikel im BMZ, âbenttanz Artikel im BMZ, âbentvröude Artikel im BMZ, âbentzĂ®t s. das zweite wort
 
âbentlich Artikel im Lexer Artikel im Findebuch adj. der wânde vinden vil bereit sĂ®n âbentlĂ®che sælikheit wie am abend vorher Lanz. 3238.
 
âbende Artikel im Lexer Artikel im Findebuch swv. (ahd. âbandĂŞm Tat. 228, 2. Graff 1,99.). werde abend. als eჳ âbende wart Trist. 7343. daჳ'ჳ âbenden begunde so zu lesen Amis 1846. do eჳ âbenden begunde Gudr. 488,1.
 
ABER Artikel im BMZ s. Artikel im BMZ AVER.
 
ABER Artikel im Lexer Artikel in den Nachträgen adj. trocken und warm nach der nässe und kälte. âberer wint zephyrus leseb. 772,31.
 
æber Artikel im Lexer stn. land auf welchem der schnee weggeschmolzen ist (Gr. 3,52. 139). nach Schmeller (wb. 1,31) lautet das wort an der Pegnitz æfer. – vgl. Schmid schwäb. wörterb. s. 154. Stalder. wb. 1,84. Stelzhamer lieder in ob der Ennsschen volksmundart, und Tobler Appenzell. sprachsch. s. 340. eჳ wære æber oder snĂŞ, dem wilde tet sĂ®n schieჳen wĂŞ Parz. 120,5, auf dem schnee und auf dem eber a. w. 3,109. – SĂĽdliche mundarten haben auch ein subst. die äbere, die stelle am ufer eines flusses, wo das wasser stille steht, und ein vw. es abert, obert, es thaut.
 

 

 
A 
Trans.
Manuell
(geprüft)
 
A, interj.  
Manuell
(geprüft)
 
A 
Trans.
Manuell
(geprüft)
 
AB 
Buch
Trans.
Manuell
(geprüft)
 
AB 
Buch
 
AB 
Buch
Trans.
Manuell
(geprüft)
 
ABĂ„CH 
Buch
Trans.
Manuell
(geprüft)
 
ABBET, ABBAS, ABBAT, ABET, ABT, APPET, APT, stm.  
Manuell
(geprüft)
 
eppetisse, stf.  
Manuell
(geprüft)
 
abbeteie, aptei, stf.  
Manuell
(geprüft)

 

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